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Allgemeine Prüfungsbestimmungen Der Technischen Universität Darmstadt (APB)

Die 7. Novelle der Allgemeinen Prüfungsbestimmungen (APB) der Technischen Universität Darmstadt wurde am 22. September 2023 beschlossen und am 5. Oktober 2023 genehmigt. Diese Bestimmungen regeln das Prüfungswesen in Bachelor- und Masterstudiengängen sowie im Lehramt und umfassen Aspekte wie Prüfungsorganisation, Zulassungsvoraussetzungen und die Vergabe akademischer Grade. Die APB sind modularisiert und beinhalten Regelungen zur Sicherung des Studienerfolgs sowie zur Durchführung und Bewertung von Prüfungen.

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Allgemeine Prüfungsbestimmungen Der Technischen Universität Darmstadt (APB)

Die 7. Novelle der Allgemeinen Prüfungsbestimmungen (APB) der Technischen Universität Darmstadt wurde am 22. September 2023 beschlossen und am 5. Oktober 2023 genehmigt. Diese Bestimmungen regeln das Prüfungswesen in Bachelor- und Masterstudiengängen sowie im Lehramt und umfassen Aspekte wie Prüfungsorganisation, Zulassungsvoraussetzungen und die Vergabe akademischer Grade. Die APB sind modularisiert und beinhalten Regelungen zur Sicherung des Studienerfolgs sowie zur Durchführung und Bewertung von Prüfungen.

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Allgemeine Prüfungsbestimmungen der

Technischen Universität Darmstadt (APB)

7. Novelle

Gemäß § 7 Abs. 4 Nr. 5 TUD-Gesetz (Gesetz zur organisatorischen Fortentwicklung der


Technischen Universität Darmstadt vom 05. Dezember 2004, GVBl. I S. 382, zuletzt
geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 30. November 2015 (GVBl. S. 510)) wird die
vom Senat am 22. September 2023 beschlossene 7. Novelle der Allgemeinen
Prüfungsbestimmungen der Technischen Universität Darmstadt (APB) vom 19. April 2004
durch Beschluss des Präsidiums sowie Unterschrift der Präsidentin genehmigt und in der
Satzungsbeilage insgesamt neu veröffentlicht.

Darmstadt, 05. Oktober 2023

Die Präsidentin der


Technischen Universität Darmstadt

Prof.´in Dr. Tanja Brühl


Inhaltsverzeichnis

Präambel 4
§ 1 Zweck der Prüfung 4

§ 2 Akademische Grade 4
§ 3 Prüfungsbestimmungen und Ordnung eines Studiengangs 5
§ 3a Sicherung des Studienerfolgs 5
§ 4 Reformmodelle 7
§ 5 Module, Bestandteile und Art der Prüfung 7

§ 6 Studienbüros 9
§ 7 Prüfungskommissionen 9
§ 8 Verfahren der Prüfungskommissionen 10
§ 9 Aufgaben der Prüfungskommissionen 10
§ 10 Prüfungsberechtigung, Beisitzende 11

§ 11 Allgemeine Zulassungsvoraussetzungen 11
§ 12 Allgemeine Nachweise bei der Anmeldung 12
§ 13 Zulassung zu Prüfungsleistungen 13
§ 14 Meldefristen 13
§ 15 Rücktritt und Versäumnis 14

§ 16 Anerkennung von im Inland erbrachten Fachsemestern, Studienzeiten und


Prüfungsleistungen 14
§ 17 Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienzeiten und Prüfungsleistungen 15
§ 17a Zugangsvoraussetzung zu Masterstudiengängen 15

§ 18 Zulassungsvoraussetzungen 17
§ 19 Prüfungstermine 17
§ 20 Fachprüfungen und Studienleistungen 18
§ 21 Auswahl der Prüfenden und Beisitzenden 18
§ 22 Durchführung der Prüfungen 19
§ 22a Prüfungsleistungen im Antwort-Wahl-Verfahren 20
§ 23 Abschlussarbeit 21
§ 24 Nachteilsausgleich und Familienförderung in Prüfungen 22

§ 25 Bildung und Gewichtung der Noten 23

ii
§ 26 Bewertung der Prüfungsleistungen 24
§ 27 Bestehen und Nichtbestehen 25
§ 28 Gesamtnote 25
§ 29 Zusammenstellung der Prüfungsergebnisse 26

§ 30 Wiederholung der Prüfung 26


§ 31 Zweite Wiederholung 27
§ 32 Mündliche Ergänzungsprüfung 28
§ 33 Nichtbestehen der Gesamtprüfung 29
§ 33a Gegenvorstellung, Widerspruchsverfahren und Neubewertung 29

§ 34 Diploma Supplement 29
§ 35 Zeugnis 30
§ 36 Urkunde 30

§ 37 Ordnungswidrige Zulassung zur Prüfung 30


§ 38 Täuschung und Ordnungswidrigkeiten 31
§ 38a Änderung der Ordnung eines Studiengangs; Schließung von Studiengängen 31
§ 39 In-Kraft-Treten 32

iii
Präambel

Die Allgemeinen Prüfungsbestimmungen der Technischen Universität Darmstadt (APB) in der


Fassung der 6. Novelle enthalten die für das gesamte Prüfungswesen in den Bachelor- und
Masterstudiengängen geltenden gemeinsamen Regeln im Sinne von § 25 Abs. 1 Satz 2 Hessisches
Hochschulgesetz vom 14. Dezember 2009 (GVBl. I, Seite 666), zuletzt geändert durch Gesetz vom
14. Dezember 2021 (GVBl. I, Seite 931). Diese APB gelten entsprechend auch für
Hochschulprüfungen im Rahmen des Studiengangs Lehramt an Gymnasien und für das
Ergänzungsstudium Lehramt soweit das Hessische Lehrerbildungsgesetz (HLbG) und die
Verordnung zur Durchführung des Hessischen Lehrerbildungsgesetzes (HLbGDV) in der jeweils
gültigen Fassung den Regelungen der APB nicht entgegenstehen. Alle Studiengänge sind
modularisiert. Die Genehmigung der Ordnungen der Bachelor- und Masterstudiengänge erfolgt in
Abstimmung mit den Akkreditierungszeiten befristet. Studienbereiche haben bezüglich der Lehre
die gleichen Rechte und Pflichten wie ein Fachbereich und sind deshalb im Rahmen dieser APB in
den Begriff Fachbereich eingeschlossen.

§ 1 Zweck der Prüfung

(1) Die Prüfungen dienen der Feststellung, ob die Prüflinge die Studienziele erreicht haben. Die
Prüfungen des Bachelor- oder Masterstudiengangs führen zu einem berufsqualifizierenden
Abschluss des Studiums. Durch das Bestehen dieser Prüfungen soll festgestellt werden, ob
Prüflinge die in den Kompetenzbeschreibungen genannten Kompetenzen erworben haben, die
Zusammenhänge ihres Studienfaches überblicken und die Fähigkeit besitzen, nach
wissenschaftlichen Methoden selbstständig zu arbeiten und sich fortzubilden.

(2) Auch die Prüfungen im Rahmen des Studiums für das Lehramt an Gymnasien werden mit
Ausnahme der Prüfungen in der ersten Staatsprüfung nach den Bestimmungen dieser APB
abgelegt.

Allgemeine Prüfungsbestimmungen

§ 2 Akademische Grade

(1) Die Technische Universität Darmstadt verleiht nach Erreichen der erforderlichen Summe von
Leistungspunkten (Credit Points (CP)) im entsprechenden Studiengang folgenden akademischen
Grad:

Akademischer Grad Kurzform


Bachelor of Arts B.A.
Bachelor of Education [Link].
Bachelor of Science [Link].
Master of Arts M.A.
Master of Education [Link].
Master of Science [Link].

Den zu vergebenden Grad legen die Ausführungsbestimmungen eines jeden Studiengangs fest.
Diplom und Master der Technischen Universität Darmstadt sind gleichwertige wissenschaftliche
Abschlüsse und berechtigen grundsätzlich zur Promotion im Rahmen der Allgemeinen
Bestimmungen der Promotionsordnung der Technischen Universität Darmstadt. Absolventinnen
und Absolventen können dem verliehenen akademischen Grad den Zusatz „Technische Universität

4
Darmstadt“ anfügen. Absolventinnen und Absolventen können dem verliehenen akademischen
Grad den Zusatz „Technische Universität Darmstadt“ anfügen.

(2) Für weiterbildende Masterstudiengänge können andere Abschlüsse vergeben werden.

§ 3 Prüfungsbestimmungen und Ordnung eines Studiengangs

(1) Für die Prüfungen gelten die gesetzlichen Vorschriften, die Bestimmungen dieser APB sowie
nachrangig die Ordnung des Studiengangs. Diese Ordnung besteht aus den
Ausführungsbestimmungen, dem Studien- und Prüfungsplan, den Kompetenzbeschreibungen
(Qualifikationsziele, bei Masterstudiengängen Eingangskompetenzen) und den
Modulbeschreibungen und, soweit erforderlich, der Praktikumsordnung. Die
Modulbeschreibungen sind in einem Modulhandbuch zusammenzufassen, das elektronisch
veröffentlicht wird.

(2) Die Ordnung eines Studiengangs wird erlassen, soweit es die APB ausdrücklich verlangen. Die
Ordnung kann ergänzende Regelungen treffen, soweit diese den APB nicht entgegenstehen. Für
Prüfungen im Studiengang Lehramt an Gymnasien einschließlich der Zwischenprüfungen gelten
die landesrechtlichen Bestimmungen, diese APB und die von den Fachbereichen erlassenen
Ordnungen.

(3) Studienbereiche stehen Fachbereichen im Rahmen dieser Bestimmungen gleich.

(4) Die Regelstudienzeit der Bachelorstudiengänge beträgt sechs Semester, die der
Masterstudiengänge vier Semester, sofern die Ausführungsbestimmungen der Fachbereiche keine
andere Regelung vorsehen. In der Regel können 60 CP pro Studienjahr erworben werden. Die
Ausführungsbestimmungen bestimmen die Zeitpunkte, bis zu denen die Prüfungen
(Fachprüfungen, Studienleistungen, Abschlussprüfung) angemeldet werden sollen. Die Prüfungen
können auch früher als zu dem vorgesehenen Termin abgelegt werden.

(5) Soweit für Module die zur Verfügung stehenden Plätze nicht ausreichen, muss der
modulanbietende Fachbereichsrat des modulanbietenden Fachbereichs auf Antrag des Instituts
bzw. des/der Modulverantwortlichen oder des Zentrums für Lehrerbildung die Kapazität des
Moduls überprüfen. Soweit eine Auswahl der Bewerber*innen für ein Modul, bzw. eine
Veranstaltung nötig ist, müssen die Kriterien des Vergabeverfahrens offengelegt werden.

§ 3a Sicherung des Studienerfolgs

(1) In den Ausführungsbestimmungen sind Regelungen zur Sicherung des Studienerfolgs in den
Bachelorstudiengängen vorzusehen. Hierzu können die Fachbereiche eines oder mehrere der in
diesem Absatz aufgeführten Instrumente verwenden. Instrumente sind

a) nach den fachspezifischen Erfordernissen ausgestaltete Instrumente oder orientierende


Eingangsphasen, die ein erfolgreiches Weiterstudium sicherstellen, nach Abs. 4;

b) die Überprüfung der studiengangsspezifischen Eignung vor der Einschreibung durch


Eignungsfeststellungsverfahren (§ 60 Abs. 4 Satz 1 HHG) nach Abs. 5;

c) Mindestleistungen nach Abs. 6;

d) Orientierungsmodule nach Abs. 7.

5
Soweit keine Regelungen in den Ausführungsbestimmungen getroffen werden, müssen
Mindestleistungen nach Abs. 6 erbracht werden.

(2) Die Fachbereiche bieten nach zwei Semestern ein Beratungsgespräch mit dem Ziel einer
Empfehlung für die weitere Gestaltung des Studiums an. Das Beratungsgespräch führen in der
Regel die jeweiligen Mentoren. Abweichungen bedürfen der besonderen Begründung und
Genehmigung des Fachbereichsrats.

(3) Soweit in den Instrumenten nach § 3a Abs. 1 a keine das Studium flankierenden
Betreuungsinstrumente enthalten sind, muss der Fachbereich diese anbieten (insbesondere
Mentorenprogramme, Tutorien).

(4) Fachspezifische Instrumente

a) Die Ausführungsbestimmungen können besondere fachspezifische Instrumente für eine


Sicherung des Studienerfolgs vorsehen. Hierbei können die in Abs. 1 genannten
Instrumente abgewandelt oder kombiniert werden, wenn dies aus Gründen der
Fachkultur geboten ist.

b) Die Ausführungsbestimmungen müssen die vorgesehenen Verfahren,


Bewertungsmaßstäbe und -instanzen sowie die Betreuungsinstrumente festlegen.

Entscheidungen zur Anwendung und Bewertung bzgl. der fachspezifischen Instrumente trifft die
zuständige Prüfungskommission oder ein von ihr benanntes Organ.

(5) Eignungsfeststellungsverfahren
Eignungsfeststellungsverfahren dienen der Feststellung von neben der Hochschulreife
nachzuweisenden studiengangspezifischen Fähigkeiten und Kenntnissen. Die Fachbereiche legen
in der Ordnung eines Studienangs oder einer eigenständigen Satzung die Fähigkeiten und
Kenntnisse fest, die für das gewählte Studium vor der Einschreibung nachgewiesen werden
müssen. Über das Eignungsfeststellungsverfahren wird eine Ergebnisniederschrift erstellt. Im Falle
von Auswahlgesprächen gilt § 22 Abs. 4 entsprechend. Ablehnende Entscheidungen sind schriftlich
zu erteilen und zu begründen. In der Ordnung eines Studienangs oder der Satzung sind
festzulegen:

a) Fähigkeiten und Kenntnisse, die für das gewählte Studium vor der Einschreibung
nachgewiesen werden müssen;

b) ob eine Einschreibung unter Vorbehalt nach § 60 Abs. 4 Satz 2 HHG möglich sein soll;

c) Entscheidungen zur Bewertung des Eignungsfeststellungsverfahrens trifft die


zuständige Prüfungskommission oder ein von ihr benanntes Organ.

Im Rahmen eines Eignungsfeststellungsverfahrens können insbesondere Auswahlgespräche,


schriftliche Tests, fachspezifische Einzelnoten der Hochschulzugangsberechtigung sowie eine
fachspezifische Berufsausbildung bzw. berufspraktische Tätigkeiten herangezogen werden. Die
Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung kann berücksichtigt werden, wenn die
Relevanz für die nach a) festgelegten Nachweise begründet ist. Die Durchführung der Tests soll
unter standardisierten Bedingungen erfolgen. Ergebnisse von externen allgemeinen
Studierfähigkeitstests können in Einzelfällen alternativ herangezogen werden, wenn diese
anerkannten Qualitätsmaßstäben und Kriterien (z.B. DIN 33 430 für berufsbezogene
Eignungsbeurteilungen) entsprechen und die nach a) geforderten Nachweise enthalten.

6
(6) Mindestleistungen

a) Soweit die Ausführungsbestimmungen keine abweichende Regelung treffen, ist bis zum
Ende des zweiten Fachsemesters eine Mindestleistung in Höhe von 20 CP in Modulen
des Studiengangs zu erbringen.

b) Soweit ein Teilzeitstudium bereits in der Studieneingangsphase aufgenommen wird,


verlängert sich die Frist zur Erbringung der Mindestleistung für jedes in Teilzeit
absolvierte Semester um ein weiteres Semester bis auf maximal vier Semester.

c) Werden die erforderlichen Mindestleistungen nach Abs. 6 a) nicht erbracht, wird der
Prüfling anstelle des Regeltermins nach Abs. 2 vom Studienbüro zu einem
Beratungsgespräch eingeladen, in dem der Ablauf des zukünftigen Studiums erörtert
wird.

d) Wird ein Beratungstermin nach Abs. 6 c) aus Gründen, die der Prüfling zu vertreten
hat, nicht wahrgenommen, ist der Prüfling von der Zulassung zu weiteren Prüfungen
ausgeschlossen, bis der Beratungstermin nachgeholt wurde.

(7) Orientierungsmodule im ersten Studienjahr

a) Die Ausführungsbestimmungen können festlegen, dass bis zum Ende des zweiten
Fachsemesters ein bestimmtes oder mehrere Orientierungsmodule im Umfang von im
Regelfall max. 20 CP abzulegen sind. Sinn und Zweck des Orientierungsmoduls sind in
der Modulbeschreibung zu spezifizieren. Alle Prüflinge sind zu Orientierungsmodulen
und deren Lehrveranstaltungen und Prüfungen zu dem im Studien- und Prüfungsplan
bestimmten Zeitpunkt von Amts wegen anzumelden (implizite Prüfungsanmeldung).
Erforderliche Wiederholungsprüfungen oder Erstprüfungen im Falle eines nach § 15
Abs. 2 genehmigten Rücktritts werden von Amts wegen zum nächst möglichen
Zeitpunkt angemeldet. Finden diese Prüfungen in Semestern statt, in denen kein
entsprechendes Lehrangebot des Orientierungsmoduls angeboten wird, sind sie durch
geeignete Zusatzangebote (z.B. Repetitorien oder Beratungsangebote) zu begleiten.

b) Wer trotz Anmeldung von Amts wegen an den Prüfungen des Orientierungsmoduls
ohne Rücktritt nach § 15 nicht teilnimmt, verliert den Prüfungsanspruch in diesem
Studiengang.

§ 4 Reformmodelle

(1) Zur Erprobung von Reformmodellen können die Fachbereiche Ordnungen beschließen, die von
diesen Allgemeinen Prüfungsbestimmungen abweichen. Sie bedürfen der Zustimmung des Senats.
Die Geltung der abweichenden Bestimmungen ist zu befristen. Vor Ablauf der Frist hat der
Fachbereich dem Senat einen Bericht über die Ergebnisse des Reformmodells vorzulegen.

(2) Ordnungen zur Erprobung eines Reformmodells sollen nur genehmigt werden, wenn eine
dazugehörige Ordnung gem. § 3 Abs. 2 vorliegt, die Vergleichbarkeit mit entsprechenden
Studiengängen in anderen Bundesländern gewährleistet ist, eine interne Qualitätssicherung
innerhalb der Technische Universität Darmstadt erfolgt ist und die haushaltsmäßigen
Voraussetzungen für das Reformmodell gesichert sind.

7
§ 5 Module, Bestandteile und Art der Prüfung

(1) Ein Modul ist eine inhaltlich und zeitlich abgeschlossene Lehr- und Lerneinheit. Module stellen
in der Regel einen Zusammenschluss von inhaltlich aufeinander bezogenen Lehrveranstaltungen
und Selbstlernzeiten dar. Module können auch aus Praxisphasen und Projektarbeiten oder der
Abschlussarbeit, ggf. mit einem anschließenden Kolloquium, bestehen. Die Inhalte eines Moduls
sind so zu bemessen, dass sie in der Regel innerhalb eines Semesters oder eines Jahres vermittelt
werden können. In begründeten Ausnahmefällen kann ein Modul mehr als zwei Semester dauern.

(2) Prüfungen eines Studiengangs werden im Rahmen eines Moduls abgelegt. Fachprüfungen sind
nach §§ 30, 31 und 32 begrenzt wiederholbar. Studienleistungen sind unbegrenzt wiederholbar.
Die Prüfungen werden mit Ausnahme von Wiederholungsprüfungen im zeitlichen und sachlichen
Zusammenhang mit den entsprechenden Modulen angeboten. Die Ordnung eines Studiengangs
muss die im Rahmen eines Moduls abzulegenden Prüfungen im Studien- und Prüfungsplan
festlegen. Sie kann bestimmen, dass nicht bestandene Fachprüfungen innerhalb eines Moduls
durch andere, bestandene Fachprüfungen innerhalb desselben Moduls ausgeglichen werden.
Dabei kann sie vorsehen, dass eine Mindestanzahl von Fachprüfungen innerhalb eines Moduls
bestanden sein muss. Ebenfalls muss in der Ordnung eines Studiengangs festgelegt werden, mit
welchem Gewicht jede dieser Prüfungen in die Modulnote einfließen soll.

(3) Die Prüfungsformen und Kategorien von Prüfungsformen sind in Anlage 1 der Allgemeinen
Prüfungsbestimmungen abschließend geregelt. In der Ordnung des Studiengangs ist die
Prüfungsform jeder Prüfung festzulegen. Dies kann entweder durch Festlegung der Prüfungsform
im Studien- und Prüfungsplan geschehen oder durch Angabe einer Kategorie von Prüfungsformen
im Studien- und Prüfungsplan und einer dann erforderlichen Spezifizierung der möglichen
Prüfungsformen im Modulhandbuch. Die im Studien- und Prüfungsplan oder im Modulhandbuch
geregelten Prüfungsformen sind verbindlich. Werden Prüfungen schriftlich und nicht als
Aufsichtsarbeit erbracht, sind sie mit einer Erklärung gemäß § 22 Abs. 7 zu versehen.

(4) Ermöglicht die Spezifizierung der Kategorie im Modulhandbuch nach Absatz 3 eine Wahl
zwischen verschiedenen Prüfungsformen, sollen die Prüfenden die konkrete Prüfungsform
möglichst frühzeitig, spätestens bis zum Beginn der Anmeldefrist für die Prüfung bekannt geben.

(5) Fachprüfungen können vorlesungsbegleitend durchgeführt werden. In diesem Falle müssen die
Anzahl der während der Vorlesungszeit angebotenen vorlesungsbegleitenden Teilprüfungen und
das Verfahren zur Bewertung bestimmt werden. Die Entscheidung trifft die Studiendekanin oder
der Studiendekan des die Prüfung anbietenden Fachbereichs im Einvernehmen mit den
Studiendekaninnen und/oder Studiendekanen der ebenfalls betroffenen Fachbereiche. Die
Termine der vorlesungsbegleitenden Teilprüfungen und das Verfahren zur Bewertung müssen zu
Beginn der Vorlesungszeit bekannt gegeben werden. Eine eigenständige Benotung der
vorlesungsbegleitenden Teilprüfungen erfolgt nicht. Die einzelnen vorlesungsbegleitenden
Teilprüfungen müssen nicht jeweils für sich bestanden werden. Eine einzelne
vorlesungsbegleitende Teilprüfung kann nicht für sich wiederholt werden.

(6) Zum Zwecke der Übertragbarkeit von Leistungen auf andere Studiengänge wird nach einem
Leistungspunktesystem verfahren, welches das European Credit-Transfer-System (ECTS)
berücksichtigt. Für je 30 Stunden Arbeitsaufwand wird ein Leistungspunkt (CP) vergeben.

(7) Die Modulbeschreibungen enthalten mindestens Angaben zu

8
a) den Lerninhalten, Lernergebnissen (vermittelte Kompetenzen), der Unterrichtssprachen
und den Qualifikationszielen,

b) den Lehr- und Lernformen,


c) den Prüfungsformen,
d) den Voraussetzungen für die Teilnahme,
e) dem Arbeitsaufwand in Leistungspunkten,
f) der Häufigkeit des Modulangebots,
g) den Voraussetzungen für die Vergabe und der Anzahl von Leistungspunkten,
h) der Dauer der Module,
i) der Verwendbarkeit der Module und
j) der Benotung.

Änderungen der Modulbeschreibungen sind durch Fachbereichsratsbeschluss rechtzeitig zum


Beginn der Vorlesungszeit möglich und bekannt zu geben. Solche Änderungen dürfen nicht zu
wesentlichen Änderungen des Curriculums führen. Wesentliche Änderungen sind insbesondere
Änderungen, die den Aufbau und die Regeln der einzelnen Module entsprechend des Studien- und
Prüfungsplans betreffen (z.B. Änderung der Leistungspunkte, Änderung der Prüfungsform).
Wesentliche Änderungen sind in den zuständigen Gremien zu beschließen. Die Erweiterung des
Wahlangebotes von Modulen ist durch Fachbereichsratsbeschluss möglich.

(8) Die Prüfungsanforderungen ergeben sich aus den Lerninhalten und Qualifikationszielen, die in
den Modulbeschreibungen festgelegt sind.

Verwaltung der Prüfungen

§ 6 Studienbüros

Die Studienbüros der Fachbereiche sind Verwaltungsorgane für die Prüfungen eines Studiengangs
und Geschäftsstelle der Prüfungskommission. Sind Studienbereiche für einen Studiengang
verantwortlich, stehen diese den Fachbereichen im Rahmen dieser Bestimmungen gleich. Einem
Studienbüro kann im Einvernehmen mit dem verantwortlichen Fachbereich die Verwaltung der
Studiengänge dieses Fachbereichs übertragen werden.

§ 7 Prüfungskommissionen

(1) Für jeden Studiengang wird eine Prüfungskommission eingerichtet; diese ist zuständig für die
Prüfungen im betreffenden Studiengang und erlässt die erforderlichen Bescheide. Die Ordnungen
konsekutiver Bachelor- / Masterstudiengänge können eine gemeinsame Prüfungskommission
vorsehen. In der Regel hat die Prüfungskommission bis zu sieben Mitglieder.

(2) Die Prüfungskommission wird durch den Fachbereichsrat eingesetzt, dem der betreffende
Studiengang zugeordnet ist. Die Prüfungskommission eines Studienbereiches wird durch die
gemeinsame Kommission der beteiligten Fachbereiche eingesetzt. Die Prüfungskommission kann
Mitglieder anderer Fachbereiche, soweit sie an dem jeweiligen Studiengang beteiligt sind, als
Mitglied der Prüfungskommission hinzuziehen. Sind an einem Studiengang mehrere Fachbereiche

9
beteiligt, so entsenden die betreffenden Fachbereiche in der Regel die gleiche Zahl von
Mitgliedern. Die Mehrheit der Professorengruppe muss sichergestellt sein.

(3) Die Fachbereiche entsenden in der Regel bis zu fünf Mitglieder aus der Professorengruppe und
je eine Vertretung aus der Gruppe der wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen sowie der Gruppe der
Studierenden in die Prüfungskommission. Die Vertretenden aus der Gruppe der wissenschaftlichen
Mitglieder müssen die entsprechende Abschlussprüfung oder eine vergleichbare Prüfung
erfolgreich abgelegt haben, um Mitglied der Prüfungskommission sein zu können. Für jedes
Mitglied soll eine Stellvertretung benannt werden.

(4) Die Amtszeit der Mitglieder beträgt mindestens zwei Jahre, soweit sie Mitglieder der
Professorengruppe sind, anderenfalls mindestens ein Jahr. Für eine Überschneidung der
Amtszeiten der Mitglieder soll Sorge getragen werden.

(5) Die Fachbereiche können Kommissionen mit besonderen Zuständigkeitsbereichen einrichten.

(6) Die Präsidentin oder der Präsident entscheidet über Widersprüche gegen Entscheidungen der
Prüfungskommissionen.

§ 8 Verfahren der Prüfungskommissionen

(1) Die Prüfungskommissionen wählen jeweils aus den in ihnen vertretenen Professor*innen
eine(n) Vorsitzende(n), für die Führung der Geschäfte, sowie eine Stellvertretung. Die Amtszeit
beträgt zwei Jahre; eine Wiederwahl ist möglich. Den Vorsitzenden können Aufgaben der
Prüfungskommission nach § 9 durch Beschluss der Prüfungskommission übertragen werden.
Wesentliche Entscheidungen (z.B. Exmatrikulation) können nur mit einstimmigem Beschluss der
Kommission übertragen werden. Der Delegationsbeschluss muss konkret aufzählen, welche
Aufgaben delegiert werden. Die Vorsitzenden berichten mindestens einmal im Semester im
Rahmen einer regulären Sitzung der Prüfungskommission über die Geschäftsführung und die
Entscheidungen bei den übertragenen Aufgaben. Bei Wechsel in der Zusammensetzung der
Prüfungskommission müssen die laufenden Delegationsbeschlüsse den neuen Beteiligten bekannt
gegeben werden. Auf Antrag können Delegationsbeschlüsse überprüft und neu gefasst werden.

(2) Eine Prüfungskommission ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte ihrer Mitglieder
anwesend ist. Sie beschließt mit der Mehrheit der anwesenden Mitglieder, wobei diese Mehrheit
die Mehrheit der Stimmen der anwesenden Mitglieder der Professorengruppe enthalten muss.
Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen gelten nicht als Nein-Stimmen. Bei Stimmengleichheit
ist der Beschlussvorschlag abgelehnt. Bei Entscheidungen, die die Beurteilung einer Prüfung
betreffen, sind Stimmenthaltungen nicht zulässig; die Vertretung der Studierenden hat bei solchen
Entscheidungen kein Stimmrecht.

(3) Die Vorsitzenden der Prüfungskommissionen können Entscheidungen im schriftlichen


Verfahren herbeiführen, wenn kein Mitglied dem widerspricht. Im Widerspruchsfall ist spätestens
auf der nächsten regulären Sitzung zu entscheiden. Entscheidungen, die zum Nichtbestehen einer
Gesamtprüfung führen, dürfen nicht im schriftlichen Verfahren getroffen werden.

§ 9 Aufgaben der Prüfungskommissionen

(1) Die Prüfungskommissionen sorgen dafür, dass die Bestimmungen der APB und der Ordnung
des Studiengangs eingehalten werden. Sie treffen die hierfür notwendigen Entscheidungen, sofern
nicht durch diese APB eine andere Zuständigkeit begründet ist.

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(2) Die Kommissionsmitglieder haben das Recht, den Prüfungen beizuwohnen.

(3) Die Präsidentin oder der Präsident entscheidet in Verfahrensfragen und über die Auslegung
dieser APB sowie in Angelegenheiten, die alle oder mehrere Studiengänge betreffen, um die
Einheitlichkeit der Prüfungsverfahren zu wahren. Die Prüfungskommissionen können weitere
Aufgaben, insbesondere die Zulassung zu den Prüfungen, die Festlegung von Fristen für die
Meldung zu Prüfungen, die Anerkennung von Rücktrittsgründen generell oder in bestimmten
Fällen dem Studienbüro übertragen.

(4) Die Prüfungskommissionen können weitere Aufgaben, insbesondere die Zulassung zu den
Prüfungen oder die Festlegung von Fristen für die Meldung zu Prüfungen, dem Studienbüro
übertragen. Bei Wechsel in der Zusammensetzung der Prüfungskommission müssen die laufenden
Delegationsbeschlüsse den neuen Beteiligten bekannt gegeben werden. Auf Antrag können
Delegationsbeschlüsse überprüft und neu gefasst werden.

(5) Die Mitglieder der Prüfungskommissionen und die Stellvertretenden unterliegen der
Amtsverschwiegenheit. Sofern sie nicht im öffentlichen Dienst stehen, sind sie durch die
Vorsitzenden zur Verschwiegenheit zu verpflichten.

§ 10 Prüfungsberechtigung, Beisitzende

(1) Mitglieder der Professor*innengruppe sind in den Fächern prüfungsberechtigt, in denen sie
eine Lehrtätigkeit ausüben oder ausüben können. Ihnen stehen nach dem Ausscheiden aus dem
aktiven Dienst die mit der Lehrbefugnis verbundenen Rechte zur Abhaltung von
Lehrveranstaltungen und zur Beteiligung an Prüfungsverfahren weiterhin für ein Jahr zu.
Nach Ablauf dieses Jahres kann ihnen durch Beschluss des Fachbereichsrats eine jeweils zeitlich
befristete Prüfungsberechtigung erteilt werden. Satz 3 gilt für Gast-/Vertretungsprofessor*innen
nach Beendigung der Tätigkeit entsprechend.

(2) Alle Lehrenden sind in den Modulen prüfungsberechtigt, in denen sie eine selbständige
Lehrtätigkeit ausüben.

(3) Wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeitende, Lehrbeauftragte, sowie Lehrkräfte für


besondere Aufgaben können Prüfungen abnehmen, soweit sie mit der selbständigen
Wahrnehmung von Lehraufgaben betraut sind. Habilitierte wissenschaftliche Mitglieder sind nach
Abs. 2 prüfungsberechtigt.

(4) Beisitzende müssen selbst die durch die Prüfung festzustellende oder eine gleichwertige
Qualifikation haben. Für Prüfende und Beisitzende gilt § 9 Abs. 5 entsprechend.

Prüfungsvoraussetzungen und -verfahren

§ 11 Allgemeine Zulassungsvoraussetzungen

(1) Die Zulassung zu einem Modul oder einer Prüfung setzt sowohl ein ordnungsgemäßes
Studium der Prüflinge im Rahmen eines Studienprogramms oder des Studien- und Prüfungsplans
im betreffenden Studiengang als auch die Anmeldung zur Prüfung voraus. Zur Zeit der
Anmeldung einer Prüfung, die nicht als Prüfung nach § 20 Abs. 2 abgelegt wird, müssen Prüflinge
in dem betreffenden Studiengang oder dem betreffenden Studienprogramm der Technischen
Universität Darmstadt immatrikuliert sein. Dies gilt nicht für Studierende, die in Hochschulen

11
immatrikuliert sind, mit denen ein gemeinsamer Studiengang betrieben wird. Die zuständige
Prüfungskommission kann die Prüflinge in Fällen des Studienortwechsels, des
Fachrichtungswechsels, oder der Wiederaufnahme des Studiums auf Antrag von der
Immatrikulationspflicht bei der Anmeldung zu einer Prüfung befreien.

(2) Die Ordnung eines Studiengangs kann vorsehen, dass vor der Zulassung zu einem
Studiengang, Modul oder einer Prüfung ein Praktikum außerhalb der Universität abzulegen ist. In
diesem Fall müssen die Ausführungsbestimmungen oder eine Praktikumsordnung die
Durchführung des Praktikums regeln. Zur Zulassung zu einem Studiengang kann die Teilnahme
an einem Online Self Assessment (OSA) notwendig sein, wenn dies in den
Ausführungsbestimmungen zu dem Studiengang festgelegt ist.

(3) Die Ausführungsbestimmungen können besondere verfahrensrechtliche Voraussetzungen für


das Erbringen multimedial gestützter Prüfungen festlegen.

(4) Immatrikulationsvoraussetzung für die Zulassung von Bewerber*innen ohne deutsche


Hochschulzugangsberechtigung für einen Bachelor- oder Masterstudiengang, in dem von Anfang
an die Unterrichtssprache Deutsch ist, ist mindestens ein Nachweis ausreichender deutscher
Sprachkenntnisse gemäß Rahmenordnung über Deutsche Sprachprüfungen für das Studium an
deutschen Hochschulen (RO-DT) in der jeweils gültigen Fassung notwendig. Die Präsidentin oder
der Präsident kann gleichwertige Zertifikate anerkennen. Mit dem Abschluss eines in deutscher
Sprache unterrichteten Bachelor-Studiengangs gilt der Nachweis als erbracht.

(5) Immatrikulationsvoraussetzung für die Zulassung von Bewerber*innen für einen Bachelor-
oder Masterstudiengang, in dem mindestens im ersten Jahr die Unterrichtssprache Englisch ist, ist
ein Nachweis von Englischkenntnissen der Stufe C1 des europäischen Referenzrahmens für
Sprachen; die Ausführungsbestimmungen können abweichend hiervon ein niedrigeres
Sprachniveau als Voraussetzung festlegen, wenn dies für ein erfolgreiches Studium ausreichend
ist. Die Präsidentin oder der Präsident kann im Benehmen mit dem Sprachenzentrum
gleichwertige Zertifikate anerkennen. Mit dem Abschluss eines in englischer Sprache
unterrichteten Bachelorstudiengangs gilt der Nachweis als erbracht.

(6) Eine Anwesenheitspflicht darf nur dann bestimmt werden, wenn in Ansehung der Art der
Lehrveranstaltung und des mit ihr angestrebten Lernziels die Anwesenheit für das Erreichen der
Lernziele erforderlich ist oder wenn die Anwesenheit durch außerhalb der Technische Universität
Darmstadt geregelte rechtliche Vorgaben vorgeschrieben ist. Vorlesungen sind von
Anwesenheitspflichten ausgenommen. Die Anwesenheitspflicht ist im Studien- und Prüfungsplan
auszuweisen sowie in der Modulbeschreibung zu begründen. Anwesenheitspflichten von einem
größeren Anteil als 75% der jeweiligen Lehrveranstaltung sind ausgeschlossen. Eine Änderung der
Anwesenheitsregelung ist eine wesentliche Änderung im Sinne des § 5 Abs. 7.

(7) In zweisprachigen Studiengängen ist, wenn ausreichend Wahlmodule und alle Pflichtmodule
in deutscher und in englischer Sprache angeboten werden, nur der deutsche Sprachnachweis nach
Abs. 4 oder der englische Sprachnachweis nach Abs. 5 als Immatrikulationsvoraussetzung zu dem
zweisprachigen Studiengang notwendig.

§ 12 Allgemeine Nachweise bei der Anmeldung

(1) Bei der Anmeldung zu einer Prüfungsleistung sind erforderlich:

12
a) Der Nachweis über Vorleistungen und sonstige Unterlagen, die in der Ordnung des
Studiengangs gefordert werden;

b) bei einer Anmeldung nach § 14 Abs. 2 kann die Angabe des vereinbarten Prüfungstermins
verlangt werden;

c) Nachweise über die Zulassungsvoraussetzungen gemäß § 11 Abs. 2, sofern diese in den


Ausführungsbestimmungen vorgesehen sind.

(2) Sieht die Ordnung eines Studiengangs in einem Bereich die Wahl zwischen Modulen vor, so
kann in Einzelfällen jeweils durch Beschluss des Fachbereichsrats bzw. der gemeinsamen
Kommission festgelegt werden, ob die Prüflinge spätestens bei der Meldung zur ersten Prüfung in
einem gewählten Modul einen individuellen Prüfungsplan vorlegen müssen, der von den
Vorsitzenden der Prüfungskommission genehmigt wurde. Eine Änderung des Prüfungsplans kann
von den Vorsitzenden der Prüfungskommission genehmigt werden.

§ 13 Zulassung zu Prüfungen

(1) Über die Zulassung zu den Prüfungsleistungen entscheidet in Zweifelsfällen die oder der
Vorsitzende der zuständigen Prüfungskommission.

(2) Die Zulassung zu Prüfungen muss versagt werden,

a) wenn Prüflinge die betreffende Prüfung an der Technischen Universität Darmstadt oder
eine vergleichbare Prüfung an einer anderen Hochschule endgültig nicht bestanden
haben;

b) wenn der Prüfling die in § 12 genannten Nachweise nicht erbringt;

c) wenn die betreffende Prüfung durch eine Anerkennung bereits als erbracht gilt.

§ 14 Meldefristen

(1) Alle Prüfungen sind im Campus-Management-System anzumelden. Anmeldefristen können ab


dem Beginn der Lehrveranstaltungen starten. Zwischen dem letzten Tag der Anmeldefrist und
dem Tag einer schriftlichen Prüfung liegen in der Regel sieben Kalendertage. Meldefristen werden
durch den für die Prüfung verantwortlichen Fachbereich festgelegt, der sie elektronisch bekannt
gibt. Aus prüfungsorganisatorischen Gründen können die Prüfenden in Abstimmung mit den
Studiendekanaten der betroffenen Fachbereiche entscheiden, dass die Anmeldefrist früher endet.
Bei Nichteinhaltung von Anmeldefristen ist eine Zulassung zu Prüfungen ausgeschlossen. Auf
begründeten Antrag von Prüflingen können die Vorsitzenden der Prüfungskommissionen in Fällen
unbilliger Härte eine Nachfrist zur Anmeldung gewähren. Zwischen dem Eingang des Antrags
beim Studienbüro und dem Tag der Prüfung sollen mindestens sieben Kalendertage liegen .

(2) Bei Prüfungssonderterminen (§ 19 Abs. 1 Satz 4) müssen sich Prüflinge im zuständigen


Studienbüro anmelden. Zwischen dem Tag der Anmeldung und dem Tag der Prüfung müssen in
der Regel sieben Kalendertage liegen.

(3) Prüfungen, die eine individuelle Terminvereinbarung mit den zuständigen Prüfenden
erfordern (z.B. mündliche Prüfung, Prüfung in Kleingruppen), sind durch die Prüfenden möglichst
frühzeitig vor der Prüfung dem zuständigen Studienbüro mitzuteilen.

13
§ 15 Rücktritt und Versäumnis

(1) Ein Rücktritt von einer Prüfung ohne Angabe von Gründen ist bis sieben Tage vor dem Termin
der Prüfungsleistung möglich. Der Rücktritt ist dem zuständigen Studienbüro mitzuteilen. Die
Mitteilung soll elektronisch über das Campus-Management-System erfolgen. In Ausnahmefällen
kann diese Rücktrittsfrist vorgezogen werden, wenn dies aus organisatorischen Gründen
notwendig ist und dies zu Beginn der Lehrveranstaltungen bekannt gegeben wird. Soweit die
Ausführungsbestimmungen für Fachprüfungen bestimmte Termine festlegen
(Orientierungsmodule, Wiederholungsprüfungen, Auflagen), ist ein Rücktritt nach Satz 1
ausgeschlossen.

(2) Nach dem in Abs. 1 genannten Zeitpunkt ist ein Rücktritt von der Fachprüfung nur bei
Vorliegen gesundheitlicher oder ähnlich schwerwiegender Gründe auf Antrag bei der zuständigen
Prüfungskommission möglich; der Rücktrittsantrag ist schriftlich oder elektronisch unmittelbar
nach Bekannt werden der Gründe beim Studienbüro einzureichen; die Gründe sind glaubhaft zu
machen. Bei Krankheit ist ein ärztlicher Nachweis der Arbeitsunfähigkeit innerhalb von drei
Kalendertagen nach Prüfungstermin beim Studienbüro vorzulegen. Der Nachweis kann
elektronisch eingereicht werden. Die Einzelheiten des Verfahrens legt das Präsidium fest. Fällt der
Fristablauf auf einen Samstag, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag, kann der Nachweis
fristwahrend am darauffolgenden Werktag eingereicht werden. In Zweifelsfällen kann ein
ausführliches ärztliches Gutachten oder ein amtsärztliches Attest verlangt werden. Die Sätze 1 bis
6 gelten auch für einen Rücktritt während einer schriftlichen Aufsichtsarbeit. Dieser ist
unverzüglich der Aufsicht mitzuteilen.

(3) Liegt im Campus-Management-System eine Anmeldung zu einer Prüfung vor, für die dem
Studienbüro bis zum Ende des Anmeldesemesters plus ein Monat Karenzfrist weder ein Termin
noch ein Prüfungsergebnis mitgeteilt wird, erfolgt eine Abmeldung von Amts wegen durch das
Studienbüro. Die nicht durchgeführte Prüfung wird in diesem Fall nicht als Fehlversuch gewertet.

(4) Die Prüfung gilt als nicht bestanden, wenn Prüflinge ohne triftige Gründe zum Prüfungstermin
nicht erscheinen, oder die Rücktrittsgründe nicht anerkannt wurden. Gleiches gilt, wenn Prüflinge
ohne Begründung eine angetretene Prüfung abbrechen, oder wenn als Prüfungsleistung in einer
schriftlichen Aufsichtsarbeit keine bearbeiteten Aufgaben abgegeben wurden oder in einer
mündlichen Prüfung geschwiegen wurde.

(5) Soweit die Einhaltung von Fristen für die Meldung zu Prüfungen, die Wiederholung von
Prüfungen, die Gründe für das Versäumnis von Prüfungen und die Einhaltung von
Bearbeitungszeiten für Prüfungsarbeiten betroffen sind, steht der Krankheit der Prüflinge die
Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen gleich.

(6) Die Vorsitzenden der zuständigen Prüfungskommissionen entscheiden darüber, ob die


Rücktrittsgründe anerkannt werden.

Anerkennung von Prüfungsleistungen

§ 16 Anerkennung von im Inland erbrachten Fachsemestern, Studienzeiten und


Prüfungen

(1) Prüfungen werden auf Antrag für Modulbausteine oder Module anerkannt, wenn keine
wesentlichen Unterschiede zu den Anforderungen und den vermittelten Kompetenzen der
Leistungen im Rahmen eines entsprechenden Studiums an der Technischen Universität Darmstadt
bestehen. Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und

14
Gesamtbewertung vorzunehmen. Mehrere vorerbrachte, einzeln nicht anerkennbare Leistungen
können von der Prüfungskommission zu einer anerkennbaren Leistung gebündelt werden. Ein
vergleichbarer Kompetenzerwerb ist so weit wie möglich zu berücksichtigen. Antragstellende
haben die für die Anerkennung erforderlichen Unterlagen vorzulegen.

(2) Bei der Anerkennung von Prüfungen erfolgt eine Kennzeichnung im Zeugnis. Bezogen auf die
Anerkennung sind Vereinbarungen mit anderen Universitäten möglich.

(3) Einschlägige berufspraktische Tätigkeiten können auf ggf. vorgeschriebene Praktika


angerechnet werden. Außerhalb von Hochschulen erbrachte Leistungen können unter den
Voraussetzungen des § 22 Abs. 6 HHG angerechnet werden.

(4) Werden Prüfungen für Module oder Modulbausteine anerkannt, sind die Noten– soweit die
Notensysteme vergleichbar sind – zu übernehmen und entsprechend der Ordnung des
Studiengangs in die Berechnung der Gesamtnote einzubeziehen. Soweit eine Umrechnung
erforderlich ist, erfolgt diese nach Maßgabe einer Richtlinie des Präsidiums. Auf die Anerkennung
wird im Zeugnis hingewiesen.

(5) Über die Anerkennung der Prüfung entscheidet die zuständige Prüfungskommission anhand
der gem. § 16 Abs. 1 vorgelegten Unterlagen unter Berücksichtigung des aktuellen
Wissensstandes. Bei ablehnenden Entscheidungen ist nachzuweisen, inwieweit die zur
Anerkennung vorgelegten Leistungen die entsprechenden Voraussetzungen nicht erfüllen. Module
oder Prüfungen aus einem zum Masterstudium berechtigenden Studiengang können nicht
anerkannt werden, wenn diese bereits für den Nachweis der fachlichen Eignung für diesen
Masterstudiengang herangezogen wurden.
Dies gilt auch für Module oder Prüfungen eines sonstigen, berufsqualifizierenden Abschlusses, der
zum Masterstudium berechtigt. Treten in diesem Zusammenhang Härtefälle auf, z.B. aufgrund
eines Wechsels der Fachrichtung, kann in Absprache mit der zuständigen Prüfungskommission ein
individueller Prüfungsplan erstellt werden, in dem alternativ zu belegende Module festgelegt
werden.

(6) Die Entscheidungen über die Anerkennung trifft die zuständige Prüfungskommission, falls
erforderlich unter Heranziehung von Prüfenden des betreffenden Fachs. Die zuständige
Prüfungskommission setzt ein Fachsemester fest. Studierende haben die für die Anerkennung
erforderlichen Unterlagen vorzulegen.

§ 17 Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienzeiten und Prüfungen

Die Anerkennung von im Ausland erbrachten Prüfungen erfolgt auf Antrag nach den
Bestimmungen des § 16.

§ 17 a Zugangsvoraussetzung zu Masterstudiengängen

(1) Die Fachbereiche legen in den Ordnungen der Studiengänge die Zugangsvoraussetzungen und
insbesondere die mitzubringenden Vorkenntnisse und Qualifikationen (Eingangskompetenzen) für
Masterstudiengänge fest.

(2) Die Eingangskompetenzen für einen konsekutiven Masterzugang ergeben sich aus dem
Kompetenzprofil des zum Masterstudiengang berechtigenden Bachelorstudiengangs oder ggf. der
zum Masterstudiengang berechtigenden Bachelorstudiengänge (Referenzstudiengang oder
Referenzstudiengänge). Zugangsvoraussetzung zu einem konsekutiven Masterstudiengang ist ein

15
Bachelorabschluss im Referenzstudiengang oder ein Studienabschluss in einem Studiengang, der
Eingangskompetenzen vermittelt, die nicht wesentlich verschieden zu den im Referenzstudiengang
vermittelten Eingangskompetenzen sind (vergleichbarer Studiengang).

(3) Die Eingangskompetenzen für Masterstudiengänge, die nicht unter Abs. 2 fallen und
weiterbildende Masterstudiengänge sind in der Anlage II zu den Ordnungen der Studiengänge
aufzuführen, insbesondere sind die geforderten Vorkenntnisse und Qualifikationen der
Bewerber*innen für die Masterstudiengänge zu beschreiben. Zugangsvoraussetzung zu einem
Masterstudiengang, der nicht unter Abs. 2 fällt, ist ein Studienabschluss in einem Studiengang, der
die Eingangskompetenzen vermittelt. Zugangsvoraussetzung zu einem weiterbildenden
Masterstudiengang ist zusätzlich eine qualifizierte berufspraktische Erfahrung von mindestens
einem Jahr. § 20 Abs. 3 HHG bleibt unberührt.

(4) Die Eingangsprüfung dient der Überprüfung der für das angestrebte Studium erforderlichen
Eingangskompetenzen. Die Eingangsprüfung besteht aus einer formellen Eingangsprüfung der im
Rahmen der Immatrikulation vorzulegenden schriftlichen Unterlagen und erforderlichenfalls aus
einer zusätzlichen materiellen Eingangsprüfung. Diese wird durchgeführt, wenn die erforderlichen
Eingangskompetenzen nicht bereits im Rahmen der formellen Prüfung positiv oder negativ geklärt
werden konnten.

a) Im Rahmen der formellen Eingangsprüfung sind das Zeugnis über den Studienabschluss,
das Diploma Supplement oder vergleichbare Unterlagen des zum Studienabschluss nach
Abs. 2 und 3 führenden Studiengangs vorzulegen.

b) Ergänzend können weitere Unterlagen zum Nachweis der Eingangskompetenzen in den


Ordnungen der Studiengänge festgelegt werden, insbesondere: Zulassungs- und
Eignungstests anderer Hochschulen; Zulassungs- und Eignungstests privater Anbieter
soweit diese die Qualitätsanforderungen erfüllen; Sprachtests, auch solche privater
Anbieter mit entsprechenden Standards. Im Falle kostenpflichtiger Tests ist eine
kostenfreie Alternative anzugeben.

c) Die Ordnungen der Studiengänge regeln die Form der materiellen Eingangsprüfung. Die
Prüfung kann aus einem schriftlichen, mündlichen oder aus einer Kombination beider
Prüfungsverfahren bestehen. Die Ordnungen der Studiengänge können weitere
Einzelheiten der materiellen Eingangsprüfung festlegen. Die materielle Eingangsprüfung
soll bei Bedarf EDV-gestützt durchgeführt werden, wenn die Einhaltung
prüfungsrechtlicher Grundsätze und datenschutzrechtlicher Anforderungen sichergestellt
werden können.

(5) Die Vorsitzenden der Prüfungskommissionen bestimmen den Zeitpunkt der materiellen
Eingangsprüfung und benennen zwei oder mehr Prüfende. Mindestens eine Person muss der
Professorengruppe angehören. Die weiteren Prüfenden können, wenn sie nicht der
Professorengruppe angehören, nach § 10 dieser Satzung prüfungsberechtigt sein. Die Prüfenden
entscheiden, ob Prüflinge die notwendigen Eingangskompetenzen für das angestrebte Studium
mitbringen. Bei nicht übereinstimmendem Votum mehrerer Prüfender entscheidet die
Prüfungskommission.

(6) §§ 15 Abs. 2 und 3 sowie 38 Abs. 1 und 3 gelten für die Eingangsprüfung entsprechend.

(7) Die Eingangsprüfung wird mit der Zulassungs- oder Ablehnungsentscheidung abgeschlossen.
Bescheinigungen über das Bestehen der Eingangsprüfung werden nicht ausgestellt. Die
Wiederholung der Eingangsprüfung im gleichen Bewerbungszeitraum ist ausgeschlossen.

16
(8) Die Zulassungsentscheidung kann mit der Auflage verbunden werden, einzelne Module
abzulegen. Die Auflagen müssen im Zulassungsbescheid aufgeführt werden, innerhalb von zwei
Semestern erfüllbar sein und dürfen einen Umfang von 30 CP nicht überschreiten. Ausgenommen
von der 30-CP-Grenze sind Studiengänge für das Lehramt an Beruflichen Schulen; es gilt die
Ordnung des jeweiligen Studiengangs. Die Auflagen sollen die Studierenden in die Lage versetzen,
fehlende Eingangskompetenzen während des Studiums an der Technischen Universität Darmstadt
nachzuholen. In den Auflagen werden die abzulegenden Module und der Zeitpunkt, bis zu dem
die Leistungen erbracht werden müssen, bestimmt. Werden die Auflagen nicht in der im
Zulassungsbescheid festgelegten Zeit erfüllt, wird die Immatrikulation in den Masterstudiengang
widerrufen.

(9) Werden im Rahmen der Eingangsprüfung fehlende Eingangskompetenzen festgestellt, deren


Aufarbeitung Leistungen im Umfang von mehr als 30 CP erforderlich machen, erfolgt keine
Zulassung zum Master-Studium. Ausgenommen von der 30-CP-Grenze sind Studiengänge für das
Lehramt an Beruflichen Schulen; es gilt die Ordnung des jeweiligen Studiengangs. Wird die
Zulassung abgelehnt, sind die sich Bewerbenden über die fehlenden Eingangskompetenzen und
gegebenenfalls über die zum Erwerb der fehlenden Eingangskompetenzen zu erbringenden
Module schriftlich, als Bestandteil des Ablehnungsbescheides, zu unterrichten.

Studienleistungen, Fachprüfungen und Abschlussarbeit

§ 18 Zulassungsvoraussetzungen

Die Ordnung des Studiengangs regelt, ob und in welcher Form Leistungen als Voraussetzung für
die Zulassung zu Prüfungen oder Modulen zu erbringen sind. Diese Leistungen müssen im
Studien- und Prüfungsplan aufgeführt werden.

§ 19 Prüfungstermine

(1) Fachprüfungen sollen in der Regel zweimal jährlich angeboten werden; Studienleistungen
werden im Rahmen der Möglichkeiten zweimal angeboten. Fachprüfungen finden in der Regel in
der vorlesungsfreien Zeit statt; Fachprüfungen außerhalb dieses Prüfungszeitraums können im
Einvernehmen mit der zuständigen Prüfungskommission stattfinden, wenn dies rechtzeitig vor
dem Beginn der Meldefrist bekannt gegeben wurde und die Melde- und Rücktrittsfristen beachtet
werden. In begründeten Sonderfällen können Prüfungssondertermine von der zuständigen
Prüfungskommission im Benehmen mit den jeweiligen Prüflingen und den bestellten Prüfenden
festgelegt werden. Dabei können in Ausnahmefällen mit Genehmigung der Prüfungskommission
abweichende Prüfungsformen vereinbart werden, wenn die Gleichwertigkeit gegeben ist.

(2) Das zuständige Studienbüro gibt im Einvernehmen mit den Prüfenden Termin, Zeit, Ort der
Prüfung sowie die Namen der Prüfenden und der Prüflinge möglichst frühzeitig im Campus-
Management-System bekannt. Für Klausuren erfolgt die Eintragung des Termins spätestens einen
Monat nach a) Beginn der Lehrveranstaltung bei Prüfungen im selben Semester, oder b) einen
Monat nach Beginn der Vorlesungszeit bei Prüfungen ohne Lehrveranstaltung im selben Semester.
§ 30 Abs. 2 bleibt unberührt. Muss aus zwingenden Gründen von diesem Termin abgewichen
werden, so ist die Neufestsetzung des Termins nur mit Genehmigung der Vorsitzenden der
zuständigen Prüfungskommissionen möglich. In diesem Fall sollen auch Termine nach § 30 Abs. 2
für alle Prüflinge geöffnet werden.

17
§ 20 Fachprüfungen und Studienleistungen

(1) Leistungspunkte werden für erfolgreich abgelegte Module vergeben. Die Ordnung des
Studiengangs legt im Studien- und Prüfungsplan Art, Umfang und Anzahl der Prüfungen nach § 5
Abs. 2 fest, die zum Bestehen eines Moduls erbracht werden müssen. Die Ordnung des
Studiengangs legt ebenso fest, mit welchem Gewicht jede Note in die Modulnote einfließt. Bei
Fachprüfungen, die als Gruppen- oder Tandem-Arbeiten durchgeführt werden, dürfen nur
individuelle Noten vergeben werden

(2) Zusätzlich zu den nach Abs. 1 im Studien- und Prüfungsplan aufgeführten Modulen haben
Prüflinge das Recht, in nicht zulassungsbeschränkten Studiengängen an der Technischen
Universität Darmstadt freiwillig zusätzliche Prüfungen im Rahmen von Modulen zu erbringen und
entsprechende Leistungspunkte zu erwerben. In zulassungsbeschränkten Studiengängen muss die
Zulassung zu den zugehörigen Modulen von der Prüfungskommission des zulassungsbeschränkten
Studiengangs genehmigt werden. Leistungspunkte und Prüfungen der Module nach Satz 1 werden
einschließlich eventueller Fehlversuche nur im Falle eines Studiengangwechsels anerkannt. In
Zweifelsfällen entscheidet die Prüfungskommission des neuen Studiengangs auf Antrag über eine
Anerkennung im neuen Studiengang.

(3) Studierende in einem Bachelorstudiengang können bis zu 30 CP als freiwillige


Zusatzprüfungen im Rahmen von Modulen aus einem entsprechenden konsekutiven
Masterstudiengang der Technische Universität Darmstadt anmelden und erwerben.
Leistungspunkte und Prüfungen der vorgezogenen Module werden einschließlich eventueller
Fehlversuche bei Aufnahme eines konsekutiven Masterstudiengangs angerechnet.

(4) Die Ausführungsbestimmungen können die Zulassung zu Prüfungen nach Abs. 3 von
erreichten Mindestleistungspunkten in dem Studiengang, in dem Prüflinge immatrikuliert sind,
oder von der Ableistung bestimmter Module in diesem Studiengang abhängig machen. Die
Ausführungsbestimmungen können zusätzlich für bestimmte Mastermodule, insbesondere
Abschlussmodule, die Möglichkeit zum Ablegen von Prüfungen in diesen Modulen bzw.
Abschlussmodulen ausschließen. Auch im Falle der vorgenannten Einschränkungen müssen
Masterleistungen nach Abs. 3 im Umfang von mindestens 30 CP wählbar sein.

§ 21 Auswahl der Prüfenden und Beisitzenden

(1) Im Regelfall werden die Prüfungen einer Lehrveranstaltung durch diejenige Person
abgenommen, welche die Lehrveranstaltung zuletzt abgehalten hat. Einer gesonderten Bestellung
bedarf es insoweit nicht.

(2) Ist eine Zuordnung gemäß Abs. 1 nicht möglich, nicht eindeutig gegeben oder soll von dieser
abgewichen werden, so bestellen die Vorsitzenden der für die Prüfung zuständigen
Prüfungskommissionen die Prüfenden sowie gegebenenfalls den oder die Zweit- oder
Drittprüfenden. Werden Module von mehreren Fachbereichen angeboten, erfolgt die Einsetzung
der Prüfenden im Einvernehmen der Vorsitzenden der Prüfungskommissionen. Wünsche der
Prüflinge sollen berücksichtigt werden, es besteht aber kein Rechtsanspruch auf bestimmte
Prüfende.

(3) Sofern die Prüflinge kein Vorschlagsrecht haben, sollen die Namen der Prüfenden rechtzeitig,
spätestens jedoch 14 Tage vor der jeweiligen Prüfung, im Campus-Management-System
bekanntgegeben werden. Sollte dies aufgrund einer kürzeren Anmeldefrist zur Prüfung nicht
möglich sein, sind die Namen unverzüglich, spätestens zum Zeitpunkt der möglichen
Prüfungsanmeldung im Campus-Management-System bekannt zu geben.

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(4) In begründeten Fällen können mehrere Prüfende gemeinsam für eine Prüfung bestellt werden.
Die Entscheidung hierüber treffen die Vorsitzenden der Prüfungskommissionen.

(5) Die Beisitzenden werden von den gemäß Abs. 1 zuständigen Personen oder den für die
Prüfung bestellten Prüfenden bestimmt.

(6) Bei der mündlichen Ergänzungsprüfung nach § 32 werden in der Regel diejenigen Personen zu
Prüfenden bestellt, die die vorangegangene Wiederholungsprüfung bewertet haben.

§ 22 Durchführung der Prüfungen

(1) Die Ordnung des Studiengangs regelt die Dauer der mündlichen Prüfung. Sie soll pro Person
und Prüfung mindestens 15 Minuten betragen. In den mündlichen Prüfungen können auch
schriftliche Aufgaben gestellt werden. Der Schwerpunkt liegt auf dem Prüfungsgespräch.
Mindestens ein(e) Beisitzende(r) muss stets zur Prüfung hinzugezogen werden, wenn die Prüfung
nur von einer prüfenden Person abgehalten wird. Vor der Festsetzung der Note hören die
Prüfenden die anderen an der Prüfung mitwirkenden Prüfenden oder die Beisitzenden.
Die Protokollierung der mündlichen Prüfung durch dritte Personen, die keine Prüfenden sind, ist
möglich.

(2) Mündliche Prüfungen erfolgen pro Prüfling in einem einzigen Termin. Mündliche Prüfungen
können als Gruppenprüfung mit höchstens fünf Prüflingen durchgeführt werden; die Prüfungszeit
verlängert sich entsprechend der Anzahl der Prüflinge. Die Prüfungsleistungen sind individuell zu
bewerten.

(3) Studierende, die sich in einem späteren Semester der gleichen mündlichen Prüfung
unterziehen wollen, sollen nach Maßgabe der räumlichen Verhältnisse als Zuhörende zugelassen
werden, es sei denn, die Prüflinge widersprechen. Die Zulassung erstreckt sich jedoch nicht auf die
Beratung und die Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse an die Prüflinge.

(4) Die wesentlichen Gegenstände und Ergebnisse der mündlichen Prüfung sind in einem
Protokoll festzuhalten. Das Ergebnis ist den Prüflingen im Anschluss an die mündliche Prüfung
bekannt zu geben und auf Verlangen zu begründen. Dies gilt auch für besondere Prüfungsformen
nach § 5 Abs. 3, soweit diese mündliche Prüfungen enthalten.

(5) Soweit nach der Ordnung des Studiengangs Aufsichtsarbeiten vorgesehen sind, sollen
Prüflinge darin nachweisen, dass sie in begrenzter Zeit und mit definierten Hilfsmitteln Probleme
mit den geläufigen Methoden ihres Prüfungsfaches erkennen und Wege zur Lösung finden
können. Die Mindestdauer pro Aufsichtsarbeit beträgt 45 Minuten.

(6) Sieht die Ordnung des Studiengangs besondere Prüfungsformen nach § 5 Abs. 3 Satz 2 vor, ist
eine Mindestdauer entsprechend Absatz 5 festzulegen.

(7) Ohne Aufsicht angefertigte schriftliche Arbeiten und Abschlussarbeiten (beispielsweise Referat,
Hausarbeit, Projektarbeit, Thesis) sind von den Prüflingen mit einem Nachweis aller benutzter
Quellen, einschließlich der Quellen aus dem Internet, und aller sonstigen Hilfsmittel zu versehen.
§ 15 Abs. 2 und 4 gelten entsprechend. Außerdem ist eine unterschriebene Erklärung beizufügen,
dass sie die Arbeit selbstständig verfasst und alle genutzten Quellen angegeben haben. Die
unterschriebene Erklärung ist als elektronisches Dokument einzureichen und in die Arbeit zu
integrieren. Ein zusätzliches, unterschriebenes Exemplar der Erklärung wird zur Prüfungsakte
gegeben.

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(8) Die Einreichung einer elektronischen Fassung für die Abschlussarbeit gem. § 23 Abs. 1 ist in
§ 23 Abs. 7 gesondert geregelt. Die Prüfenden können für alle anderen ohne Aufsicht angefertigten
schriftlichen Arbeiten von den Prüflingen eine druckbare und durchsuchbare elektronische
Fassung verlangen. Prüfende haben das Recht, sich für die Korrektur eine Papierversion zu
erstellen. Das Dateiformat legen die Prüfenden im Benehmen mit den Prüflingen fest. Die
Prüflinge müssen die Möglichkeit haben, dieses Dateiformat zu erstellen, ohne dass ihnen dadurch
Kosten entstehen. Die durchsuchbare elektronische Fassung ist innerhalb der Bearbeitungsfrist bei
den Prüfenden einzureichen. Ein Rücktritt ist in entsprechender Anwendung von § 15 Abs. 2 bis
zum Abgabetermin möglich. Die Ausführungsbestimmungen können für schriftliche
Prüfungsarbeiten nach Satz 1, die für alle Prüflinge den gleichen Ausgabe- und Abgabezeitpunkt
haben (z.B. Entwürfe), besondere Regelungen zur Bearbeitungszeit und – unbeschadet der §§ 15
und 24 sowie der §§ 30 bis 32 – den Zeitpunkt der Wiederholung vorsehen.

(9) Bei von den Prüfenden als unzumutbar bewerteten Prüfungsbedingungen kann die
Aufsichtsperson nach Absprache mit den Prüfenden ggf. Ausgleichsmaßnahmen (z.B. bei
Aufsichtsarbeiten eine Schreibzeitverlängerung im Umfang der Störung 1:1) gewähren.

§ 22a Prüfungsleistungen im Antwort-Wahl-Verfahren

(1) Schriftliche Aufsichtsarbeiten können Aufgaben im Antwort-Wahl-Verfahren enthalten, bei


denen eine Prüfungsfrage durch Auswahl aus mehreren vorformulierten Antworten beantwortet
wird (Mehrfach-Wahl-Aufgabe). Diese Aufgaben dürfen den Anteil von 50 % der
Gesamtpunktezahl i.d.R. nicht übersteigen. Falls der Anteil von Mehrfach-Wahl-Aufgaben größer
als 50 % sein soll, bedarf es der Zustimmung des Fachbereichsrates des die Prüfung
durchführenden Fachbereichs.

(2) In Prüfungen mit Mehrfach-Wahl-Aufgaben haben die Prüflinge anzugeben, welche der mit
der Aufgabe vorformulierten Antworten als zutreffend angesehen werden. Bei jeder Aufgabe muss
in der Aufgabenstellung die Anzahl der zutreffenden Antworten und damit die Anzahl der
maximal anzugebenden Antworten angegeben werden. Eine Mehrfach-Wahl-Aufgabe wird als
nicht gelöst gewertet, wenn die Anzahl der zulässigen Antwortmöglichkeiten überschritten ist. Ein
Punktabzug für falsche Antworten (Negativpunkte) ist unzulässig.

(3) Schriftliche Prüfungen, die ausschließlich aus Aufgaben nach Abs. 1 Satz 1 bestehen,
sind bestanden, wenn

a) 60 % der möglichen Punkte erreicht wurden

oder

b) die Zahl der erreichten Punkte nicht mehr als 25 % unter der durchschnittlichen
Prüfungsleistung aller Prüflinge liegt.

(4) Stellen sich einzelne Mehrfach-Wahl-Aufgaben als fehlerhaft heraus, dürfen diese bei der
Feststellung des Prüfungsergebnisses nicht berücksichtigt werden.

(5) Besteht eine schriftliche Prüfung teilweise aus Mehrfach-Wahl-Aufgaben und ist dieser Teil
gesondert zu bestehen, so gelten die vorstehenden Absätze nur für diese Aufgabenteile.

20
§ 23 Abschlussarbeit

(1) Die Abschlussprüfung ist eine Fachprüfung, die im Rahmen eines Abschlussmoduls abgelegt
wird und für die Wiederholungsregeln gem. § 31 Abs. 2 und gesonderte Prüfungsberechtigungen
gelten. Die Abschlussprüfung besteht aus einer ohne Aufsicht angefertigten schriftlichen
Ausarbeitung des Themas (Abschlussarbeit). Die Abschlussarbeit ist im Bachelorstudiengang die
Bachelorthesis, im Masterstudiengang die Masterthesis. Zusätzlich kann in der Ordnung des
Studiengangs eine öffentliche Präsentation eines Abschlussvortrages als Bestandteil des
Abschlussmoduls festgelegt werden. Das gesamte Abschlussmodul erhält eine Note.

(2) Die Ausführungsbestimmungen können die Ausgabe der Aufgabenstellung davon abhängig
machen, dass Prüflinge eine Mindestanzahl von Leistungspunkten oder den Abschluss in der
Ordnung des Studiengangs benannter Module erzielt haben.

(3) Prüflinge können den Vorsitzenden der Prüfungskommissionen eine nach § 26 Abs. 2
prüfungsberechtigte Person vorschlagen. In begründeten Fällen kann durch die
Prüfungskommission von dem Vorschlag der Prüflinge abgewichen werden. Die Wünsche der
Prüflinge bei der Themenstellung sind nach Möglichkeit zu berücksichtigen. Die
Ausführungsbestimmungen können vorsehen, dass die Themenstellung der Genehmigung der
Prüfungskommission bedarf.

(4) Die Abschlussarbeit darf mit Zustimmung der Vorsitzenden der Prüfungskommissionen an
einem anderen Fachbereich der Technische Universität Darmstadt oder in einer Einrichtung
außerhalb der Universität ausgeführt werden, wenn die Betreuung und Bewertung durch ein
Mitglied der Professorengruppe des den Grad verleihenden Fachbereichs gesichert ist. Wird die
Abschlussarbeit an einem anderen Fachbereich der Technische Universität Darmstadt ausgeführt,
kann die Betreuung und Bewertung auch ein Mitglied der Professorengruppe dieses Fachbereichs
übernehmen.

(5) Die Ausführungsbestimmungen regeln die Frist, innerhalb der die Abschlussarbeit anzufertigen
und einzureichen ist. Die Ausgabe des Themas und die Abgabe der Abschlussarbeit sind
aktenkundig zu machen. Die Frist für die Anfertigung der Abschlussarbeit darf 26 Wochen nicht
überschreiten; in besonderen Fällen kann eine längere Frist vorgesehen werden. Das Thema muss
so beschaffen sein, dass es innerhalb der gesetzten Frist bearbeitet werden kann. Die Frist kann
von der Prüfungskommission in begründeten Fällen um die Hälfte der Bearbeitungszeit, höchstens
aber um 13 Wochen, verlängert werden. In Fällen des Teilzeitstudiums kann die Verlängerung der
Bearbeitungsfrist über 13 Wochen hinausgehen. Fällt die Anfertigung der Abschlussarbeit in ein
Teilzeitsemester, so verlängert sich die Bearbeitungszeit entsprechend. § 15 Abs. 2 und 4 gelten
entsprechend. Für Abschlussarbeiten, die für alle Prüflinge eines Semesters den gleichen Ausgabe-
und einen einheitlichen verbindlichen Abgabezeitunkt haben, können die
Ausführungsbestimmungen Ausnahmen von Satz 6, 7 und Abs. 6 vorsehen. In diesem Falle ist ein
Rücktritt in entsprechender Anwendung von § 15 Abs. 2 bis zum Abgabezeitpunkt möglich.

(6) Prüflinge können bis zur Hälfte der vorgesehenen Bearbeitungszeit, längstens aber innerhalb
von acht Wochen, das gestellte Thema ohne Begründung einmal zurückgeben, ohne dass dies als
Prüfungsversuch gewertet wird. Nach der Rückgabe soll baldmöglichst ein neues Thema
ausgegeben und damit die vorgesehene Bearbeitungszeit neu ausgelöst werden. Eine Rückgabe
des neu gestellten Themas ist ausgeschlossen.

(7) Abschlussarbeiten sind in durchsuchbarer elektronischer Form zusammen mit der Erklärung
gem. § 22 Abs. 7 einzureichen. Enthält die Abschlussarbeit Modelle oder sonstige nicht in
Textform darstellbare Teile, werden diese in geeigneter Weise, beispielsweise durch eine
Bilddokumentation ersetzt. Alle Abschlussarbeiten werden für die Dauer der Aufbewahrungsfristen

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universitätsintern zentral elektronisch gespeichert. Die Einzelheiten des Verfahrens legt das
Präsidium fest. Mit der Einreichung der Arbeit überträgt der Prüfling der Technische Universität
Darmstadt das Recht, die Abschlussarbeit elektronisch durch die Universitäts- und
Landesbibliothek Darmstadt zu speichern und, soweit notwendig, an die Prüfenden weiter zu
geben. Sollten als Anlage zur Abschlussarbeit weitere Daten in elektronischer Form abzugeben
sein, so legen die Prüfenden das Dateiformat und den Ablageort für die Abgabe dieser Anlagen
fest. Die Dateiformate legen die Prüfenden im Benehmen mit den Prüflingen fest. Wenn möglich,
sollen Open Source Formate zugelassen werden. Die Prüflinge müssen die Möglichkeit haben,
diese Dateiformate zu erstellen, ohne dass ihnen dadurch Kosten entstehen.

(8) Abschlussarbeiten können auf Antrag der Prüflinge mit Zustimmung der Betreuenden
universitätsintern zugänglich gemacht werden. Mit Zustimmung der Prüfungskommission kann
die Zugänglichkeit der Abschlussarbeit auf Antrag der Prüflinge verschoben werden
(Sperrvermerk), wenn dies zur Sicherung gewerblicher Schutzrechte erforderlich ist oder ein
sonstiges berechtigtes Interesse glaubhaft gemacht wird. Ein Rechtsanspruch auf Veröffentlichung
besteht nicht.

§ 24 Nachteilsausgleich und Familienförderung in Prüfungen

(1) Im Prüfungsverfahren ist auf Art und Schwere einer Behinderung oder Krankheit der Prüflinge
Rücksicht zu nehmen. Machen Prüflinge glaubhaft, dass ihnen wegen einer Beeinträchtigung
(Behinderung beziehungsweise einer schweren oder chronischen Erkrankung) die Ableistung einer
Prüfung in der Ordnung des Studienganges vorgesehenen Weise nicht oder nur erschwert möglich
ist, wird ein Nachteilsausgleich gewährt. Bei der Organisation des Studiums und der Prüfungen ist
auf die Belange der Personen nach S. 1 Rücksicht zu nehmen. Ein Antrag soll möglichst zu Beginn
des Semesters gestellt werden. Auf Verlangen ist ein ärztliches - in Zweifelsfällen amtsärztliches -
Attest vorzulegen.

(2) Belastungen durch Schwangerschaft, die Erziehung von Kindern oder durch die Betreuung von
pflegebedürftigen Angehörigen ist Rechnung zu tragen. Sofern diese APB oder die Ordnung des
Studiengangs Fristen für die Erbringung bestimmter Leistungen vorsehen, werden diese auf
Antrag um die gesetzlichen Mutterschutzfristen verlängert. Auf Antrag kann weiterhin auch eine
angemessene Verlängerung der Fristen gewährt werden, wenn nachgewiesene Belastungen gemäß
Satz 1 vorliegen.

(3) Die Entscheidung, ob ein Nachteilsausgleich nach Abs. 1 und 2 zu gewähren ist, trifft eine vom
Fachbereich beauftragte Person. Legt ein Prüfling zu Beginn des Semesters eine ärztliche
Bescheinigung im Studienbüro vor, die eine Beeinträchtigung für einen bestimmten Zeitraum
nachweist, kann die Prüfungskommission grundsätzlich einen Nachteilsausgleich für diesen
Zeitraum gewähren. Die konkrete Ausgestaltung des Nachteilsausgleichs obliegt den Prüfenden,
die diese zum frühestmöglichen Zeitpunkt festlegen und den betroffenen Prüflingen mitteilen.
Gegen die Entscheidung zur Ausgestaltung des Nachteilsausgleichs können die betroffenen
Prüflinge bei der Prüfungskommission schriftlich begründet Einspruch einlegen. Ein
Widerspruchsverfahren gem. § 33a bleibt unberührt.

22
Bewertung der Prüfungs- und Studienleistungen

§ 25 Bildung und Gewichtung der Noten

(1) Die Noten für die einzelnen Prüfungen werden von den jeweiligen Prüfenden festgesetzt. Auf
Verlangen der Prüflinge sind die wesentlichen Gründe für diese Entscheidung mitzuteilen. Das
Bewertungssystem (BWS) jeder Prüfung muss in der Ordnung des Studiengangs festgeschrieben
sein. Für die Benotung der Prüfungen gibt es die BWS „Standard“ und „bestanden/nicht
bestanden“. Noten nach dem BWS „bestanden/nicht bestanden“ werden bei der Notenbildung
nicht berücksichtigt. Für das BWS „Standard“ sind folgende Noten zu verwenden:

Note 1 = sehr gut. Eine hervorragende Leistung;


Note 2 = gut. Eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt;
Note 3 = befriedigend. Eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht;
Note 4 = ausreichend. Eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt;
Note 5 = nicht ausreichend. Eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen
nicht mehr genügt.

Zur differenzierten Bewertung der Fachprüfungen und Studienleistungen können einzelne Noten
um 0,3 erhöht oder gesenkt werden; die Noten 0,7; 4,3; 4,7 und 5,3 sind dabei ausgeschlossen.

(2) Bei der Bildung der Note können Prüfende den rechnerisch ermittelten Notenwert der
Prüfungsnote um bis zu 0,4 verbessern (Bonusregelung), wenn dies aufgrund des
Gesamteindrucks dem Leistungsstand von Prüflingen besser entspricht und die Abweichung keinen
Einfluss auf das Bestehen hat; hierbei sind insbesondere die Leistungen in Übungen oder sonstigen
Lehrveranstaltungen zu berücksichtigen. Die Bedingungen für den Erwerb und die Zeitpunkte der
Verwendung des Bonus sollen zu Beginn der Lehrveranstaltung bekanntgegeben werden. Die
Fachbereiche können in der Modulbeschreibung für den Zeitraum der Genehmigung der Ordnung
des Studienganges geltende Regelungen treffen, die eine Notenverbesserung um bis zu 1,0
ermöglichen. Die Begründung für die Notenverbesserung ist nachvollziehbar zu dokumentieren.

(3) Die Modulnote errechnet sich aus den gewichteten Noten der Fachprüfungen und
Studienleistungen dieses Moduls. Mit welchem Gewicht diese Noten in die Modulnote einfließen,
wird in der Ordnung des Studiengangs festgelegt. Die Modulnote hat das Bewertungssystem
(BWS) „Standard“, wenn mindestens eine der im Modul enthaltenen Fachprüfungen oder
Studienleistungen, die in die Modulnote einfließen soll, das BWS „Standard“ hat. Prüfungen mit
dem BWS „bestanden/ nicht bestanden“ werden in diesem Fall bei der Bildung der Modulnote
nicht berücksichtigt. Falls nur Noten des BWS „bestanden/nicht bestanden“ enthalten sind, ist die
Modulnote „bestanden/nicht bestanden“.

(4) Zur Berechnung der Modulnote mit dem BWS „Standard“ werden die ersten drei
Dezimalstellen hinter dem Komma berücksichtigt; alle weiteren Stellen werden ohne Rundung
gestrichen. Daraus ergeben sich folgende Notenstufen:

1,0 bis 1,199 = 1,0 (sehr gut)


1,2 bis 1,599 = 1,3 (sehr gut)
1,6 bis 1,899 = 1,7 (gut)
1,9 bis 2,199 = 2,0 (gut)
2,2 bis 2,599 = 2,3 (gut)
2,6 bis 2,899 = 2,7 (befriedigend)
2,9 bis 3,199 = 3,0 (befriedigend)
3,2 bis 3,599 = 3,3 (befriedigend)

23
3,6 bis 3,899 = 3,7 (ausreichend)
3,9 bis 4,099 = 4,0 ( ausreichend )
ab 4,1 = 5,0 (nicht bestanden)

(5) Sieht die Ordnung eines Studiengangs in einem Bereich die Wahl zwischen Modulen vor, so
werden zur Berechnung der Gesamtnote die Modulnoten des Bereichs, beginnend mit der besten
Leistung, bis zur vorgeschriebenen Anzahl der Leistungspunkte berücksichtigt. Hierzu werden die
erbrachten Modulnoten mit dem BWS „Standard“ zunächst nach der erzielten Note aufsteigend
gereiht. Die Modulnoten mit dem BWS „bestanden/nicht bestanden“ und der überschießende
Anteil werden bei der Berechnung der Gesamtnote nicht berücksichtigt.

(6) Die Noten werden durch eine Statistik der Gesamtnote des Studiengangs im Diploma
Supplement ergänzt. Dabei werden die relative Häufigkeit und die kumulierte Häufigkeit der
Gesamtnoten des Studiengangs der vergangenen drei akademischen Jahre bekannt gegeben.
Einzelheiten zur Erstellung der Statistik legt die Präsidentin oder der Präsident unter
Berücksichtigung der europäischen Rahmenvorgaben fest.

§ 26 Bewertung der Prüfungen

(1) Die Noten werden grundsätzlich von den Prüfenden der jeweiligen Prüfung festgelegt. Bei
Abnahme der Prüfung durch mehrere Prüfende wird die Note aus dem arithmetischen Mittel der
Noten errechnet und wiederum in eine Standardnote überführt. Ist die Abweichung zwischen den
Noten größer als 0,7, entscheidet die Prüfungskommission nach Anhörung der beteiligten
Prüfenden über die endgültige Bewertung. Bei diesen Entscheidungen ist die studentische
Vertretung (§ 7 Abs. 3) nicht stimmberechtigt.

(2) Die Abschlussarbeit wird von einem Mitglied der Professor*innengruppe der Technische
Universität Darmstadt ausgegeben, betreut und bewertet (Erstgutachtende). Darüber hinaus
können promovierte Mitglieder der Gruppe der wissenschaftlichen Mitarbeiter, sowie
Privatdozierende, außerplanmäßige Professor*innen sowie Honorarprofessor*innen sowie
ausgeschiedene Gast-/Vertretungs-/ordentliche Professor*innen mit einem die Ausgabe,
Betreuung und Bewertung beinhaltenden Lehrauftrag als Erstgutachtende betraut werden. Die
Abschlussarbeit muss von der prüfungsberechtigten Person nach Satz 1 oder 2 in Ansehung des
Votums
einer weiteren prüfenden oder beisitzenden Person schriftlich beurteilt werden. Eine wiederholte
Abschlussarbeit ist von zwei Prüfenden nach S. 1 oder 2 zu beurteilen; die Note wird nach Abs. 1
bestimmt. Die Ausführungsbestimmungen können vorsehen, dass die Bewertung der
Abschlussarbeit durch die Prüfungskommission erfolgt. Die Note der Abschlussarbeit wird nach
Abs. 1 ermittelt. Liegen die Noten der Gutachtenden weiter als 0,7 auseinander, entscheidet die
Prüfungskommission - ggf. nach Einholung eines dritten Gutachtens - über die Bewertung.

(3) Die schriftliche Beurteilung der Abschlussarbeit wird Bestandteil der Prüfungsakte. Das
Bewertungsverfahren soll sechs Wochen nicht überschreiten. Wird außer im Falle der Bewertung
der Abschlussarbeit durch die Prüfungskommission die Abschlussarbeit mit
„nicht ausreichend“ bewertet, so ist das Urteil einer(s) weiteren Professor*in durch die
Vorsitzenden der Prüfungskommissionen einzuholen. Die Prüfungskommissionen entscheiden
nach Anhörung der an der Prüfung beteiligten Personen über die endgültige Bewertung. Bei
diesen Entscheidungen ist die studentische Vertretung (§ 7 Abs. 3) nicht stimmberechtigt. Liegt
der Grund des Nichtbestehens in der Überschreitung der Einreichungsfrist, genügt eine
Feststellung dieses Grundes für das Nichtbestehen durch die Prüfungskommission.

24
§ 27 Bestehen und Nichtbestehen

(1) Eine Prüfung mit dem BWS „Standard“ ist bestanden, wenn die Note mindestens
„ausreichend“ (4,0) ist. Eine Prüfung, die mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet wird, ist nicht
bestanden.

(2) Ein Modul ist bestanden, wenn alle erforderlichen Prüfungen des Moduls bestanden sind.
Nicht bestandene Prüfungen eines Moduls müssen wiederholt und abgeschlossen werden, sofern
das Modul nicht gemäß § 30 Abs. 3 - 5 abgewählt wurde.
Ein Modul ist endgültig nicht bestanden, wenn mindestens eine der erforderlichen Fachprüfungen
des Moduls endgültig nicht bestanden ist.

(3) Die Gesamtprüfung ist bestanden, wenn sämtliche gemäß der Ordnung des Studiengangs
erforderlichen Module einschließlich des Abschlussmoduls bestanden sind.

(4) gestrichen

(5) gestrichen

(6) Wird die Abschlussarbeit nicht innerhalb der Abgabezeit eingereicht, wird sie als „nicht
ausreichend“ erklärt. § 23 Abs. 5 Satz 4, 6 und 7 bleiben unberührt.

(7) Haben Prüflinge einzelne Prüfungen nicht bestanden oder sind Abschlussarbeiten nicht
mindestens mit „ausreichend“ bewertet worden, so wird ihnen dieses Ergebnis persönlich von den
jeweiligen Prüfenden oder elektronisch im Campus-Management- System bekannt gegeben.

(8) Im Übrigen gelten die Vorschriften des § 15 Abs. 2 bis 4.

§ 28 Gesamtnote

(1) Die Gesamtnote der Bachelor- und Masterprüfungen wird aus den Modulnoten errechnet.

(2) Für die Bildung der Gesamtnote gilt § 25 Abs. 1 und 3 entsprechend. Die Ordnung des
Studiengangs kann vorsehen, dass einzelne Modulnoten bei der Bildung der Gesamtnote
besonders gewichtet werden und/oder eine Gewichtung entsprechend der den Modulen
zugeordneten Leistungspunkte vorsehen. Von dem so errechneten Wert werden die ersten zwei
Dezimalstellen hinter dem Komma berücksichtigt; alle weiteren Stellen werden ohne Rundung
gestrichen.

(3) Die Gesamtnote lautet:

bei einem Durchschnitt von 1,0 bis 1,59 = sehr gut


bei einem Durchschnitt von 1,6 bis 2,59 = gut
bei einem Durchschnitt von 2,6 bis 3,59 = befriedigend
bei einem Durchschnitt von 3,6 bis 4,09 = ausreichend
bei einem Durchschnitt ab 4,1 = nicht ausreichend

(4) Bei überragenden Leistungen in der Bachelor- oder Masterprüfung kann von der
Prüfungskommission auch das Gesamturteil „mit Auszeichnung bestanden“ erteilt werden. Bei
dieser Entscheidung ist die studentische Vertretung (§ 7 Abs. 3) nicht stimmberechtigt.

25
§ 29 Zusammenstellung der Prüfungsergebnisse

(1) Die Benotung der Prüfungen werden möglichst innerhalb von acht Wochen nach dem
Prüfungstermin, spätestens bis zum Beginn der Prüfungsanmeldephase der
Wiederholungsprüfung, im Campus-Management-System bekannt gegeben.
Auf Antrag kann auch durch das zuständige Studienbüro oder das Zentrum für Lehrerbildung eine
Zusammenstellung der Leistungen (Leistungsübersicht) ausgehändigt werden, die die Ergebnisse
der Fachprüfungen, Studienleistungen und die Benotung der Abschlussarbeit enthält. Darin
werden die Ergebnisse jeweils mit Prüfungsname, Datum, Note und Leistungspunkten
festgehalten. Der Name der Prüfenden kann mit ausgegeben werden.

(2) Nach Bekanntgabe der Benotung einer schriftlichen Prüfung bieten die Prüfenden zeitnah
einen Termin zur Einsicht in die Prüfungsarbeit, die Korrekturanmerkungen und die Bewertung
an; dieser kann als Gruppentermin organisiert werden. Hierbei werden den Prüflingen Einsicht in
die schriftliche Prüfungsarbeit, die darauf bezogenen Gutachten, und das Prüfungsprotokoll
gewährt. Falls vorhanden, sind die Bewertungsskala, die Bewertungskriterien, und der
Berechnungsschlüssel während der Einsichtnahme offenzulegen. Während der Einsichtnahme sind
handschriftliche Notizen erlaubt. Über das Abfotografieren oder Anfertigen von Kopien
entscheiden die Prüfer*innen nach pflichtgemäßem Ermessen. Die Entscheidung ist auf Grundlage
der objektiven Umstände zu treffen.

(3) Nach der Bekanntgabe der Benotung einer Prüfung und nach Abschluss der Gesamtprüfung
wird den Prüflingen auf Antrag Einsicht gemäß Abs. 2 gewährt, wenn nicht schon zuvor die
Einsichtnahme gemäß Abs. 2 erfolgt ist. Der Antrag ist beim zuständigen Studienbüro innerhalb
eines Jahres nach dem Ende der Prüfung oder der Gesamtprüfung zu stellen.

(4) Für Täuschungsversuche während der Einsichten nach Abs. 2 und 3 gilt § 38 entsprechend.

Prüfungen; Nichtbestehen der Gesamtprüfung

§ 30 Wiederholung der Prüfung

(1) Bestandene Prüfungen können nicht wiederholt werden. Nicht bestandene Fachprüfungen
können zwei Mal wiederholt werden. Studienleistungen, die mit „nicht ausreichend“ (Note 5)
bewertet werden oder als nicht bestanden gelten, können bis zum Bestehen wiederholt werden.
Nicht bestandene Fachprüfungen (Fehlversuche), die bei Erfolg nach § 16 anzuerkennen wären,
werden als Prüfungsversuch angerechnet. Die zuständige Prüfungskommission kann auf Antrag in
besonderen Fällen, insbesondere einem Studiengangwechsel, von einer Anrechnung absehen.

(1a) Die Ordnungen der Studiengänge können vorsehen, ob und für welche Prüfungen Prüflinge
freiwillig eine bestandene Prüfung je Studiengang einmalig zwecks Notenverbesserung
wiederholen können. Im Falle des Bestehens wird die Note der freiwilligen Wiederholungsprüfung
zur Berechnung der Modulnote herangezogen; die ursprüngliche Note findet keine
Berücksichtigung. Im Falle des Nicht-Bestehens gilt die freiwillige Wiederholungsprüfung
hinsichtlich der Berechnung der Gesamtnote nach § 25 Abs. 2, des Bestehens der Gesamtprüfung
nach § 27 Abs. 3 und des endgültigen Nicht-Bestehens eines Moduls nach § 27 Abs. 2 oder der
Gesamtprüfung nach § 33 als nicht unternommen. Eine zweite freiwillige Wiederholung ist
ausgeschlossen.

26
(2) Mit Zustimmung der Prüfungskommission können die Prüfer einen zeitnahen
Wiederholungstermin einer Prüfung anbieten und die Teilnahme auf die Prüflinge beschränken,
die in dem vorangegangenen Prüfungstermin keine ausreichende Leistung erzielt haben.

(3) Pflichtmodule müssen abgeschlossen werden. Lässt die Ordnung eines Studiengangs die Wahl
von Modulen zu, ist ein uneingeschränkter Modulwechsel gem. Abs. 6 möglich, soweit in Abs. 5
keine abweichende Regelung getroffen wird. In solchen Bereichen muss ein Modul nicht
abgeschlossen werden.

(4) Sieht die Ordnung eines Studiengangs eine Wahl mit einer Schwerpunktsetzung vor (im
Studien- und Prüfungsplan als Typ § 30 Abs. 4 gekennzeichnet; z.B. Nebenfächer oder Profile),
kann auf Antrag diese Schwerpunktsetzung nach Maßgabe der Ausführungsbestimmungen aus
wichtigem Grund gewechselt werden. In diesem Fall entfallen für die Module, die nach dem
Wechsel nicht mehr in den Abschluss eingehen, die ansonsten nach § 27 Abs. 2 Satz 2
erforderlichen Wiederholungsprüfungen. Der Wechsel bedarf der Zustimmung der
Prüfungskommission, die erforderlichenfalls die entsprechenden Änderungen des Prüfungsplans
vornimmt und die neu gewählte Schwerpunktsetzung genehmigt.

(5) Sieht die Ordnung eines Studiengangs in einem Bereich die Wahl zwischen Modulen vor, so
kann die Ordnung diesen als Bereich mit eingeschränktem Modulwechsel festlegen (im Studien-
und Prüfungsplan als Typ § 30 Abs. 5 gekennzeichnet). In einem solchen Bereich kann einmalig
ein nicht abgeschlossenes Modul auf Antrag abgewählt werden, so dass die nach Abs. 1
erforderlichen Wiederholungsprüfungen entfallen und das Modul nicht auf dem Zeugnis
ausgewiesen wird; Fehlversuche werden in diesem Fall nicht angerechnet. Die
Prüfungskommission kann auf begründeten Antrag einen weiteren Wechsel genehmigen.
Gegebenenfalls erforderliche Änderungen des Prüfungsplans sind von den Prüflingen zu
beantragen.

(6) Sieht die Ordnung eines Studiengangs in einem Bereich die Wahl zwischen Modulen vor, so
kann die Ordnung diesen als Bereich mit uneingeschränktem Modulwechsel festlegen (im Studien-
und Prüfungsplan als Typ § 30 Abs. 6 gekennzeichnet). In einem solchen Bereich kann beliebig oft
ein nicht abgeschlossenes Modul abgewählt werden, so dass die nach Abs. 1 erforderlichen
Wiederholungsprüfungen entfallen und das Modul nicht auf dem Zeugnis ausgewiesen wird;
Fehlversuche werden in diesem Fall nicht angerechnet. Gegebenenfalls erforderliche Änderungen
des Prüfungsplans sind von den Prüflingen zu beantragen.

§ 31 Zweite Wiederholung

(1) Eine zweite Wiederholung einer Fachprüfung ist möglich. Die zweite Wiederholungsprüfung
ist im Falle einer mit „nicht bestanden“ bewerteten schriftlichen Fachprüfung von einer weiteren
Prüferin oder einem weiteren Prüfer zu bewerten. Die zweite Wiederholung einer mündlichen
Fachprüfung ist von mehreren Prüfenden (Kollegialprüfung) abzuhalten. Steht für ein Fach nur
eine prüfende Person nach § 10 Abs. 1 zur Verfügung, muss eine weitere prüfende Person nach
§ 10 Abs. 3 bestellt werden. Prüflinge können zusätzlich eine Beisitzerin oder einen Beisitzer
vorschlagen. Die zweite Wiederholungsprüfung einer schriftlichen Fachprüfung kann im
Einvernehmen von Prüfenden und Prüflingen auch mündlich erfolgen. Vor der Festsetzung der
Note ist das Votum aller an der Bewertung mitwirkenden Prüfenden und die Stellungnahme der
Beisitzenden einzuholen. Bei nicht übereinstimmender Beurteilung entscheidet die
Prüfungskommission nach Anhörung der beteiligten Prüfenden über die endgültige Bewertung.

(2) Eine zweite Wiederholung der Abschlussarbeit ist ausgeschlossen.

27
(3) Der für den Studiengang verantwortliche Fachbereich muss nach jeder nicht bestandenen
Wiederholungsprüfung eine eingehende allgemeine Studienberatung der Prüflinge in dem den
Studiengang verantwortenden Fachbereich anbieten. Dieses Angebot soll sowohl eine allgemeine
Studienberatung als auch eine Beratung von fachspezifischen Fragestellungen einbeziehen.

(4) Die Ausführungsbestimmungen können einen bestimmten Termin für die


Wiederholungsprüfung vorsehen.

§ 32 Mündliche Ergänzungsprüfung

(1) Auf Antrag kann einmalig pro Studiengang in einer nicht bestandenen schriftlichen zweiten
Wiederholungsprüfung einer Aufsichtsarbeit eine mündliche Ergänzungsprüfung abgelegt werden.
Dies ist nicht möglich, wenn bereits in einem anderen Studiengang eine mündliche
Ergänzungsprüfung abgelegt wurde, die in dem Pflichtbereich des Studiengangs anerkannt
werden kann, in welchem der Antrag gestellt wurde. Der Antrag muss innerhalb von vier Wochen
Monats nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses im zuständigen Studienbüro gestellt werden
(Ausschlussfrist). Geht kein Antrag innerhalb dieser Frist ein, ist die Fachprüfung endgültig nicht
bestanden. Der Anspruch auf eine mündliche Ergänzungsprüfung ist verwirkt, wenn die Prüflinge
an der schriftlichen Prüfung nicht teilgenommen haben, keine Bearbeitung der Aufgaben
vorgenommen haben oder die Prüfung nach § 38 für nicht ausreichend erklärt wird. Den Termin
der mündlichen Ergänzungsprüfung setzen die zuständigen Prüfenden zum frühestmöglichen
Zeitpunkt fest. Die mündliche Ergänzungsprüfung ist spätestens acht Wochen nach Bekanntgabe
des Prüfungsergebnisses durchzuführen. 7Danach erlischt ein Anspruch auf Durchführung einer
mündlichen Ergänzungsprüfung, es sei denn die Prüfenden haben das Versäumnis zu vertreten
oder der Prüfling weist durch ein ärztliches Attest eine krankheitsbedingte Verhinderung nach
oder hat andere ähnliche schwerwiegende Gründe vorzuweisen. In Rücktrittsfällen entscheidet
gemäß § 15 Abs. 6 die Vorsitzende oder der Vorsitzende der Prüfungskommission und veranlasst
gegebenenfalls die Festsetzung eines neuen Prüfungstermins durch die Prüferin/ oder den Prüfer.
In Zweifelsfällen, insbesondere wiederholter Krankmeldung, kann die Vorsitzende oder der
Vorsitzende der Prüfungskommission die Vorlage eines amtsärztlichen Attestes verlangen.

(2) Im Rahmen der mündlichen Ergänzungsprüfung wird zunächst auf das Ergebnis der
schriftlichen Aufsichtsarbeit eingegangen. Daran anschließend wird ein Prüfungsgespräch geführt,
in dem überprüft wird, ob die Prüflinge über einen Leistungstand verfügen, der trotz der in der
schriftlichen Prüfung aufgetretenen Mängel noch den Anforderungen genügt (ausreichende
Leistung). Aufgrund der mündlichen Ergänzungsprüfung wird die Note der zweiten
Wiederholungsprüfung insgesamt mit „ausreichend“ (4,0) bzw. „nicht ausreichend“ (5,0)
festgesetzt, eine eigenständige Bewertung der mündlichen Ergänzungsprüfung erfolgt nicht. Die
endgültige Bewertungsentscheidung ist nachvollziehbar zu begründen. § 22 Abs. 1, 2 und 4 finden
entsprechende Anwendung.

(3) Die mündliche Ergänzungsprüfung wird von zwei Prüfenden bzw. einer prüfenden Person und
einer beisitzenden Person durchgeführt und bewertet. Vor der Festsetzung der Note ist das Votum
aller in Satz 1 aufgeführten Personen einzuholen. Bei nicht übereinstimmender Beurteilung
entscheidet die Prüfungskommission nach Anhörung der in Satz 1 aufgeführten Personen über die
endgültige Bewertung.

28
§ 33 Nichtbestehen der Gesamtprüfung

(1) Die Gesamtprüfung ist nicht bestanden, wenn

a) eine zweite Wiederholungsprüfung nach § 31 Abs. 1 einschließlich einer eventuellen


mündlichen Ergänzungsprüfung mit „nicht ausreichend“ bewertet wird;

b) eine wiederholte Abschlussarbeit mit „nicht ausreichend“ bewertet oder als „nicht
ausreichend“ erklärt wird;

c) der Prüfling nach § 65 Abs. 4 HHG exmatrikuliert ist;

d) an einer Prüfung in einem Orientierungsmodul ohne triftigen Grund nicht teilgenommen


wurde (§ 15 Abs. 4);

e) nach der Ordnung des Studiengangs oder durch Beschluss der Prüfungskommission die
Zulassung zu weiteren Prüfungen ausgeschlossen ist.

(2) Prüflinge, die eines ihrer Module oder die Abschlussarbeit endgültig nicht bestanden haben,
erhalten durch das zuständige Studienbüro einen Bescheid mit Angaben aller Prüfungen und den
Gründen für das Nichtbestehen der Gesamtprüfung. Der Bescheid ist mit einer
Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

§ 33a Gegenvorstellung, Widerspruchsverfahren und Neubewertung

(1) Gegen die Bewertung von Prüfungen kann eine schriftliche Gegenvorstellung bei den
Prüfenden eingereicht werden, mit welcher konkrete Einwände begründet dargestellt werden.
Hierfür können die Prüflinge zuvor auf Antrag bei den Prüfenden Einsicht in ihre Prüfung
erhalten. Die Prüfenden beurteilen die Prüfungsleistung in Bezug auf diese Einwände erneut und
können gegebenenfalls eine Neubewertung vornehmen. Die Prüflinge werden über die Gründe der
Entscheidung der Prüfenden in Kenntnis gesetzt.

(2) Gegen Entscheidungen in Prüfungsangelegenheiten ist unabhängig von Abs. 1 Widerspruch


zulässig. Dieser ist bei der Präsidentin oder dem Präsidenten zu erheben. Wird dem Widerspruch
nicht abgeholfen, so ergeht ein Widerspruchsbescheid durch die Präsidentin oder den Präsidenten.

(3) Soweit ein Widerspruch substantiiert materielle Bewertungsfehler geltend macht, ist dieser der
zuständigen Prüfungskommission vorzulegen. Entsprechend § 26 Abs. 2 S. 7 kann ein drittes
Gutachten eingeholt werden. Die zuständige Prüfungskommission beschließt nach Stellungnahme
der Prüfenden über eine Neubewertung der Prüfung, ggf. durch andere Prüfende, über eine
Aufhebung der Prüfungsentscheidung oder die Weiterleitung an die Präsidentin oder den
Präsidenten im Rahmen des Widerspruchsverfahrens.

Diploma Supplement, Zeugnis und Urkunde

§ 34 Diploma Supplement

Die Universität stellt ein den europäischen Konventionen entsprechendes Diploma Supplement
aus. Die Präsidentin oder der Präsident legt die Gestaltung der Urkunden sowie des Diploma
Supplements fest und sorgt für ein einheitliches Erscheinungsbild.

29
§ 35 Zeugnis

(1) Das Zeugnis erhält eine Auflistung der bestandenen Module mit Angaben der Notenstufe nach
§ 25 Abs. 1 sowie die Gesamtnote nach § 28 einschließlich des numerischen Wertes nach § 28 Abs.
3 Satz 3. Das Thema oder Fachgebiet der Abschlussarbeit ist aufzuführen. Die Namen der
Prüfenden können im Zeugnis aufgeführt werden. Nach §§ 16, 17 anerkannte Leistungen werden
unter Angabe des Namens der externen Hochschule auf dem Zeugnis dokumentiert. Freiwillig
erbrachte benotete Module und Leistungspunkte können auf Antrag in einer zusätzlichen
Leistungsübersicht (deutsch- und englischsprachig) in einer dem Zeugnis beizufügenden Anlage
ausgewiesen werden. Das Zeugnis soll möglichst innerhalb von acht Wochen nach der letzten
Prüfung ausgestellt werden.

(2) Das Zeugnis wird von den Vorsitzenden der zuständigen Prüfungskommissionen
unterzeichnet. Zur Unterzeichnung genügt eine vervielfältigte Faksimileunterschrift. Das Zeugnis
wird mit dem Siegel der Technischen Universität Darmstadt versehen. Das Zeugnis weist das
Datum der letzten Prüfung aus und wird mit dem Datum der Erstellung versehen.

(3) Die Prüflinge sollen das Zeugnis unmittelbar bei Aushändigung auf die Richtigkeit überprüfen.
Innerhalb eines Jahres nach Aushändigung des Zeugnisses sind Korrekturwünsche geltend zu
machen. Später geltend gemachte Korrekturwünsche sind ausgeschlossen.

§ 36 Urkunde

(1) Nach bestandener Gesamtprüfung erhalten die Prüflinge – in der Regel zusammen mit dem
Zeugnis nach § 35 – eine Urkunde, die die Verleihung des akademischen Grades beurkundet. Die
Urkunde wird von der Dekanin oder dem Dekan des Fachbereiches, dem der Studiengang
zugeordnet ist, bzw. der Sprecherin oder dem Sprecher des entsprechenden Studienbereichs und
von der Präsidentin oder dem Präsidenten der Technischen Universität Darmstadt unterzeichnet
und mit dem Siegel der Technischen Universität Darmstadt und dem Datum der Erstellung
versehen. Zur Unterzeichnung genügt eine vervielfältigte Faksimileunterschrift.

(2) Die Prüflinge sollen die Urkunde unmittelbar bei Aushändigung auf die Richtigkeit überprüfen.
Innerhalb eines Jahres nach Aushändigung der Urkunde sind Korrekturwünsche geltend zu
machen. Später geltend gemachte Korrekturwünsche sind ausgeschlossen.

(3) Der akademische Grad darf erst nach Aushändigung der Urkunde geführt werden.

Verstöße gegen die Prüfungsordnung

§ 37 Ordnungswidrige Zulassung zur Prüfung

(1) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer Prüfung nicht erfüllt, ohne dass die
Prüflinge hierüber täuschen wollten, und wird die Tatsache erst nach Aushändigung des
Zeugnisses bekannt, so wird der Mangel durch das Bestehen der Prüfung geheilt.

(2) Haben die Prüflinge die Zulassung zu einer Prüfung vorsätzlich zu Unrecht erwirkt, so
entscheidet die Prüfungskommission über die Gültigkeit der Prüfung.

30
§ 38 Täuschung und Ordnungswidrigkeiten

(1) Wird festgestellt, dass Prüflinge bei einer Prüfung eine Täuschung oder eine
Ordnungswidrigkeit versucht oder begangen haben, so soll die Prüfung als „nicht ausreichend“
erklärt werden. Die Feststellung treffen die jeweiligen Prüfenden, im Zweifelsfall im
Einvernehmen mit der zuständigen Prüfungskommission.

(2) Ein Täuschungsversuch liegt auch vor, wenn eine falsche Erklärung nach § 22 Abs. 7
abgegeben worden ist oder ein anderes Werk, eine Bearbeitung eines anderen Werkes, eine
Umgestaltung eines anderen Werkes ganz oder teilweise in der Prüfungsarbeit wiedergeben
werden, ohne dieses zu zitieren (Plagiat gem. § 22 Abs. 7).

(3) Prüflinge, die die Anweisungen über die Arbeits- und Hilfsmittel nicht befolgen oder sich auf
andere Weise einer Täuschungshandlung schuldig machen, sind durch Beschluss der Prüfenden
von der weiteren Teilnahme auszuschließen. Ist dies nicht unmittelbar möglich, muss die Aufsicht
das bisherige Arbeitsergebnis sichern und den Abschluss der schriftlichen Prüfung
unter Vorbehalt ermöglichen.

(4) Teilnehmende, die den Prüfungsablauf in erheblichem Umfang schuldhaft stören, sind von der
weiteren Teilnahme auszuschließen. Die Prüfung gilt als nicht bestanden.

(5) Werden wiederholte Verstöße nach Abs. 1 bis 4 festgestellt, können Prüflinge exmatrikuliert
werden (§ 22 Abs. 4 Satz 2 HHG). § 65 Abs. 3 HHG gilt entsprechend.

(6) Werden Täuschungshandlungen nach Beendigung der Prüfung festgestellt, soll die Prüfung
binnen eines Jahres nach Bekanntwerden nachträglich für nicht bestanden erklärt werden. Das
unrichtige Prüfungszeugnis und die unrichtige Urkunde sind einzuziehen. Wird die
Abschlussprüfung für nicht bestanden erklärt, ist der verliehene akademische Grad abzuerkennen.

(7) In anderen Fällen, in denen Prüfungsereignisse unter ordnungswidrigen Voraussetzungen


stattgefunden haben, entscheidet die Prüfungskommission über die Gültigkeit und Bewertung.

§ 38a Änderung der Ordnung eines Studiengangs; Schließung von Studiengängen

(1) Tritt eine neue Ordnung eines Studiengangs in Kraft, führen Studierende den begonnenen
Studiengang nach den bisherigen Bestimmungen zu Ende. Das bestehende Modulangebot läuft
sukzessive mit der Regelstudienzeit der letzten unter Gültigkeit der vorhergehenden Ordnung
immatrikulierten Studierenden aus. Soweit kein Modulangebot mehr besteht, werden
Äquivalenzlisten für Module und Prüfungen erstellt und den in der alten Ordnung verbliebenen
Studierenden für zwei weitere Semester gemäß § 16 anzuerkennende Prüfungen im Rahmen der
Module der neuen Ordnung angeboten. Das neue Modulangebot wird ebenfalls sukzessive
semesterweise nach In-Kraft-Treten der neuen Ordnung eingeführt.

(2) Nach In-Kraft-Treten der neuen Ordnung des Studiengangs können alle nach der bisherigen
Ordnung Studierende einen Antrag auf Wechsel in die neue Ordnung eines Studiengangs beim
zuständigen Studienbüro stellen. Nach der Einstellung des Prüfungsangebots nach Abs. 1 ist eine
Fortsetzung des Studiums nur noch auf Grundlage der in zu diesem Zeitpunkt in Kraft
befindlichen Ordnung des Studiengangs möglich. Auf Antrag von Prüflingen ist danach
ausnahmsweise mit Genehmigung der Prüfungskommission eine zweisemestrige Fortsetzung des
Studiums auf Grundlage der außer Kraft getretenen Ordnung möglich, wenn in diesem Zeitraum
ein Abschluss des Studiums möglich ist. Eine Genehmigung ist ausgeschlossen, wenn mehr als 30
CP nach dieser Ordnung offen sind.

31
(3) Wird ein Studiengang durch das Präsidium geschlossen, läuft das Modulangebot nach Abs. 1
Satz 1, 2 aus. Studierende, die in dem Studiengang immatrikuliert sind, können ihr Studium
innerhalb der jeweiligen Regelstudienzeit zuzüglich einer Karenzzeit von zwei Semestern
(Schließungsfrist) abschließen. Nach Ablauf der Schließungsfrist ist eine Rückmeldung in diesen
Studiengang ausgeschlossen. Die oder der Studierende ist zu exmatrikulieren, falls kein
Studiengangwechsel vorgenommen wird. Der den Studiengang verantwortende Fachbereich kann
zur Vermeidung von Härtefällen die Karenzzeit durch Fachbereichsratsbeschluss für bestimmte
Studierendenkohorten verlängern.

§ 39 In-Kraft-Treten

(1) Die Änderungen der 7. Novelle der Allgemeinen Prüfungsbestimmungen treten am 01.
Oktober 2023 in Kraft. Sie werden in der Satzungsbeilage der Technische Universität Darmstadt
veröffentlicht. Das Präsidium wird ermächtigt, eine redaktionell überarbeitete Gesamtfassung der
APB in der Fassung der 7. Novelle neu bekannt zu machen.
(2) Mit In-Kraft-Treten der 7. Novelle tritt die APB in der Fassung der 6. Novelle vom 10.11.2021
(Satzungsbeilage 2022 -I S. 4) außer Kraft.
(3) Soweit sich durch das In-Kraft-Treten der 7. Novelle unbillige Härten ergeben, entscheidet die
zuständige Prüfungskommission auf Antrag der Prüflinge über die Anwendung der neuen
Regelungen auf noch nicht bestandskräftig entschiedene Prüfungen (laufende Prüfungsverfahren).
(4) Die Fachbereiche erlassen nach In-Kraft-Treten dieser Allgemeinen Prüfungsbestimmungen die
erforderlichen Ordnungen. Bereits bestehende Ordnungen gelten fort; soweit einzelne
Bestimmungen diesen APB widersprechen, werden diese nicht angewandt.

Anlage 1

Darmstadt, 05.10.2023

gez.

Die Präsidentin der Technischen Universität Darmstadt


Prof.´in Dr. Tanja Brühl

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