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Das Buch Ruth

Das Buch Ruth erzählt die Geschichte von Ruth, einer Moabiterin, die nach dem Tod ihres Mannes mit ihrer Schwiegermutter Naomi nach Bethlehem zurückkehrt. Dort trifft sie auf Boas, einen Verwandten von Naomi, der als 'Löser' fungiert und Ruth heiratet, um die Familie des verstorbenen Elimelech fortzuführen. Die Erzählung symbolisiert die Einheit zwischen Juden und Nichtjuden und zeigt, wie Gott Hoffnung und Zukunft durch Ruth und Boas bringt.

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Das Buch Ruth

Das Buch Ruth erzählt die Geschichte von Ruth, einer Moabiterin, die nach dem Tod ihres Mannes mit ihrer Schwiegermutter Naomi nach Bethlehem zurückkehrt. Dort trifft sie auf Boas, einen Verwandten von Naomi, der als 'Löser' fungiert und Ruth heiratet, um die Familie des verstorbenen Elimelech fortzuführen. Die Erzählung symbolisiert die Einheit zwischen Juden und Nichtjuden und zeigt, wie Gott Hoffnung und Zukunft durch Ruth und Boas bringt.

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The Way of Holiness

F REIE C HRISTENGEMEINDE

Das Buch Ruth


Ruth und Boas
Ruth im verheißenen Land
Ruth 1 | Ruth 2, Verse 1-18 | 3. Mose 19, Verse 9-101 5. Mose
24, Vers 19
Die Hungersnot im Land läßt viele Menschen verzweifeln.
Bethlehem, ein Ort, an dem die Felder normalerweise voller
Getreide stehen, hat sich in eine leere Kornkammer verwandelt.
Darum verläßt Elimelech seine Stadt und sein Land, um sich
mit seiner Frau Naomi und seinen beiden Söhnen Kiljon und
Machion auf die Suche nach Nahrung zu machen. Sie landen
schließlich im Nachbarland, in Moab, das auf der anderen Seite
des Jordans liegt.

Nachdem sie eine Weile dort gelebt haben, stirbt Elimelech.


Seine Söhne heiraten moabitische Frauen: Kiljon heiratet Orpa,
Machion heiratet Ruth. Doch auch die jungen Männer sterben,
einer nach dem anderen.

Naomi, die Schwiegermutter der beiden ausländischen Mädchen,


sieht für sich selbst keine Zukunft in Moab, jetzt wo ihr Mann
und ihre Söhne gestorben sind. Als sie hört, daß die Hungersnot
vorüber ist, beschließt sie, in ihr Heimatland zurückzukehren.
Orpa bleibt in ihrem Geburtsland. Aber Ruth will mit ihrer
Schwiegermutter gehen und hängt sich an sie. Sie hat angefan-
gen, an den Gott Israels zu glauben.

»Wo du hingehst, werde auch ich hingehen«, sagt sie, »wo du


schläfst, werde auch ich schlafen, dein Volk ist mein Volk, dein
Gott ist mein Gott und wo du stirbst, werde auch ich sterben.«
Gemeinsam kommen sie in Bethlehem an, das jetzt ganz anders
aussieht als zu der Zeit, zu der Naomi es mit ihrer Familie ver-

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F REIE C HRISTENGEMEINDE

lassen hat. Sie sehen, daß die Hügel mit goldgelben Getreide-
feldern übersät sind. Als sie in die Stadt hineingehen, bricht
Jubel aus. »Da ist Naomi!«, rufen die Frauen. »Nennt mich nicht
mehr Naomi«, antwortet die Witwe. »Nennt mich Mara, denn
Gott hat mich sehr bitter gemacht. Ich komme mit leeren Hän-
den zurück.«

Auf den Feldern rund um Bethlehem wird gerade die Gersten-


ernte eingebracht. Manche Arbeiter legen ihre Sicheln an das
Getreide, andere sammeln Halme auf und bringen sie in Bün-
deln zur Tenne. Dort wird die Gerste gedroschen und gesiebt,
bis keine Körner mehr in den Ähren sind. Die Kömer werden zu
Mehl gemahlen, um daraus Brot zu backen.

»Ich werde auf dem Feld von jemandem, der es mir erlaubt,
Halme aufsammeln«, sagt Ruth, als ihr klar wird, daß sie für
sich selbst und ihre Schwiegermutter sorgen muß. Schon früh
am nächsten Morgen folgt Ruth den Schnittern, um die abgefal-
lenen und liegengebliebenen Ähren aufzusammeln.

Zur Mittagszeit taucht ein Mann auf dem Feld auf, es ist der
Grundbesitzer. »Gott ist mit euch!«, begrüßt er seine Arbeiter.
»Wer ist die Frau, die euch folgt?«, fragt er. »Das ist die Moa-
biterin, die mit Naomi zurückgekommen ist«, antworten sie.
Der Landeigner geht hinüber zu Ruth.

»Meine Tochter«, sagt er zu ihr. »Such auf keinem anderen Feld


nach Nahrung. Bleib hier und sammle alles, was du brauchst.
Ich werde darauf achten, daß meine Männer dich nicht belästi-
gen. Und iss und trink auch gleich mit uns.«

»Wie kann ich dir dafür danken«, fragt Ruth, deren Wangen sich
röten. »Ich habe gehört, wie du dich um deine Schwiegermutter
kümmerst«, sagt der Mann. »Und daß du unter den Flügeln
unseres Gottes Zuflucht gesucht hast. Er wird dich reichlich
belohnen.« »Danke, mein Herr«, antwortet Ruth, »du hast mir
große Gnade erwiesen.«

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The Way of Holiness
F REIE C HRISTENGEMEINDE

Zur Essenszeit setzt Ruth sich zu den Schnittern und isst, bis sie
satt ist, und hat sogar noch etwas übrig. Sie arbeitet und arbei-
tet und am Abend hat sie ein Maß Getreide gesammelt, das sie
mit nach Hause nimmt.

Ruth empfängt Gnade


Ruth 2, Verse 18-23 | Ruth 3 13. Mose 25, Vers 25 | Jeremia
32, Verse 7-101 Psalm 49, Verse 8-16 Hiob 19, Vers 25 11.
Petrus 1, Verse 18 und 19
»Wer ist so gut zu dir gewesen?«, fragt Naomi, als sie sieht,
was Ruth mit nach Hause bringt. Ruth beschreibt den freundli-
chen Mann, der ihr geholfen hat.

»Das ist ja Boas, aus der Familie meines verstorbenen


Mannes!«, ruft Naomi aus. »Gott ist doch gut zu mir. Er hat
seine Gnade den Lebenden und den Toten bewiesen.« Während
Ruth das Essen zubereitet, starrt Naomi vor sich hin und denkt
nach.
»Weißt du, Ruth«, sagt sie, als ihre Schwiegertochter das Essen
auftischt, »Boas könnte unser Löser sein.«

Ein Löser stand für jemanden ein, der viele Schulden hatte.
Wenn jemand zum Beispiel seine Rechnungen nicht mehr
bezahlen konnte und das Familiengrundstück oder sich selbst
als Sklaven verkaufen mußte. Der Löser tilgte die Schuld, indem
er für ihn bezahlte und ihn befreite. So bekam die Person ihren
Besitz und ihre Freiheit zurück. Der Löser war zur gleichen Zeit
ein Retter. Darum wird Jesus später auch der Erlöser genannt.
Ruth stellt ihre Schüssel überrascht auf den Tisch zurück. Dieser
Mann, ihr Löser? Aber dann muß sie ihn heiraten! Ein Löser ist
nämlich jemand, der das Fortbestehen einer Familie garantieren
kann. Er kann das Land und die Frau eines verstorbenen Man-
nes übernehmen, indem er die Witwe heiratet. Auf diese Weise
gibt es immer noch eine Zukunft für die Familie des Verstor-
benen. Aber dazu muß der Löser zur Familie gehören, er mußt
reich genug sein und er mußt es auch wollen. Wie werden die
Frauen das über Boas herausfinden?

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The Way of Holiness
F REIE C HRISTENGEMEINDE

»Weißt du was«, sagt Naomi zu Ruth, »nimm ein Bad, mach


dich hübsch und geh heute Abend auf die Tenne. Sollte Boas
dort schlafen, mußt du am Fußende unter seine Decke kriechen,
ohne daß er es merkt. Dann warte einfach und höre, was er
sagt.« Ruth tut, was ihre Schwiegermutter sagt, und legt sich
auf der Tenne zu Boas.

Mitten in der Nacht schreckt Boas aus dem Schlaf hoch.


Er spürt, daß jemand am unteren Ende seines Bettes liegt.
»Wer ist da?«, fragt er, als er sich aufrichtet.
»Ich bin Ruth, deine Dienerin«, antwortet Ruth. Ihr Herz schlägt
bis zum Hals, als sie weiterredet. »Ich bin gekommen, um dich
etwas zu fragen«, sagt sie. »Ich möchte gerne, daß du mich als
unser Löser unter deine Fittiche nimmst.«

Einen Moment lang herrscht Stille. Ruth spürt, wie ihr von die-
sem Mann Wärme entgegenströmt. »Du bist eine besondere
Frau«, antwortet er. »Ich will sehen, was ich tun kann. Aber es
gibt einen anderen Mann, der mit dir verwandt ist. Laut dem
Gesetz wäre er der Erste, der als dein Löser in Frage kommt.
Ich werde herausfinden müssen, was er darüber denkt, weil er
vielleicht das Land deines verstorbenen Schwiegervaters kaufen
möchte und dich in seine Familie aufnehmen will. Wir werden
sehen. Morgen werden wir wissen, ob dein Wunsch erfüllt wer-
den kann.«

Ruth begreift, daß ihr und Naomis Schicksal jetzt in Boas Hand
liegt. Sie legt sich wieder zu seinen Füßen.
Am darauffolgenden Morgen will Ruth vor Tagesanbruch gehen.
Boas hält sie auf und gießt sechs Maß Gerste in ihren Schal.
Ruth weiß nicht, was sie dazu sagen soll. Sechs Maß, für die sie
nichts tun muß!

»Wir wollen ja nicht, daß du mit leeren Händen zu deiner


Schwiegermutter zurückkehrst, oder?«, sagt Boas mit einem
verstohlenen Lächeln, bevor er sie auf den Weg schickt.
»So eine unverdiente Gunst, so eine Gnade!«, ruft Naomi aus,

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als ihre ausländische Schwiegertochter mit der vielen Nahrung


zurückkommt. Ruth nickt fröhlich.

»Also, es ist eindeutig, wie Boas über uns denkt«, fährt Naomi
fort. »Du mußt nichts mehr tun, warte einfach ab. Achte auf
meine Worte: Wenn du ruhst, wird er die ganze Arbeit tun, bis
er sich um alles gekümmert hat.«

Ruth und ihr Löser


Ruth 4 | 5. Mose 25, Verse 5-101 5. Mose 7, Verse 1 -4 [
Matthäus 1, Verse 5-6 | Römer 11, Verse 11-15

Boas, der zum Versammlungsplatz am Stadttor gegangen ist,


lädt den nahen Verwandten von Elimelech ein, sich zu ihm zu
setzen. Dann bittet er noch zehn Älteste hinzu, die das Gesetz
und die Regierung repräsentieren.

»Du und ich sind beide Teil von Elimelechs Familie, der in Moab
gestorben ist«, fängt Boas an. »Ich würde gerne wissen, ob du
Elimelechs Land kaufen möchtest, weil du als Erster das Recht
dazu hast. Und ich würde gerne wissen, ob du seine Frau Naomi
in deine Familie aufnehmen möchtest, damit Elimelechs Name
weiterbestehen kann.«
»Aber wenn du das Land kaufst und Naomi in deine Familie auf-
nimmst, mußt du auch Ruth zu dir nehmen, die Witwe aus
Moab. Du wirst sie heiraten müssen, um sicherzustellen, daß
der Name ihres verstorbenen Mannes auch bestehen bleibt.«

»Das nicht - nein, nein, das kann ich nicht tun«, sagt der Mann,
der keine Ausländer in seiner Familie haben möchte, weil das
Gesetz es verbietet. Er zieht seinen Schuh aus und gibt ihn
Boas als ein Zeichen dafür, daß er die Sache mit Naomi und
Ruth nicht weiterverfolgen möchte.

Mit dem Schuh in seiner Hand, schaut Boas die zehn Stadt-
ältesten an.

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»Dann seid ihr nun Zeugen davon, daß ich Elimelechs Land kau-
fen werde«, sagt er. »Dieser Mann ist nicht länger dazu berech-
tigt. Ich werde dafür sorgen, daß Elimelechs Name und auch
der Name seines Sohnes Malchon fortbesteht, denn ich werde
Ruth heiraten.«

Die Ältesten bestätigen, daß Ruth jetzt Boas Frau werden wird.
»Möge die Frau, die in dein Haus kommt, sein wie Rahel und
Lea und dafür sorgen, daß dein Name in Bethlehem für immer
bekannt sein wird«, sagen sie zu Boas, als sie dort im Tor ste-
hen. Boas geht fröhlich nach Hause. Als Löser kann er Ruth und
Naomi jetzt eine neue Zukunft geben.

Kurze Zeit später heiraten Ruth und Boas. Sie bekommen einen
Sohn. Naomi ist eine stolze Großmutter, die es liebt, ihren Enkel
im Arm zu halten.
»Wie gut ist Gott, daß er sich so um uns kümmert!«, freut sie
sich. »Ich bin mit leeren Händen in mein Land zurückgekom-
men, aber jetzt halte ich jemanden in meinen Händen, der
mehr wert ist als sieben Söhne!«
Sie lächelt Ruth an, die als Ausländerin so viel Gnade von Gott
empfangen hat und sie auch weitergab. Die Frauen aus der
Stadt kommen vorbei, um das Baby zu bewundern.

»Hast du aber Glück!«, sagen sie zu Naomi. »Gott hat dir


jemanden gegeben, der sich immer um dich kümmern wird!
Möge er in Israel immer als Gottes Diener bekannt sein!«
Der kleine Junge von Ruth und Boas wird Obed genannt. Er wird
in einem Land geboren, in dem alle tun, wonach ihnen der Sinn
steht. Auch wenn manche Menschen versuchen, das Gesetz von
Mose zu halten, vertrauen nur wenige auf Gott selbst. Es gibt
auch keinen König, der als Vorbild dienen könnte. Aber Obed
wird der Vater von Isai und der Großvater von David, dem kom-
menden König.

Naomi dachte, sie habe keine Zukunft. Das machte die Israelitin
traurig. Aber dank ihrer ausländischen Schwiegertochter, Ruth,

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The Way of Holiness
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bekam sie neue Hoffnung. Boas (der Name bedeutet »in Gott ist
Stärke«) übernahm für beide die Verantwortung. Im Neuen
Testament steht, daß Ausländer Israel Hoffnung geben können,
indem sie es auf Jesus hinweisen.

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Das Buch Ruth


Das Buch Ruth ist eines der tiefgreifendsten Bücher in den hei-
ligen Schriften und ein Schlüssel zum Verständnis des Einen
Neuen Menschen, der Vereinigung zwischen Juden und Nicht-
juden. Ich glaube nicht, daß es in der Bibel ein besseres Buch
gibt, das auf das Einpfropfen der Heiden und die Einheit (Jude
und Nichtjude) der Braut Christi hinweist als das Buch Ruth.
Es ist eine wunderbare Offenbarung der Liebe Jeschuas / Jesu
(in der Person von Boas) und Seiner Endzeitbraut (in der Person
von Ruth). Es ist auch ein Bild der „Heirat" und der leiden-
schaftlichen Liebesvereinigung zwischen Juden und Nichtjuden,
die Gott besonders in diesen letzten Tagen dazu berufen hat,
ein Leib, eine Braut zu sein. Und hierbei spielt zweifellos auch
Deutschland eine ganz besondere Rolle.

Orpa und Ruth, die beiden Schwiegertöchter von Naomi, der


Jüdin, waren beide Moabiterinnen. Dies illustriert ein Bild vom
Zustand des Herzens der Ekklesia der Endzeit. Da sind zwei
Gesichter, zwei Herzen und auf den ersten Blick sehen sie genau
gleich aus und verhalten sich genau gleich. Nach dem Tod
Elimelechs, Naomis Ehemann, und deren beiden Söhnen im
Land Moab, gehen beide Schwiegertöchter mit Naomi an die
Grenze, um in das verheißene Land hineinzutreten. Beide wei-
nen, beide klammern sich fest und beide sagen: „Ich werde dich
nicht verlassen, ich komme mit dir."

Ruth bedeutet auf Hebräisch Freund und Orpa hat mit dem
Nacken zu tun, was mit Sturheit zu tun haben könnte. Gott
beginnt, ihre beiden Herzen durch Naomi zu prüfen.

Ich glaube, im Moment findet im Leib Christi vom Himmel her


ein Test statt: Wer wird zusammen mit dem Volk Gottes in das
verheißene Land eintreten, selbst inmitten seiner
Zerbrochenheit und Leere? Wer wird in diese Einheit hineintre-
ten? Genau wie Israels Herz von Gott in der Wüste geprüft

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wurde, findet gerade eine ähnliche Prüfung des Herzens statt.


Ist unsere Liebe rein? Ist sie unerschütterlich? Ist sie echt wie
durch Feuer geprüft? Gott wird uns in dieser Endzeit testen, um
zu sehen, ob wir in der Liebe einer Braut bis in den Tod wandeln
werden.

Am Ende des Tests, als Naomi zu ihren beiden Schwiegertöch-


tern sagt: „Ich habe euch nichts anderes zu geben! Mein Mann
ist gestorben. Meine beiden Söhne sind gestorben. Werdet ihr
warten, bis ich einen anderen Ehemann und Söhne haben werde
und bis diese erwachsen werden? Ich habe euch absolut nichts
zu geben. Die Hand des Herrn ist gegen mich ausgestreckt."
Naomi war bitter geworden durch den Verlust ihres Mannes und
ihrer beide Söhne.

Es werden schwere Zeiten kommen, schwere Zeiten für Israel,


schwere Zeiten für die ganze Welt, und es wird möglicherweise
absolut nichts mehr außer dem übrig bleiben, was zwischen
unserem Herzen und dem Herzen Gottes geschieht.

Orpa kommt an den Punkt, an dem sie wahrnimmt, daß für sie
nichts übrigbleibt, keine Hoffnung. Also küßt sie ihre Schwieger-
mutter zum Abschied und geht zurück zu ihrem Volk und ihren
Göttern.
Naomi sagt zu Ruth: „Geh' du auch zurück! Geh' zurück... Geh'
zurück zu deinen Leuten!" Gott spricht durch Naomi. Er prüft
unsere Herzen. „Geh' zurück wie deine Schwägerin. Ich habe
nichts mehr, was ich dir geben kann. Geh' zurück zu deinen
Göttern. Geh' zurück zu deiner Familie, deinen Leuten!"
Wirst du zurückgehen oder wirst du aus Liebe vorwärts gehen
ins verheißene Land?

An dieser Kreuzung gibt es die großartige Deklaration, die Ruth


macht, von der ich glaube, daß Gott die Braut Christi ruft, sel-
bige in diesen letzten Tagen in Bezug auf Gott und Israel zu
machen. Sie sagt: „Sag' mir nicht, daß ich dich verlassen soll.
Wohin du gehst, werde ich gehen. Wo du stirbst, werde ich ster-

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ben. Dein Gott ist mein Gott. Dein Volk ist mein Volk. Wo du
stirbst und begraben bist, dort werde auch ich sterben und
begraben werden. Nichts außer dem Tod wird uns trennen!"
Ruth 1,16-17

Bei diesem Bekenntnis, ihr Lieben, versteht Naomi: Ruth ist


bereit! Sie versucht dann nicht mehr, sie aufzuhalten. Sie sieht,
daß Ruth den Mut (Hebr.: ometz), die Kühnheit hat, weiter aus-
zuhalten. Dies ist es, was Gott uns in dieser Stunde vorsetzt.
Wirst du sein wie Orpa? Wenn du zu dieser Kreuzung auf dem
Weg kommst - und es ist ein echtes Kreuz, ihr Lieben - wirst du
dann sein wie Orpa, die zurückgeht. Oder wirst du aus tiefstem
Herzen wie Ruth erklären: „Wo du stirbst, sterbe auch ich..."

Wir wurden mit Jeschua / Jesus auf Golgatha gekreuzigt. Dies


ist ein Bild der Braut, die mit ihrem Geliebten gekreuzigt wird.
Wo du stirbst, werde ich sterben. Wo du begraben bist, werde
ich begraben werden. Dies ist die Kreuzung auf dem Weg, es ist
ein buchstäbliches Kreuz. Bist du bereit, dich kreuzigen zu las-
sen.
Jesus sagte: “„Sie haben mich verfolgt, sie werden euch verfol-
gen.” Sind wir bereit dazu?

Jeschua / Jesus sagte: „Wenn du Familie, Grundbesitz, Mutter,


Vater und sogar dein eigenes Leben mehr liebst als mich,
kannst du mir nicht folgen, kannst du nicht mein Jünger sein!"

Das ereignet sich in den Endzeiten. Der Test, den Ruth bestan-
den hat, ist der Test, den auch wir bestehen müssen.
Wer weiß, ob Orpa die gleiche Vorsehung gehabt hätte wie
Ruth? Vielleicht hätte sie Boas geheiratet, der auch ihr nächster
Verwandter als Erlöser war! Vielleicht wäre sie in die Linie des
Stammbaums Jeschuas / Jesu eingepfropft worden. Seht, was
passiert, meine Lieben, wenn ihr wie Ruth mit eurem Herzen
Beschlüsse faßt und nicht mit eurer Logik wie Orpa, die denkt:
„Das ist zu schwer! Du hast mir schließlich nichts zu bieten. Ich
muß auf den Feldern nachlesen. Ich werde abgelehnt werden.

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Ich kann nicht einmal die Versammlung in der Kirche besuchen.


Ich bin eine Moabiterin."
Werden wir unserem Kopf mit seinen Argumentationen folgen
oder werden wir unserem Herzen, das voll von Liebe ist, ins
Unbekannte folgen? Mit ihrem HERZEN trat Ruth ein, denn sie
liebte ihre Schwiegermutter und den Gott Israels. Ich bin über-
zeugt, sie wurde eine Gläubige, weil Naomi ihr den Gott Israels
nahe brachte. Sie war eine Evangelistin für ihre Schwieger-
tochter, denn Ruth erklärt: „Dein Gott ist mein Gott!"

Ruth betrat das verheißene Land als Moabiterin, ein Volk, das
von den Juden gehaßt wurde. Sie demütigte sich und ging auf
die Felder, um nachzulesen. Gott ruft uns, ihr Lieben! Werden
wir auf die Felder gehen und einsammeln? Werden wir uns
demütigen?
Wenn du mit deinem HERZEN gehst, wirst du dich auf dem
Weg zur Bestimmung wiederfinden, genau wie Ruth. Sie
befand sich im Zentrum der Vorsehung Gottes.

Hier befinden wir uns jetzt, ihr Lieben. Hier befinden sich die
Nationen heute in Beziehung zu Gott und Israel. Werden wir uns
an den Gott Israels und an Sein Volk klammern, wenn alles
schwierig wird, wenn wir trotz all der herausfordernden Um-
stände glauben müssen, wenn wir aushalten müssen, wenn es
uns etwas kosten wird?
Ruth besteht die Prüfung, geht hinüber und findet sich auf dem
Feld des Bräutigams und Erlösers wieder.

Ich glaube nicht, daß es im Alten Testament außer Joseph


jemanden gibt, der Jeschua / Jesus in dieser Deutlichkeit dar-
stellt wie Boas. Er ist ein Bild des Bräutigams. Er ist ein Bild des
Erlösers. Er heißt Goel (hebr.), Verwandter-Erlöser. Es ist das
gleiche Wort, das für unseren Erlöser Jeschua / Jesus verwendet
wird.

Ruth erhielt Gunst wegen ihrer Treue! Du wirst auch Gunst


erhalten, wenn du mit deinem Herzen das Feld des Herrn

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betrittst und demütig Nachlese betreibst. Wenn es dir egal ist,


was die anderen denken, wenn Du den Gott Israels und Sein
Volk liebst!

Wenn Jeschua / Jesus dein Herz als das Herz der Braut sieht,
weißt du was Er sagt? Wie Boas wird ER Sagen: „Ich habe von
dir gehört. Ich habe gehört, was du getan hast! Ich habe
gehört, daß du alles verlassen hast, um in das verheißene Land
zu kommen. Ich habe gehört, daß du alles hinter dir gelassen
hast, um dich um deine Schwiegermutter zu kümmern!"
Dann sagt er: „Komm her zu Tisch." Er bringt sie zum Tisch der
Erntearbeiter, zum Tisch der Auserwählten. Ruth 2,10-11

Boas sagt: „Geh' in kein anderes Feld!" Der Herr sagt heute
zum Leib Christi: „Sammle nicht auf einem anderen Feld auf!
Bleib' auf meinem Gebiet! Bleib in meinem Feld und ich
werde den Männern sagen, daß sie dich nicht anrühren sollen!
Ich werde dich schützen. Ich werde dich an meinen Tisch brin-
gen. Du wirst mit Meinem Volk essen." Dies sind der Ruf und
der Ort, meine Lieben, der wahren Braut. Ruth 2,8+9+14

Es kommt noch besser! Es wird noch genialer! Naomi sagt: „Ich


möchte dir Ruhe geben, meine Tochter." Sie weist Ruth an, sich
hübsch zu machen und einzusalben und zu den Füßen Boas zu
gehen, der eine Gestalt Jeschuas / Jesu, des Erlösers, des
„Goel" ist. Naomi fordert sie auf, den Platz zu seinen Füßen
aufzudecken und sich dorthin zu legen. In Demut, Vertrauen
und Gehorsam geht sie hinein und als Boas sie mitten in der
Nacht zu seinen Füßen liegen sieht, ist er noch MEHR von ihr
angezogen! Ruth sagt: „Breite deine Flügel über deine Magd
(amah: Hebr.). Du bist mein Goel." Er antwortet: „Deine Güte
ist jetzt besser als am Anfang. Du gehst nicht jungen Männern
hinterher, reichen oder armen. Du gehst MIR nach!"
Ruth 3,3-10
Dies bedeutet, daß man nicht Männern nachlaufen sollte, zuerst
an Heirat denken hier auf Erden. Das Fleischliche zuerst suchen,
sondern Jesus an erste Stelle setzen.

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The Way of Holiness
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Boas möchte Ruth, eine Moabiterin, bedecken (heiraten), weil er


ein Mann der Gnade ist. Es gibt keinen Unterschied der Völker
mehr. Es ist ein wunderschönes Bild des Neuen Bundes, genau
dort im Tenach (Altes Testament). Er gibt Ruth Getreide, Versor-
gung, Nahrung. Es ist genug für sie und es ist genug für ihre
Schwiegermutter. Er überschüttet sie beide - Reichlich! Er ist
der Sohn Rahabs, der Hure, die einen Bund mit Israel geschlos-
sen hat. Jeschuas / Jesu Linie ist eine Linie der Gnade! Es ist
eine Linie von Menschen, die Bündnisse mit dem Herzen
schließen.

Dies ist, was Gott liebt, Menschen der Gnade und Treue, Men-
schen des Bundes. Er sagt: „Wirst du in diesen letzten Tagen
so sein?” Boas' Mutter war Rahab, die Kanaaniterin, eine Frau,
die ihrem Bundesschluss mit Gott und seinem Volk treu war. Mit
einer Ähnlichkeit des Herzens, heiratet Boas diese treue Moa-
biterin und bringt sie in die Nationengemeinschaft Israels.

Da ist auch Tamar in dieser Linie. Wenn ihr Math. Kap. 1 lest,
werdet ihr Tamar, die Witwe, sehen, die sich als Prostituierte
verkleidete, damit sie durch den Samen Judas, den Samen der
Linie des Messias, schwanger werden konnte! Gott nennt sie
eine rechtschaffene Frau, diejenige, die sich als Prostituierte
gekleidet hat, die einen Mann überlistet hat durch die Verklei-
dung. Wenn du darüber mit deinem Kopf und nicht mit deinem
Herzen nachdenkst, wirst du sagen: „Wie ist das möglich?" Aber
ihr Lieben, sie kannte die Verheißung Gottes. Sie kannte den
Wert des Samens. Sie kannte den Wert des Bundes. Tamar
erhält eine doppelte Portion: Zwillingssöhne, einen für den
„Samen" ihres ersten Mannes, der starb, weil er vor dem Herrn
böse war, und einen für den „Samen" ihres zweiten Mannes, der
den Samen als nicht seinen eigenen verachtete und auf den
Boden ausfließen ließ! Matthäus 1,5; 1. Mose 38

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The Way of Holiness
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Ist uns der Wert des Samens bewußt, indem wir eingepfropft
sind? Kennt ihr den Wert dessen, in die Nationengemeinschaft
von Israel eingepfropft zu sein?

Boas heiratet Ruth, denn der nähere Verwandten-Erlöser wei-


gert sich, Ruth zu erlösen. Er war kein Mann der Gnade wie
Boas, der ein Bild von Jeschua / Jesus ist.
Der eine, scheinbare „Erlöser" sagt: „Ich kann mein eigenes
Erbe nicht ruinieren, indem ich Ruth als meine Frau nehme."
Aber Boas, der Erlöser, sagt: „Jeder weiß, daß du (Ruth) eine
tugendhafte Frau bist!" Er umarmt sie und bringt sie in die Linie
des Messias!" Ruth 4,3-12

Als Ruth ihr erstes Kind zur Welt bringt, legt Naomi das Baby an
ihre eigene Brust. Die Frauen nennen das Kind Obed (hebr.:
Diener; Anbeter oder Gott richtet wieder auf) und sagen:
„Naomi hat ein Kind." Meine Lieben, es war nicht nur Ruths
Kind, es war auch Naomis Kind, weil sie den gleichen „Goel"
hatten, den gleichen Erlöser. Dies ist ein Bild der Braut, in den
letzten Tagen. Die Braut ist Jude und Nichtjude und zusammen
gebären wir den herangereiften Menschen der Endzeit in der
Gestalt des Messias. Gemeinsam! Ruth 4,13-17

Wir wollen mit dem Gott Israels und Seinem Volk verbunden
sein, nicht nur in guten, sondern auch in schwierigen und her-
ausfordernden Zeiten. Wir wollen vom Herzen aus und nicht
vom Kopf her verbunden sein, nicht nur, weil uns theologisch
gesagt wird, wir sollen mit Israel verbunden sein. Das ist nicht
genug! Es reicht nicht aus, um dich durch die Endzeiten zu
tragen. Es wird dich nicht durch die schwierigen dunklen Tage
tragen. Du wirst ein Herz wie Ruth haben müssen, das sagt:
„Wo du hingehst, gehe ich hin. Dein Gott wird mein Gott sein.
Dein Volk wird mein Volk sein. Wo du begraben bist, werde ich
begraben werden und nichts als der Tod wird uns trennen!

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The Way of Holiness
F REIE C HRISTENGEMEINDE

„Oh Jeschua / Jesus, unser Goel, würdest du diese Liebe im


Herzen deines Leibes, Deiner Braut, gebären? Würdest du diese
Liebe in den Nationen gebären? Würdest du uns das Herz von
Ruth geben? Würdest du uns das Herz Naomis geben? Gib uns
das Herz von Boas, ein wunderschönes Bild von Dir, Herr, die-
sem Mann der Gnade und Vision."

Meine Lieben, laßt uns eine Herzensveränderung haben, laßt


uns tiefer gehen. Laßt uns wirklich zur Braut werden, die zum
Feld des Bräutigams hinübergeht. Laßt uns vollständig in die
Nationengemeinschaft Israels eingepfropft werden, eins mit der
Linie des Messias. Eins mit dem Samen dieser Linie.

Wenn wir uns mit den Personen aus dieser Bibelgeschichte noch
etwas mehr beschäftigen wird uns auch sehr bald bewußt, daß
noch tiefere Weisheiten darin stecken.

Manchmal erzählen Namen eine ganz besondere Geschichte.


Wir haben es mit Personen zu tun wie:
Elimelech = der Mann Naomis = Gott ist König
Machion bedeutet »Kränklicher«.
Kiljon, »Schwächlicher«.
Orpa, »die den Rücken Kehrende«.
Naomi »die Liebliche«.
Mara, »Bittere«.
Ruth, »Freundin, Gefährtin«.
Als Naomi alles verloren hat und bitter geworden ist, bringt
Ruth ihr wie eine Freundin neue Hoffnung.

Der Name Elimelechs könnte auch bedeuten = der König ist


Gott. Dies würde bedeuten, daß es eine Gnade war für Naomi,
daß ihr Mann von ihr genommen wurde.
Auch die Söhne “Kränklicher” und “Schwächlicher” können
bedeuten, daß Naomi zu sehr an diesen Söhnen gehangen hat,
aber all dies war zu schwach und kränklich, um sie in diesem
Gebiet der Moabiter zu halten.
Wir erinnern uns an die Geschichte mit Mose in Ägypten. Auch

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dort gingen viele Ägypter mit, die erkannten, wie stark der Gott
der Israeliten ist.

Orpa, die Schwiegertochter blieb in Moab (Nachkommenschaft


des Vaters). Sie gleicht den Menschen, die bei den Fleischtöpfen
in Ägypten blieben.

Aber Noami, Ruth und Boas, es sind die Vorfahren der Linie
Davids und somit auch die Vorfahren unseres Heilands Jesus
Christus.
Noami gleicht in ihrer Person dem Heiligen Geist. Sie führt Ruth
in das verheißene Land, wo keine Hungersnot mehr herrscht
und führt sie mit Weisheit der Manne zu, der sie dann heiratet -
Boas.
Boas bedeutet = Stärke, in ihm ist Stärke, Lebensfülle,
Verwandter, Gemahl der Ruth.
Schließlich und endlich ist Naomi und Ruth in Bethlehem, dort
wo die wahre Speiße herkommt.
Beth-lechaim = Haus des Brotes, dem Geburtsort von Jesus.
Naomi war bitter geworden. Wahrscheinlich bitter gegen Gott,
da er ihr den Mann und zwei Söhne genommen hatte.
Aber zum Schluß war sie glücklich über ihr Enkelkind und sie
war nicht mehr bitter.

Naomi war eine Auserwählte von Gott für die Linie Davids. Sie
mußte viel Leiden, um in ihre Berufung zu kommen.
Zuerst war Bitterkeit in ihrem Herzen, danach nur noch Segen
und die Liebe Gottes.

Amen

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