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Portfolio

Das Dokument beschreibt ein Portfolio für eine Unterrichtseinheit zur Erkenntnistheorie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, die sich an Schüler der Sekundarstufe II richtet. Es umfasst eine Sachanalyse der Erkenntnistheorie, didaktische Begründungen, eine tabellarische Struktur der Unterrichtseinheit sowie Stundenraster und thematische Schwerpunkte, die sich mit klassischen und modernen erkenntnistheoretischen Positionen befassen. Ziel ist es, die Schüler zu befähigen, kritisch über Wissen, seine Grenzen und die Relevanz in der modernen Gesellschaft nachzudenken.

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Das Dokument beschreibt ein Portfolio für eine Unterrichtseinheit zur Erkenntnistheorie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, die sich an Schüler der Sekundarstufe II richtet. Es umfasst eine Sachanalyse der Erkenntnistheorie, didaktische Begründungen, eine tabellarische Struktur der Unterrichtseinheit sowie Stundenraster und thematische Schwerpunkte, die sich mit klassischen und modernen erkenntnistheoretischen Positionen befassen. Ziel ist es, die Schüler zu befähigen, kritisch über Wissen, seine Grenzen und die Relevanz in der modernen Gesellschaft nachzudenken.

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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Philosophische Fakultät
Philosophisches Seminar
Fachdidaktik I
Dr. Hans-Christoph Liess
Wintersemester 2024/25

Portfolio Fachdidaktik I
Einführende Unterrichtseinheit zu dem erkenntnistheoretischen Reflexionsbereich in der
Sekundarstufe II

Lars Jensen
Matrikelnr.: 1191056
stu247795@[Link]

Athen, 24.03.2025
Gliederung
1. Sachanalyse Erkenntnistheorie........................................................................................1
2. Didaktische Begründung der Unterrichtseinheit...............................................................2
3. Tabellarische Struktur der Unterrichtseinheit "Einführung in die Erkenntnistheorie".........4
4. Stundenraster der ersten Doppelstunde der Unterrichtseinheit........................................6
5. Stundenraster der Doppelstunde "Moderne erkenntnistheoretische Positionen I:
Wissenschaftlicher Fortschritt durch Falsifikation und Wissen als zusammenhängendes
Netz"..................................................................................................................................... 7
6. Sachanalyse und didaktisch-methodische Erläuterung der Doppelstunde "Moderne
Erkenntnistheoretische Positionen I"....................................................................................9
7. Literaturverzeichnis.........................................................................................................11
8. Anhang........................................................................................................................... 12
8.1 Fragenkatalog „Was können wir sicher wissen?“.....................................................12
8.2 Bildmaterial.............................................................................................................. 12
9. Eigenständigkeitserklärung............................................................................................ 13
1. Sachanalyse Erkenntnistheorie
Erkenntnistheorie lässt sich allgemein in die klassische Erkenntnistheorie und die moderne
Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie unterteilen und beschäftigt sich mit der Natur, den
Grenzen und Voraussetzungen des Wissens und der menschlichen und
wissenschaftlichen Erkenntnis. Fragen der Erkenntnistheorie sind beispielsweise „Was
kann ich wissen?“,„Wie können wir zu gesichertem Wissen gelangen?“, „Wie überprüfen
wir dieses?“, „Wo sind die Grenzen des Wissens und wo fängt der Glauben an?“.
Der Ursprung der Wissenschaftlichkeit entstand in der antiken Philosophie um 400 v. Chr.
durch die Abgrenzung von Mythos und Logos in der Erklärung der Außenwelt. Wissen wird
klassischerweise seit Platon als „wahrer, gerechtfertigter Glauben“ definiert und lässt sich
so von Meinung und Glauben abgrenzen. 1 Man könnte Wahrheit intuitiv als
Übereinstimmung mit der Wirklichkeit verstehen, so verweist uns die klassische
Wissensdefinition auf die Frage, was Wirklichkeit und Realität sind. Platon zufolge sind die
sinnlich wahrnehmbaren Dinge unvollkommene Abbildungen der Ideen, die als nicht-
materielles unveränderliches Wesen der Dinge existieren und durch das menschliche
Denken erkannt werden können.2 Platon gilt als Begründer der Ideenlehre.
Die Ideenlehre Platons kann als Vorläufer des Rationalismus verstanden werden, der
während der Neuzeit in einem starken Spannungsverhältnis zum Empirismus steht.
Uneinigkeit herrschte darüber, ob Aussagen, die ihre Wahrheit durch logisches und
analytisches Denken beanspruchen, einen höheren Wahrheits- und Gewissheitsgrad
haben als solche, die durch Erfahrung begründet werden.
Descartes als Rationalist begründete die Grundlage aller Erkenntnis in dem denkenden
Ich, das heißt in unserem Denken. 3 Nur das, was ich deutlich und klar erfassen könne, sei
das, was ich weiß und was wahr ist. Er stand damit für den radikalen Skeptizismus, nach
dem wir uns nicht einmal mit vollkommener Sicherheit auf unsere Sinne verlassen können
und kritisierte mit dem Bild eines sogenannten "Täuschergottes" zugleich die katholische
Kirche und die Gottesbeweise der Theologen seiner Zeit.
Im Gensatz zu Descartes oder Platon gibt es nach Locke, dem wichtigsten Vertreter des
Empirismus, keine angeborenen Ideen, der Mensch sei bei der Geburt völlig ungeformt,
ein „Blatt weißes Papier“.4 Alles Wissen stammt Locke zufolge von der äußeren
Erfahrungswelt, diese existiert wirklich, ist aber nur teilweise erkennbar. Nach dem
Empirismus sind Sinneseindrücke, das, was wir durch unsere Sinne wahrnehmen, die
Grundlage aller Erkenntnis. Als wichtiger Vertreter des Rationalismus ist neben Locke
Hume zu nennen, der radikal skeptisch gegenüber allem Wissen war, welches durch
Denken entstanden ist. Ihm zufolge ist Kausalität kein Naturgesetz, sondern beruht auf
gewohnheitsmäßigen und assoziativen Verknüpfungen von Vorstellungen.5
Immanuel Kant entwarf in der Kritik der reinen Vernunft die Synthese von Empirismus und
Rationalismus. Ihm zufolge sind „Gedanken ohne Inhalte leer“ und „Anschauungen ohne
Begriffe blind.6 Wir denken und erkennen die Außenwelt mithilfe unser subjektiven
Denkstruktur, folglich sind Erkenntnis und Wissen sowohl auf unser Denken, als auch auf

1 Platon: Theaitetos, 201d.


2 Platon: Der Staat, S. 192-206.
3 René Descartes: Philosophische Schriften in einem Band, Teil 4, Abschnitt 3, S. 55.
4 John Locke: Essay Concerning Human Understanding, Buch II, Kapitel 1, 2.
5 David Hume: An Enquiry Concerning Human Understanding, Abschnitt III.
6 Immanuel Kant: Kritik der reinen Vernunft, B 75.

1
unsere Wahrnehmung der Außenwelt durch unsere Sinne angewiesen und nicht ohne
beide möglich.
Zu der modernen Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie gehören der logische
Positivismus, die Sprachanalytische Philosophie, die anarchistische Erkenntnistheorie, der
kritische Rationalismus, die evolutionäre Erkenntnistheorie und der Konstruktivismus.
Laut Karl R. Popper, dem Vertreter des kritischen Rationalismus, müssen
wissenschaftliche Aussagen falsifizierbar sein. Die Wissenschaft nähre sich der Wahrheit
durch die Widerlegung falscher Theorien an.7 Nach Quine ist unser Wissen ein Netz von
Aussagen, welche prinzipiell alle revidierbar sind.8 In der grafischen Veranschaulichung
von Wissen als Netz können Aussagen nahe der Peripherie als leicht durch die Erfahrung
be- oder widerlegbar verstanden werden während Aussagen der theoretischen Physik
oder Logik im Zentrum stehen.
In der Sprachanalytischen Philosophie und nach Rorty hingegen seien unterschiedliche
Weltbilder nicht wahr oder falsch, sondern nur ein Ausdruck unterschiedlicher
Sprachbeispiele.9
Der Konstruktivismus, oder auch die genetische Erkenntnistheorie nach Piaget zeichnen
sich dadurch aus, dass besonders auf die sozialen und psychischen Faktoren bei der
menschlichen und wissenschaftlichen Erkenntnis geachtet wird. Piaget zufolge entstehen
Erkenntnis und Wissen durch Sozio- und vor allem Psychogenese und sind hierdurch und
durch eine wechselseitige Anpassung von Mensch und Umwelt zu erklären. 10 Nach v.
Glaser, dem Vertreter des radikalen Konstruktivismus, findet Erkenntnis durch subjektive
Konstruktion innerhalb von Grenzen statt, die durch die Außenwelt bestehen.11

2. Didaktische Begründung der Unterrichtseinheit

Die Unterrichtseinheit "Einführung in die Erkenntnistheorie" ist als erste Unterrichtseinheit


des erkenntnistheoretischen Reflexionsbereichs für das Halbjahr Q.1. der Sekundarstufe II
gedacht.12 Das Ziel der Unterrichtseinheit ist es, die Themenbereiche und Fragen der
klassischen Erkenntnistheorie mit denen der moderne Erkenntnis- und
Wissenschaftstheorie zu verbinden und neben einer Einführung in das Thema der
Erkenntnistheorie eine Grundlage für weitere Unterrichtseinheiten aus dem
Erkenntnistheoretischem Reflexionsbereich zu schaffen. Die Unterrichtseinheit orientiert
sich an der Schulung der fünf philosophischen Basiskompetenzen.13
Die Fragen nach den Grenzen, Bedingungen und Möglichkeiten gesicherten Wissens sind
angesichts der medialen Überflutung und gezielten Verbreitung von Fake News, durch die
das Prinzip der Wissenschaftlichkeit unserer modernen Gesellschaft untergraben wird,
aktuell relevant. Die Erkenntnistheorie ist zudem eine Schnittstelle mit der modernen
Wissenschaftstheorie. Das Thema ist deswegen nicht nur für philosophisch interessierte

7 Karl Popper: Logik der Forschung, 17.


8 Willard Van Orman Quine: Zwei Dogmen des Empirismus, S. 47.
9 Richard Rorty: The Linguistic Turn. Essays in Philosophical Method, S.3.
10 Jean Piaget: Abriß der genetischen Epistemologie, S. 85.
11 Ernst von Glasersfeld: Der Radikale Konstruktivismus, S. 22.
12 Fachanforderungen Philosophie S. 57.
13 Fachanforderungen Philosophie S. 53. - 55.

2
Schülerinnen und Schüler, sondern auch für zukünftige Naturwissenschaftler/-innen sowie
Akademiker/-innen aller Fachbereiche und für den Erwerb von Basiskompetenzen des
wissenschaftlichen Arbeitens wichtig.
Die Unterrichtseinheit orientiert sich an dem didaktischen Modell Sistermanns. 14 Es kann
sich dabei - wie in dem Film "Inception" - ein sogenanntes "Bonbon" innerhalb eines
"Bonbons" in einem weiteren "Bonbon" befinden, z.B. eine Hinführung auf bis zu drei (oder
mehr) verschiedenen gedanklichen Ebenen. In unserem Fall: Erkenntnistheoretischer
Reflexionsbereich (Halbjahr) - Einführung in die Erkenntnistheorie (Unterrichtseinheit) -
Unterthema - spezifische Fragestellung einer Einzelstunde. Sistermann zufolge sollen die
Schülerinnen und Schüler im ersten Schritt zu dem Thema hingeführt werden und dann im
zweiten Schritt zu einer möglichst konkreten Problematisierung gelangen. Die erste
Doppelstunde soll deshalb die zentralen Fragen des erkenntnistheoretischen
Reflexionsbereichs aufkommen lassen und stellen, die in den weiteren Unterrichtsstunden
als roter Faden dienen können: Was kann ich Wissen? Wie kommen wir zu gesichertem
Wissen? Begründen wir Wahrheit und Gewissheit letztlich durch logisch-analytisches
Denken oder die Erfahrung? Gleichzeitig sollen die Schülerinnen und Schüler in einem
ersten Schritt die Frage nach Wissen beantworten und zu einem ersten Ergebnis kommen,
welches die Herausarbeitung der klassischen Wissensdefinition ist.
In der zweiten Doppelstunde sollen die Frage, ob wir unseren Sinnen trauen können und
der Unterschied zwischen logisch-analytischen und sinnlich bzw. durch die Erfahrung
begründeten Aussagen, welche in der ersten Stunde aufgekommen sind, aufgegriffen
werden und zu dem Thema des radikalen Skeptizismus und Descartes hinführen.
Descartes Position wirft einen kognitiven Konflikt auf, weil wir meistens davon ausgehen,
dass wir unseren Sinnen trauen können und uns besser auf sie verlassen.
In der 5. und 6. Stunde soll dem Rationalismus Descartes die durch Locke und Hume
vertretene empiristische Position gegenübergestellt werden. Die Schülerinnen und Schüler
können die Positionen gegeneinander abwägen, selbst Stellung beziehen und entweder
für die eine, die andere Position oder für eine Verbindung beider Positionen
argumentieren. Zu Beginn der folgenden Doppelstunde wird die Frage bzw.
Problematisierung aufkommen, wie eine Verbindung beider Positionen aussehen könnte,
sodass später ein Textauszug Kants aus der Kritik der reinen Vernunft analysiert und
diskutiert werden kann.
In den Stunden 9 und 10 können die Schüler auf der Grundlage der klassischen
Erkenntnistheorie aktuelle Themen und Fragen aus dem erkenntnistheoretischem
Reflexionsbereich diskutieren: Können wir uns auf eine wahrheitsgetreue Berichterstattung
durch die Medien verlassen? Wie gehen wir mit Fake News und Verschwörungstheorien
um? Was bedeutet das Prinzip der Wissenschaftlichkeit? Ist das, was unsere
Wissenschaft als gesichertes Wissen darstellt, wirklich immer wahr? Die Doppelstunde soll
moderne wissenschaftstheoretische Fragen aufkommen lassen und die Schülerinnen und
Schüler so für die folgenden Doppelstunden vorbereiten. In diesen Doppelstunden können
dann die Positionen von Karl R. Popper, Willard Van Orman Quine, Jean Piaget sowie
Richard Rorty herausgearbeitet und diskutiert werden.

14 Rolf Sistermann: Der experimentelle Empirismus John Deweys und die Problemorientierung nach dem
Bonbonmodell., S. 114–133.

3
3. Tabellarische Struktur der Unterrichtseinheit "Einführung in die
Erkenntnistheorie"

Doppel- Thema Tätigkeit/ gedankliche Kompetenz- Material


stunden Aktivität der Schüler und schwerpunkte
Schülerinnen

1. + 2. Wahrnehmung Bilder zu
Können wir unsren SuS sammeln erste Deutung Sinnestäuschungen
Sinnen trauen? Definitionen und
Was ist Wissen? diskutieren über das Bild von Magritte: „Die
Verhältnis zwischen Menschliche Bedingtheit“
Wissen und Meinung
sowie reflektieren den
Begriff “wahrer Text zu Platon Theaitetos
gerechtfertigter Glaube” (Ausschnitt zur Definition
von Wissen als „wahrer,
gerechtfertigter Glaube“)

3. + 4. Können wir unseren Die Schüler*innen Deutung Bilder optischer


Sinnen vertrauen? analysieren Bilder und Wahrnehmung Täuschungen,
hinterfragen kritisch ob Sie
ihren eigenen Sinnen
vertrauen können.

SuS diskutieren über den


Text von Descartes und
erkennen die Bedeutung
vom logischen Denken Wahrnehmung Text zu René Descartes:
Ist logisches Denken und der Bedeutung des Philosophische Schriften in
Deutung einem Band, Teil 4,
die Grundlage von methodischen Zweifelns.
Wissen? Abschnitt 3, S. 55

Filmszene Matrix

5. + 6. Kommen wir wir nur SuS sammeln in Gruppen Deutung Textauszug zu John Locke:
durch Erfahrung zu Ideen zu Wissen, das auf Wahrnehmung Essay Concerning Human
gesichertem Wissen? Erfahrung beruht Understanding, Buch II,
Darstellung Kapitel 1

SuS lesen und diskutieren


Beruht nicht auch Textauszug von Locke. Zitat Hume
Kausalität und Denken Sus erarbeiten
auf Erfahrung? Kernaussagen des
Empirismus & diskutieren
darüber.

SuS diskutieren über Zitat


von Hume

7. + 8. Ist eine Synthese von SuS lesen und diskutieren Argumentation Textauszug von Immanuel
Empirismus und den Textauszug von Kant. Diskussion Kant: Kritik der reinen
Rationalismus Vernunft, B 75
möglich? Wahrnehmung
SuS prüfen und evaluieren
Kants Synthese von
Empirismus und
Rationalismus anhand
verschiedener Beispiele

4
9. + 10. Können wir uns auf Debatte zu Fake News Argumentation Zeitungsartikel und
eine wahrheitsgetreue und Darstellung Fallbeispiele zu Fake
Berichterstattung Verschwörungstheorien, News,
durch die Medien Beispiele: Trump, Urteil Verschwörungstheorien
verlassen? Wie gehen Klimawandel, und wissenschaftlichen
wir mit Fake News Mondlandung Publikationen
und
Verschwörungstheorie
n um? Was bedeutet Die SuS diskutieren über
das Prinzip der die bereits erlernten
Wissenschaftlichkeit? Definitionen von Wahrheit
Ist das, was unsere und erarbeiten in einer
Wissenschaft als Gruppenarbeit, Beispiele
gesichertes Wissen aus dem Alltag und
darstellt, wirklich Medien.
immer wahr?

11. + 12. Wie können wir SuS diskutieren in Argumentation Fallbeispiele aus der
gesichertes Wissen in Gruppen über die Urteil vorherigen Stunde
unserer modernen Falsifizierbarkeitshypothes
Gesellschaft e von Popper Wahrnehmung
gewährleisten? Textauszug: Willard Van
Orman Quine: Zwei
SuS lesen und diskutieren Dogmen des Empirismus,
einen Textauszug von S. 47-48
Quine

13. +14. Wie können wir SuS lesen und diskutieren Deutung Textauszug Jean Piaget,
unetrschiedliche Textauszug von Piaget Wahrnehmung Abriß der genetischen
Wikrlichkeitsbilder und erarbeiten die Epistemologie, S. 85
erklären? Konzepte Sozio- und
Psychogenese

15. + 16. Welche Rolle spielen SuS lesen und diskutieren Deutung Textauszug zu Richard
Sprache und Kultur für Textauszug von Rorty Wahrnehmung Rorty: The Linguistic Turn.
unser Wahrheits- und Essays in Philosophical
Wirkichkeitsverständni Method, S.3
s?

Welche Konzepte und SuS diskutieren erarbeiten


Theorien der Argumente in
modernen Erkenntnis verschiedenen Gruppen, Darstellung
und danach folgt offene Argumentation
Wissenschaftstheorie Debatte, in der die
Gruppen ihre Argumente Urteil
sind für mich
überzeugend und verteidigen und kritisieren.
warum?

5
4. Stundenraster der ersten Doppelstunde der Unterrichtseinheit

Stundenziel: Schüler und Schülerinnen sollen für das Thema Erkenntnistheorie und für
erkenntnistheoretische Fragen sensibilisiert werden, den Unterschied zwischen logischen
und empirischen Aussagen und die klassische Wissensdefinition erarbeiten.

Phase Lehraktivität/ Schüleraktivität/ Sozialform Material


Unterrichtsorganisation/Impulse Schülerverhalten

Einstieg L zeigt Bilder optischer SuS beschreiben die Bilder Plenum Bildmaterial, siehe
Täuschungen und bittet SuS und diskutieren die Fragen Anhang
diese zu beschreiben. und messen nach.
„Sind die Linien parallel?“
„Ist das ein Rechteck?“
„Wie können wir sicher sein?“

Problematisieru „Was können wir sicher SuS äußern Ihre Meinung / Plenum
ng wissen?“ Vorstellung von sicherem
„Was ist Wissen?“ Wissen.

Erarbeitung Fragenkatalog:
Ordnen Sie den einzelnen SuS ordnen Behauptungen Gewissheit von
Behauptungen jeweils einen jeweils einen Einzelarbeit &
Gruppenarbeit Aussagen, siehe
„Gewissheitsgrad“ von 1 „Gewissheitsgrad“zu und Anhang15
(ungewiss) bis 4 (völlig gewiss) diskutoieren über Gründe.
zu. Überlegen Sie, worauf sich SuS sollen zwischen
diese Gewissheit stützt und logischen und empirischen
nennen Sie Gründe für die Wahrheiten unterscheiden.
Gewissheit.
SuS Vergleichen Ergebnisse
und diskutieren über
weiterführende Fragen.
„Wo liegen die Grenzen meiner
Erkenntnis?“ Plenum
„Welche Bedingungen müssen
erfüllt sein?“
„Wie gelangen wir zur
Erkenntnis? Mit welchen
Mitteln? Auf welchen Wegen?“
„Was ist Wahrheit?“

Vertiefung „Was ist Wissen?“ SuS äußern Ihre Meinung Plenum


„Welche Kriterien müssen erfüllt und suchen gemeinsam
sein, damit wir von wissen nach Kriterien.
sprechen?“
SuS erarbeiten die drei
Gruppenarbeit
„Würden wir bei dieser Aussage Kriterien der klassischen
von Wissen reden? Warum? Wissensdefinition anhand
Warum nicht?“ von Aussagen.

1. Ich weiß das „viel Glück“ auf


Englisch „good luck“ bedeutet.
Ich glaube daran. Das erste
Kriterium ist Glauben.
2. „Die Erde ist eine Scheibe.“
3. Ein Kommissar glaubt dass
eine bestimmte Person der

15 adaptiert aus Zugänge zur Philosophie 2, S. 11.

6
Mörder ist, den er sucht. Er hat
aber keinerlei Indizien für seine
Überzeugung eher ein vages
Gefühl oder eine Ahnung. Es
stellt sich erst später heraus,
dass diese Person wirklich der
gesuchte Mörder ist.

Festigung/ „Welche 3 Kriterien müssen Wissensdefinition soll an Plenum


Sicherung erfüllt sein, damit wir von wissen zusammengefasst und
sprechen?“ überprüft werden.

Transfer/ „Was ist wirklich?“ „Sehen wir SuS diskutieren über die Bild „La Condition
Stellungnahme die Welt genauso wie sie ist?“ Bedeutung des Gemäldes humaine“/“Die
„Warum heiß das Bild „La Beschaffenheit des
Condition humaine“/“Die Menschen“
Beschaffenheit des Menschen“
und was könnte seine
Bedeutung sein? Text zu Platon
Theaitetos
(Ausschnitt zur
Definition von
Wissen als
„wahrer,
gerechtfertigter
Glaube“)

5. Stundenraster der Doppelstunde "Moderne erkenntnistheoretische Positionen I:


Wissenschaftlicher Fortschritt durch Falsifikation und Wissen als
zusammenhängendes Netz"

Stundenziel: Schülerinnen und Schüler sollen das Falsifikationsprinzip und deduktive


Überprüfung nach Karl R. Popper in einer Gruppenarbeit anwenden und mithilfe eines
Textauszuges von Willard Van Orman Quines dessen und Poppers kritische rationale
Positionen erarbeiten, miteinander verbinden und diskutieren.

Phase Lehraktivität/ Schüleraktivität/Schülerverhalten Sozialform


Unterrichtsorganisation/Impulse

Einstieg Gedankenbeispiel: Sie sind eine SuS sammeln Ideen und Plenum und
Grupe von Forscher/-innen und diskutieren sie offene
erkunden eine einsame Insel. Diskussion
Auf der Insel entdecken sie eine
neue Gruppe von blauen
Papageien einer neuen
unbekannten Spezies, die sie
"Blue Parrots" nennen. Sie
zählen 15 bis 20 Papageien in
der Gruppe. Können Sie darauf
schließen, dass alle Papageien
dieser Spezies blau sind.

Problematisierung Induktionsproblem und SuS konkretisieren die zwei Plenum


Psychologismus Probleme

Erarbeitung
Wie kann das Problem gelöst SuS können Problemlösungen

7
Plenum
werden? (logische Kohärenz,
Ableitbarkeit, Vereinbarkeit,... )
finden und diskutieren.

Kurze Präsentation und


diskussion der Falsifikation SuS überprüfen das Prinzip der
(Überprüfbar- und Falsfikation anhand des
Widerlegbarkeit von Beispieles in offener Diskussion.
Hypothesen) Karl R. Poppers
anhand eines Beispiels.
Gruppenarbeit

Überprüfen Sie das Prinzip der SuS überprüfen selbstgewählte


Falsifikation anhand eines der Fallbeispiele auf logische
Fallbeispiele. (Fallbeispiele aus Koheränz, Widersprüche,
der letzten Doppelstunde zu Ableitbarkeit und Vereinbarkeit.
Fake News,
Verschwörungstheorien und
Medien, sowie neue Fallbeispiel
aus den Naturwissenschaften)
Plenum
SuS stellen Ergebnisse vor.
Auszüge und
Fallbeispiele
von Fake News,
Verschwörungst
heorien und
wissenschaftlich
en Theorien

Vertiefung „Was ist Wissen als SuS sammeln Ideen. Plenum Textauszug:
zusammenhängendes Netz?“ Willard Van
Orman Quine:
Wie läasst sich Quine zufolge Zwei Dogmen
Wissen als Netz darstellen? SuS lesen erarbeiten Einzelarbeit & des
Was sind Aussagen, die laut Kernaussagen des Textauszuges Paare Empirismus, S.
Quine als als "schärfer 47-48.16
empirisch gerichtet"
beschrieben werden?
Vergleichen Sie die Quines
Position mit der von Popper.

Festigung/ Wie kann das Bild des Feldes SuS sammeln und diskutieren Plenum
Sicherung graphisch dargestellt werden? Vorschläge für eine grafische
Welche Beispiele können das Darstellung am Whiteboard.
verdeutlichen?
Welche Aussagen stehen im
Zentrum, welche in der
Peripherie?

Transfer/ Diskussion eines aktuellen Plenum


Stellungnahme Fallbeispiels aus den
Naturwissenschaften anhand
dessen sich das Prinzip der
Widerlegbarkeit und
Überprüfbarkeit von Hypothesen
mit dem Holismus von Quine
verbinden lässt.

16 Willard Van Orman Quine: Zwei Dogmen des Empirismus, S. 47-48.

8
6. Sachanalyse und didaktisch-methodische Erläuterung der Doppelstunde
"Moderne Erkenntnistheoretische Positionen I"
Karl R. Popper und Willard Van Orman Quine sind die wichtigsten Vertreter der modernen
Wissenschaftstheorie und des kritischen Rationalismus. Karl R. Popper wurde durch das
Prinzip der Falsifikation bekannt, durch das Wissenschaftlicher Fortschritt erreicht werden
soll. Popper weitete den Anspruch der möglichen Überprüfbarkeit und Widerlegbarkeit von
Hypothesen, welchen er in den Naturwissenschaften vorfand, auf die Wissenschaft
insgesamt und insbesondere die Humanwissenschaften aus: "Ein Empirisch
Wissenschaftliches System muss an der Erfahrung scheitern können". 17 Er beabsichtigte
zwei sich durch die gesamte Wissenschaft ziehende logische Fehler zu beheben: Das
Problem der Induktion, welches entsteht wenn von einer regelmäßigen Beobachtung auf
ein allgemeines Gesetz geschlossen wird und der Psychologismus, ein positives Interesse
der Wissenschaftler, eine neue Hypothese zu belegen, aber nicht darin, eine fehlerhafte
Hypothese zu widerlegen.18 Die naheliegende Lösung dieser zwei wissenschaftlichen
Fehler besteht Popper zufolge in der "deduktive[n] Überprüfung der Theorien" 19: Theorien
sollen auf ihre logische Kohärenz überprüft werden, auf "Äquivalenz, Ableitbarkeit,
Vereinbarkeit [und] Widerspruch"20.
Willard Van Orman Quine ist insbesondere für den Holismus bekannt und durch die
grafische Veranschaulichung von Wissen als ein zusammenhängendes Netz oder Feld mit
einem Zentrum und einer Peripherie. Quine zufolge lassen sich Aussagen, die nahe der
Peripherie verortet werden könnten, leicht durch unsere Erfahrung bestätigen oder
widerlegen.21 Die Aussagen, die sich im Kern des Netzes oder Feldes befinden, z.B.
theoretische Aussagen der Physik oder Logik, sind schwer durch die Erfahrung zu
revidieren und halten das gesamte logisch vernetze System des Wissens zusammen, sind
nichtsdestotrotz auf Erfahrung angewiesen.
Die Doppelstunde "Moderne Erkenntnistheoretische Positionen I" verbindet die Positionen
Karl R. Poppers und Qillard Van Orman Quines, der zwei wichtigsten Vertreter der
modernen Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie. Wie die Unterrichtseinheit orientiert sich
auch die Doppelstunde an dem didaktischen Model Sistermanns.22 Während der
Doppelstunde sollen alle fünf philosophischen Basiskompetenzen (Wahrnehmungs-,
Deutungs-, Argumentations-, Urteils- und Darstellungskompetenz) angewendet und geübt
werden, Schwerpunkte liegen auf der Urteils- und Wahrnehmungskompetenz.
Das Gedankenbeispiel eignet sich als Hinführung, weil es mittels einer situativen
Präsentation einen Kontext schafft, die Schülerinnen und Schüler können sich mit einer
Gruppe von Forscher/-innen identifizieren und werden von einer lebensnahen und
anschaulichen Ebene zu einer konkreten abstrakten Fragestellung geleitet, dem
Induktionsproblem. An dieser Stelle können zunächst intuitive Vorschläge zur
Problemlösung gesammelt und diskutiert werden. Falls das Prinzip der Falsifikation
Poppers noch nicht bekannt ist kann es durch die Lehrkraft kurz vorgestellt werden.

17 Karl R. Popper: Logik der Forschung, S.9.


18 Karl R. Popper: Logik der Forschung, S. 3 - 8.
19 ebd..
20 ebd..
21 Willard Van Orman Quine: Zwei Dogmen des Empirismus, S. 47-48.
22 Rolf Sistermann: Der experimentelle Empirismus John Deweys und die Problemorientierung nach dem
Bonbonmodell., S. 114–133.

9
Schülerinnen und Schüler üben in diesen Abschnitten insbesondere Wahrnehmungs-,
Deutungs- und Darstellungskompetenz.
Der erste Schwerpunkt der Doppelstunde liegt auf einer Gruppenarbeit, in der die in der
letzten Doppelstunde thematisierten und dazu ein paar neue Fallbeispiele zu Fake News,
Verschwörungstheorien oder anderen wissenschaftlichen Theorien auf ihre logische
Kohärenz untersucht werden sollen. Insgesamt liegt damit in der ersten Stunde ein Fokus
auf der Urteilskompetenz und auf selbstgesteuertem und intuitiven Arbeiten der
Schülerinnen und Schüler. Eine erste Festigung besteht dadurch, dass die Ergebnisse der
Gruppenarbeit vorgestellt und diskutiert werden.
Indem gefragt und diskutiert wird, was Poppers Prinzip der Falsifikation für die
Wissenschaft insgesamt bedeutet knüpft die Hinführung der zweiten Doppelstunde an den
Transfer der ersten an. In dem zweiten Abschnitt der Doppelstunde soll der Textauszug
von Quine aus zwei Dogmen des Empirismus 23 behandelt werden, der eine sehr gute
Antwort auf diese Frage vorstellt. Schülerinnen und Schüler erhalten einen konkreten
Arbeitsauftrag und können in Paaren oder einzelnd arbeiten. Durch die Textarbeit liegt der
Schwerpunkt auf der Wahrnehmungskompetenz und auf geleiteter und vertiefender Arbeit,
wobei durch die Paararbeit und das gemeinsame Vergleichen und Diskutieren der
Ergebnisse auch die anderen Basiskompetenzen geübt werden. Die Festigung soll durch
eine graphische Verdeutlichung am Whiteboard geschehen, die durch Diskussion im
Plenum entstehen kann. Hier können die Positionen von Popper und Quine miteinander
verbunden und anhand von aktuell relevanten Beispielen geprüft werden.

23 Willard Van Orman Quine: Zwei Dogmen des Empirismus, S. 47-48.

10
7. Literaturverzeichnis
Descartes, René (1996). Philosophische Schriften in einem Band, (franz. und dt. Text
parallel) "Discours de la methode" Hamburg: Felix Meiner Verlag
Hume, David (1993) An Enquiry Concerning Human Understanding, Indianapolis: Hackett
Publishing Company
Kant, Immanuel (1986). Kritik der reinen Vernunft. Ditzingen: Relcam, Philipp.
Locke, John (1998). Essay Concerning Human Understanding. London: Penguin Classics.
Piaget, Jean (1974). Abriß der genetischen Epistemologie, übers. von Fritz Kubli.
Freiburg/Br.: Walter.
Platon (2001). Theaitetos. Berlin: Contumax.
Platon (1983). Der Staat, übers. von Friedrich Schleiermacher (Buch VI und VII).
Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt.
Popper, Karl R. (1971). Logik der Forschung. Tübingen: Mohr.
Rorty, Richard (1967). The Linguistic Turn. Essays in Philosophical Method. Chicago and
London: The University of Chicago Press.
Sewing, Eva-Maria und Henke, Roland W. (et al.) (2002): Zugänge zur Philosophie 2.
Berlin: Cornelsen.
Sistermann, Rolf. (2017). Der experimentelle Empirismus John Deweys und die
Problemorientierung nach dem Bonbonmodell. In: Ekkehard Martens (Hrsg.): Empirie
und Erfahrung im Philosophie und Ethikunterricht. Hannover: Siebert.
Van Orman Quine, Willard (1979). Zwei Dogmen des Empirismus. In Ders.: Von einem
logischen Standpunkt: Neun logisch-philosophische Essays. Übers. v. P. Bosch.
Frankfurt/M., Berlin, Wien: Ullstein.
Von Glasersfeld, Ernst (1997). Der Radikale Konstruktivismus. Frankfurt/M.: Suhrkamp
Verlag.

11
8. Anhang

8.1 Fragenkatalog „Was können wir sicher wissen?“

Ordnen Sie den einzelnen Behauptungen jeweils einen „Gewissheitsgrad“ von 0


(unwahr/falsch) oder 1 (ungewiss) bis 5 (völlig gewiss) zu. Überlegen Sie, worauf sich
diese Gewissheit stützt und nennen Sie Gründe für die Gewissheit.
Die Erde ist keine Scheibe.
Im Klassenraum ist es wärmer als draußen.
2+3=5
Heute Abend geht die Sonne unter.
Alle Menschen sind sterblich. Sokrates ist ein Mensch. Deshalb ist Sokrates sterblich.
Die Wettervorhersage für Übermorgen ist korrekt.
Alle Junggesellen sind unverheiratet.
Es gibt ein Weiterleben nach dem Tod.
Der Mount Everest ist 8863 m hoch.
Zitronen schmecken sauer.
Der Satz des Pythagoras ist wahr.
Es gibt intelligente Lebewesen auf anderen Planeten.
Beim Verbrennen wird Sauerstoff verbraucht.
13 ist eine Unglückszahl.
8.2 Bildmaterial

12
9. Eigenständigkeitserklärung

Hiermit versichere ich, dass das Portfolio mit dem Titel:

Einführende Unterrichtseinheit zu dem erkenntnistheoretischen Reflexionsbereich in der


Sekundarstufe II

1. noch nicht an anderer Stelle als Prüfungsleistung vorgelegt wurde,


2. selbstständig verfasst wurde und ich alle von anderen Autoren übernommenen
Gedanken wie auch Textstellen oder Passagen aus gedruckten Schriften und digital
verfügbaren Dokumenten in der Ausführung meiner Arbeit gekennzeichnet sowie die
Quellen korrekt zitiert habe und
3. meine Eigenleistung ist und kein textgenerierendes KI-Sprachmodell (z. B. ChatGPT
oder Janni AI) verwendet wurde, um einzelne Bestandteile oder die gesamte Arbeit zu
erstellen.
Darüber hinaus versichere ich,
4. dass ich die oben angegebene Rechtsvorschrift und die Erläuterungen dazu zur
Kenntnis genommen und
5. mir bekannt ist, dass Zuwiderhandlungen gegen den Inhalt dieser Erklärung einen
Täuschungsversuch darstellen, der grundsätzlich das Nichtbestehen der Prüfung zur
Folge hat.

Unterschrift, Ort und Datum

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