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Pyelonephritis

Anna Müller, eine 75-jährige Patientin, leidet an akuten Flankenschmerzen, Dysurie und Fieber, mit Verdacht auf Pyelonephritis, unterstützt durch ihre Vorgeschichte von Diabetes und Hypertonie. Die Diagnostik umfasst Laboruntersuchungen, Urinanalysen und bildgebende Verfahren zur Bestätigung der Diagnose und zur Differenzialdiagnose. Eine stationäre Therapie mit Schmerzmanagement und Antibiotika wird empfohlen, um mögliche Komplikationen zu vermeiden.

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Pyelonephritis

Anna Müller, eine 75-jährige Patientin, leidet an akuten Flankenschmerzen, Dysurie und Fieber, mit Verdacht auf Pyelonephritis, unterstützt durch ihre Vorgeschichte von Diabetes und Hypertonie. Die Diagnostik umfasst Laboruntersuchungen, Urinanalysen und bildgebende Verfahren zur Bestätigung der Diagnose und zur Differenzialdiagnose. Eine stationäre Therapie mit Schmerzmanagement und Antibiotika wird empfohlen, um mögliche Komplikationen zu vermeiden.

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Name: Anna Müller / Natalie Krämer

Alter: 75 Jahre Gewicht: 68 kg Größe: 175 cm

Allergien/Unverträglichkeiten:
Es seien keine Allergien oder Unverträglichkeiten bekannt.

Genussmittel:
Sie rauche 20 Zig./Tag seit 50 Jahren. (50 py)
Sie trinke 1 Glas Rotwein oder 1 Bier am Tag.
Sie nehme keine Drogen.

Sie treibe keinen Sport.

Sozialanamnese:
- Sie sei verwitet und habe 3 gesunde Kinder
- Sie sei Rentnerin

Familienanamnese:
- Der Vatter habe Diabetes mellitus Typ 2, aterielle Hypertonie und rheumatoide Arthritis erlitten.
- Die Mutter sei an einem Myokardinfarkt gestorben.

Aktuelle Beschwerden, vegetative Anamnese. Vorerkrankungen und Voroperation


Dysurie = erschwertes und/oder schmerzhaftes Ablassen des Harns (Miktion)
Algurie = nur Schmerzen beim Wasserlassen
Harndrang → ist das Bedürfnis zu urinieren
Drang →necesidad o urgencia de

Anna Müller ist eine 75-jährige Patientin. Sie stellte sich bei uns wegen seit 2 Tagen bestehender linksseitige
stechender Flankenschmerzen vor. Die Intensität liege bei 7 auf der Schmerzskala mit Ausstrahlung in das linken
Oberschenkel / in den Rücken und werde bei Bewegung stärker. Sie habe Ibuprofen 600 mg eingenommen, was die
Intensität der Schmerzen nicht verringert habe. Als Begleitsymptome nannte sie Dysurie, Pollakisurie und Nykturie.
Die Patientin berichtete ebenfalls über schaumigen braunen Urin (trüber Urin) mit „fischiger“ Geruch. In der
vegetativen Anamnese erwähnte sie 39° C Fieber, Schüttelfrost, Fatigue, Inappetenz und Insomnie wegen der
Schmerzen. Außerdem habe sie Parästhesien den Beinen. (Diabetische Polyneuropathie)

An Vorerkrankungen leide die Patientin an:


- Diabetes mellitus Typ 2 seit 20 Jahren
- arterieller Hypertonie seit 30 Jahren
- Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) seit 30 Jahren

Bislang seien keine Voroperationen erfolgt / bekannt.

Bezüglich der medikation nehme sie Metformin 1000 mg 1-0-1, Ramipril 5 mg 1-0-0, Diuterikum 12.5 mg 1-0-0, Spiriva
und Salbutamol 1-0-1

Sie sei vollständig geimpft. Sie sei in letzter Zeit nicht im Ausland gewesen.

Verdachtsdiagnose: Aufgrund der Anamnese habe ich den Verdacht auf Pyelonephritis → hoch Fieber

Als Differentialdiagnosen kommen die folgenden in Betracht:


- Urolithiasis
- Nierenabszess
- Sigmadivertikulitis

um die Diagnose zu bestätigen, würde ich die Patientin körperlich untersuchen.


- Messung der Vitalzeichen: Atemfrequenz, Blutdruck, Puls, Körpertemperatur
Tachykardie und Hypotonie = Pyelonephritis
- Nierenlager abklopfen → Nierenklopfschmerz

Zur weiteren Abklärung sollten die folgenden Maßnahmen durchgeführt werden:


1.- Laboruntersuchung
- Entzündungszeichen: CRP, BSG erhöht, Leukozytose.
- Nierenretentionsparameter: Kreatinin, Hanrstoff.
- Blutkulturen mit Antibiogramm für direkten Erregernachweis

2.- Urinuntersuchung Mittelstrahlurin


Urinsediment: Leukozyturie und Hämaturie, Nitrit positiv.
Urinkultur: Bakteurie > (größer als) 105 koloniebildenden Einheiten pro ml

3.- Sonografie von Harnblase, Harnleitern und Nieren: Im B-Mode


Pyelonephritis → ödematös vergrößerte Niere → Zunahme der Echogenität

4.- Urographie mit Kontrastmittel mittels CT → bei unklarer Genese


Kontrastmittel über einen Katheter direkt in die zu untersuchenden Organe (die Blase, die Harnleiter und das
Nierenbecken) gefüllt

Sollte sich die Verdachtsdiagnose bestätigen, schlage ich die folgende Therapie vor:
1.- Stationäre Therapie

2.- Spasmolytikum + Schmerztherapie:


- Metamizol / Buscopan: 1 g - 2 g i.v. oder
- Diclofenac: 75 mg / kg i.v. oder
- Morphin: 0,1 mg / kg i.v. oder

3.- Antibiotika
- Unkomplizierte →Cefalosporin
- Komplizierte →Fluorchinolone Ciprofloxacion 500 mg p.o. oder i.v. 1-0-1 für 10 Tage oder

4.-Antipyretika
- Paracetamol: 1 g i.v.

viel trinken

Parästhesie Missempfindung
Hypästhesie Reduziertes gefühl

Neoplasie Neubildung von Körpergewebe


Inkontinez Ungewollten Urin oder Stuhlverlust
Karzinom Krebs
Laxativum Abführmittel
Inzision Chirurgische Einschnitt in ein Gewebe
Colon irritable Reizdarmsyndrom
Sinus maxilaris Kieferhöhle
Tinitus Ohrgeräusche
Sepsis Blutvergiftung
Exsikkose Austrocknung
non-compliance die Mangelnde Kooperation des Patient bei ein medizinischen Behandlung
Meläna Teerstuhl
Lobektomie Operative Entfernung eines Lungenlappens
Menopause Wechseljahre
Menstruation Regelblutung
Epigastrisch Oberbauch
Asthma Atemnot
Lokalanästhesie Örtliche Betäubung
Ulcus ventriculi Magengeschwür
lokalisiert festlegen
Osteoporose Knochenschwund
Kardial das Herz betreffend
Ovar Eierstock
Palpation Abtasten
Trachea Luftrönjhre
Hydronephrose Erweiterung des Nierenhohlsystems (dilatation)
Neoplasie Neubildung von abnormalen Körpergewebe
Laxativum Abführmittel
Inzision Chirurgischen Einschnitt
Colon Irritabile Reizdarmsyndrom
Sinus maxillaris Kieferhöle

Was sehen wir in eine Sonographie?


Komplikationen?
Wie nehme Urinprobe?

Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung)
Definition Blasenentzündung (Zystitis) ist eine Entzündung der Blasenschleimhaut oder der
Harnblase, die meist durch Bakterien

- bakterielle Erkrankung des Nierenbeckens, die meist durch eine


Harnblaseinfektion verursacht wird.
- Harnwege (aszendierend / Die Infektion steigt in die Nieren auf)
- oder auf dem Blutweg (hämatogen-deszendierend) entstehen

Ätiologie Die häufigsten Erreger sind


E. coli rund 90 Prozent (eine Bakterienart, die normalerweise im Dickdarm lebt)
Aerobacter, Klebsiellen oder Proteus.

Klinik Fieber
Symptome Schüttelfrost
Dysurie
Flankenschmerzen
Zeichen ggf. gürtelförmige Schmerzen wie bei einer Pankreatitis
ggf. Rückenschmerzen

Diagnostik um die Diagnose zu bestätigen


Als Sofortmaßnahme:
Würde ich den Patienten körperlich untersuchen.
- Messung der Vitalzeichen: Atemfrequenz, Blutdruck, Puls, Körpertemperatur
Tachykardie und Hypotonie = Pyelonephritis
- Nierenlager abklopfen → Nierenklopfschmerz

Zur weiteren Abklärung sollten die folgenden Maßnahmen durchgeführt werden:


1.- Laboruntersuchung
- Entzündungszeichen: CRP, BSG erhöht, Leukozytose.
- Nierenretentionsparameter: Kreatinin, Hanrstoff.
- Blutkulturen mit Antibiogramm für direkten Erregernachweis

2.- Urinuntersuchung
Mittelstrahlurin, da das Risiko einer bakteriellen Kontamination bei
nichtinvasiver Urinsammlung bis zu 40 % beträgt.
• Urinsediment: Leukozyturie und Hämaturie, Nitrit positiv.
• Urinkultur: Bakteurie > (größer als) 105 koloniebildenden Einheiten pro ml

o Bei rezidivierenden Harnwegsinfektion


o Bei Zeichen einer nosokomialen Harnwegsinfektion
o Fehlender Therapieerfolg, Fieber oder Sepsis
o Nierenfunktionstest: Kreatinin und Harnstoff

3.- Sonografie von Harnblase, Harnleitern und Nieren: Im B-Mode


Pyelonephritis → ödematös vergrößerte Niere → Zunahme der Echogenität
Steine (Lithiasis)
4.- Urografie mit Kontrasmittel mittels CT → bei unklarer Genese

Komplikationen Urosepsis
Paranephritischer Abszess

Differentialdiagnostik - Harnwegsinfektion
- (Sigmadivertikulitis) Entzündung von Divertikeln im Bereich des Colon
sigmoideums
- (Nierenabszess) abgekapselter Eiteransammlung in der Niere
- Appendizitis (Blinddarmentzündung)
Therapeutische - Starionäre Therapie
Maßnahmen Der Patient ist Diabetiker und hat ein höheres Risiko für Komplikationen (Abszess, akutes
Nierenversagen, Sepsis)
Eine diabetische Nephropathie ausschließen
1.- Stationäre Therapie
2.- Spasmolytikum + Schmerztherapie:
- Metamizol / Buscopan: 1 g - 2 g i.v.
- Paracetamol: 1 g i.v.
- Diclofenac: 75 mg / kg i.v.
- Morphin: 0,1 mg / kg i.v.

3.- Antibiotika
Unkomplizierte →Cefalosporin
Komplizierte → Ciprofloxacion 500 mg p.o. oder i.v. 1-0-1 für 10 Tage oder

4.-Antipyretika

Prognose ist im Allgemeinen gut.

Nephrolithiasis = Nierensteine
Definition Konkremente (Steine ) in den Nieren.

Ätiologie • - genetische Prädisposition


• - geringe Trinkmenge
- Harnwegsinfekte. (Verursachen die Steinbildun)
• - oxalatreiche Ernährung (Spinat)
- purinhaltige Ernährung (Fleisch, Alkoholmissbrauch)
• - Erkrankungen, (hohen Kalziumausscheidung im Urin (Hyperparathyreoidismus)
• - Bestimmte Medikamente wie Azetalzolamid und Acetylsalicylsäure (ASS)

Klinik Nierenkolik (Harnleiterkolik) verursacht durch die Dehnung des
Harnleiters aufgrund der Passage des Nierensteins.

- Plötzlich auftretende, koligartige (stechende, krampfartige, wellenförmige)


Schmerzen, die je nach Lage des Nierensteins in den Rücken, den seitlichen
Unterbauch, die Leisten oder in die Genitalregion (Schamlippen, Hoden)
ausstrahlen.
- Übelkeit und Erbrechen.
- Pollakisurie (Häufiges Wasserlassen kleiner Harnmengen)
- Tenesmus (schmerzhafter Harndrang)
- Hämaturie (Blut im Urin) aufgrund von Verletzungen der Schleimhaut.
- Fieber, Schüttelfrost und Schmerzen beim Wasserlassen bei
zusätzlicher Harnwegsinfektion.

Komplikationen Harnwegsinfektion (HWI)


Urosepsis
• Tachypnoe (> 20 Atemzüge / min)
• Tachykardie (> 90 Schläge / min)
• Hyperthermie (> 38 ° C)
• Hypothermie (< 36 ° C, in Abwechslung mit Fieberschüben)
Abszess
akutes Nierenversagen oder akute Niereninsuffizienz
Diagnostik 1.- Krankengeschichte:
- Ernährungsgewohnheiten
- eingenommenen Medikamenten.

2.- Urinuntersuchung:
Mikro- oder Makrohämaturie / Leukozyturie / Nitrit / Protein / Glukose / Sediment
(Bakterien, Kristalle)

3.- Urogenitalsonographie

4.- Röntgenaufnahmen

5.- Ausscheidungsurographie: Kontrastmittelinjektion über eine Vene in die Blutbahn


geleitet, über die Nieren, Harnleiter, Blase und Harnröhre ausgeschieden.

6.- retrograde Urographie: Kontrastmittel über einen Katheter direkt in die zu


untersuchenden Organe (die Blase, die Harnleiter und das Nierenbecken) gefüllt

Differentialdiagnostik 1. Nierenabszess (Diagnose durch CT [Ellinger 2011])


2. Pyelonephritis
3. Papillennekrose durch z. B. eine Analgetikanephropathie
4. Appendizitis
5. Extrauteringravidität

Therapeutische 1.- Stationäre Therapie


Maßnahmen 2.- Spasmolytikum + Schmerztherapie:
- Metamizol / Buscopan: 1 g - 2 g i.v.
- Paracetamol: 1 g i.v.
- Diclofenac: 75 mg / kg i.v.
- Morphin: 0,1 mg / kg i.v.

3.- Antibiotika
Unkomplizierte →Cefalosporin
Komplizierte → Ciprofloxacion 500 mg p.o. oder i.v. 1-0-1 für 10 Tage oder

4.-Antipyretika

5.- expulsive Therapie (MET)


- Tamsulosin (Alphablockern)
- Nifedipin (Kalziumkanalblockern)
- viel trinken
- Bewegung

6. - extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL): werden die Nierensteine von außen


unter Röntgen oder Ultraschallkontrolle mit Stoßwellen zertrümmert.

7.- perkutanen Nephrolitholapaxie (PCNL)


wird die Niere unter Ultraschall und Röntgenkontrolle über die Haut zunächst mit einer
Nadel punktiert
Anschließend wird ein Endoskop eingeführt
die Nierensteine werden aufgebrochen und anschließend entfernt.
Prognose - gute Prognose
- Bis zu 90 % der Konkremente gehen spontan ab (Herold 2020).
- Das Rezidivrisiko lässt sich durch eine entsprechende Metaphylaxe auf < 15 %
senken

• Trüber Urin: Pyurie


• Roter Urin: Hämaturie, Nahrung (Rote Beete, Heidelbeeren, Brombeeren), Myoglobinurie, Hemoglobinurie,
chronische Bleivergiftung
• Dunkel-gelber bis orange-farbener Urin: Bilirubinurie (Urobilinogen), Rifampicin
• Brauner Urin: (alte) Blutung, Myoglobinuria, Medikation mit Nitrofurantoin, Metronidazol oder L-Dopa,
Porphyrie
• Grüner Urin: Bilirubinuria (Biliverdin)

Leukozyturie:
Leukozyten >15 pro Gesichtsfeld: Harnwegsinfektion, Urogenitaltuberkulose, Nephrolithiasis, Fremdkörper

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