Rezumat RG
Rezumat RG
Nach 1246 sicherte sich Rudolf I. von Habsburg die Macht ber sterreich, Steiermark und Krnten im Kampf
gegen Ottokar von Bhmen und belehnte 1282 seine beiden Shne mit dem Land.
-> Beginn der Habsburgischen Herrschaft in sterreich
Zwischen 1375 und 1523 gelangten fast alle Grafschaften zwischen Arlberg und Rhein unter habsburgischer
Herrschaft (Nur als Lnderverbindung)
-> Herrschaft zu sterreich
Im Sptmittelalter entwickelten sich unter habsburgischer Herrschafft die Gebiete: bersterreichische Lnder
(Tirol, Vorarlberg, und die Vorlande) und niedersterreichische Lnder (sterreich ob und nid der Enns,
Steiermark, Krnten, Krain)
-) Habsburger
Ursprnglich aus dem Gebiet der heutigen Schweiz
1282 1918 stellten Habsburger die Herrscher sterreichs
Familienbesitz war niemals gesamt vereint, sondern auf verschiedene Linien verteilt
Unterschiedlich viele Linien im Laufe der Zeit, grob: spanische und deutsche Linie
Spanische Linie zunchst politische Vormachtstellung (BeNeLux, Spanien, zeitweise Portugal, Italien und
smtliche Kolonien Amerika, Asien
Versuch der Eingliederung von Ungarn: Ungarn rufen Trken zuhilfe -> Erste Trkenbelagerung Wiens 1529
Ungarn geteilt in Trkischen und sterreichischen Teil: Zweite Trkenbelagerung 1683
-> Ganz Ungarn unter sterreichischer Herrschaft
1700 starb der letzte mnnliche Habsburger aus der spanischen Linie -> Spanische Erbfolgekrieg (1700 1714)
entbrannte zwischen Frankreich (Bourbonen) und sterreichischen Habsburgern
-> Zweiteilung der spanischen Monarchielnder zwischen F und
1713 rief Karl VI die Pragmatische Sanktion aus
Unteilbarkeit des Landes wurde ausgerufen
Thronfolgerecht wurde auf Primogenitur mir subsidir weiblicher Thronfolge gendert (Maria Theresia)
Das Heilige Rmische Reich weiterhin eine Wahlmonarchie
Privilegium minus und maius
1156 stellte Kaiser Friedrich I dem neuen sterreichischen Herzog einen besonderen Freiheitsbrief aus -->
Privilegium minus (Sicherung der Erbfolge, Landesherrschaft strken)
Machtzuwachs der sterreicher im [Link] bewegte Rudolf IV zur Verflschung des Privilegium minus -->
Privilegium maius
Besttigung von Kaiser Karl IV 1359 verweigert
1453 aber von Kaiser Friedrich III (selbst Habsburger) besttigt, von da an geltendes Recht bis 1806
Habsburger waren nun Erzherzge, Folge:
Pflicht des consilium et auxilium auf ein Minimum reduziert
Gerichtsbarkeit ging vom Erzherzog aus
legte Prinzip der Primogenitur (Erstgeburt) fest Erbfolge gesichert
Privilegium Maius wichtig, weil vorher verschiedene Habsburger Linien (Graz, Wien, Innsbruck) und daher keine
Einheit Herrschaftsteilung
-) Das heilige Rmischen Reich
Entstand nach dem Untergang des Rmischen Reiches (476 wurde der letzte Kaiser in Rom abgesetzt), nach
Fusion von Deutschen Knigreich und Knigreich Italien (Mitte 10. Jhd)
Der dualistische Stndestaat
Frstengesetze von 1220 und 1231 frderten die Umwandlung des Heiligen Rmischen Reiches von einem
Verband weniger groer Stammesherzogtmer zu einer Vielzahl kleinerer Territorialherrschaften
Landesfrsten sollten dual mit den Groen des Landes (sonstige Rechtstrger Landstnde) regieren.
Versammlungen institutionalisierten sich zu Landtagen, deren Ziel aber nicht die Volksvertretung, sondern die
Vertretung der Interessen der einzelnen Stnde war
Landstandschaft: Recht der Groen des Landes auf Teilnahme an Landtagen
Groen des Landes: Vasallen des Landesfrsten, Geistliche mit Vogteirechten, Stadtherren
Gleichartige Stnde bildeten im Landtag eine Kurie, diese gab nach Beratung eine gemeinsame Stimme ab
Im Heiligen Rmischen Reich hatten die sieben Kurfrsten eine Sonderrolle mit eigener Kurie
Reichsreform 1495
folge des massiven Bedeutungsverlust d Rmischen Kaisers und Deutschen Knigs
Institutionalisierung der Reichsstnde im Reichstag
Verkndung des Ewigen Landfriedens (Ende des Fehdewesens)
Schaffung des Reichskammergerichts (RKG)
Reichskammergericht (RKG)
berwachung des Landfriedens
(Zivilrechtlicher) Gerichtsstand
Unabhngig vom Knig
Reichshofrat (RHR)
Ursprnglich nur ein Beratungsorgan des Kaisers, entwickelte sich zu einem RKG konkurrierenden Gerichtshof
Unterstand dem Kaiser, Sitz in Wien
Regierung des Reiches
Knig mit geistlichen und weltlichen Reichsfrsten (= Lehen nur und unmittelbar vom Knig erhalten).
Diese standen in einer Lehensbeziehung zum Knig und waren daher zu consilium et auxilium (Hoffahrtspflicht
und Heerfahrtspflicht) verpflichtet.
Kaiser
Ursprnglich von Papst gekrnt
Ab [Link] immer mehr Machtverlust, weil:
- kaum Kaiserkrnungen durch den Papst, deshalb wurde die Knigskrnung durch den Erzbischof gleichzeitig
als Kaiserkrnung wahrgenommen Kaiser- und Knigswrde verschmolzen
- Kaiser musste bei Kaiser/Knigskrnung eine Wahlkapitulation abgeben: Wahlversprechen gegenber
Kurfrsten, Kaiser durfte meiste Entscheidungen nur noch in Absprache mit Kurfrsten und Reichstag treffen
- RKG spter unabhngig vom Kaiser urteilte
Knig
- Oberster Heerfhrer und Richter
- Mythische Vorstellung: Besa Knigsheil, innerhalb der Familie vermutet --> Gebltsrecht Aber
Thronfolge musste vom Volk und geistlichen bzw. weltlichen Adeligen anerkannt werden
- Einknfte gesichert durch Regalien (Bndel verschiedenartiger Rechte), zB Zoll-, Mnz-, Salz-,
Bergregalt, etc. (Einknfte aus Zoll, Salz- und Bergbau, das Recht Mnzen zu prgen)
- Schwchung des Knigs aufgrund des Investiturstreits
Knig wurde das Recht selbst Bischfe und bte zu ernennen aberkannt
Kurfrsten
Ab Ende [Link], enger Kreis von sieben Reichsfrsten mit aktiven Wahlrecht des Thronfolgers (Kaiser)
Geregelt von Karl IV. in der goldenen Bulle 1356, gltig bis 1806 (Ende des Reiches)
Habsburger waren bei goldener Bulle bis zum Ende nicht bercksichtigt
Grafen
Ursprnglich knigliche Beamte.
Knigliche Gerichtsbarkeit wurde in verschiedenen Gauen von Grafen wahrgenommen, oberstes Gericht des
Reiches war aber das knigliche Hofgericht.
Formularbcher
... enthielten Muster fr die praktische Gestaltung von Urkunden ber Rechtsgeschfte
als Muster dienten zuerst konkrete Urkunden, spter abstrakte Schablonen
Schablonen fhrten zur Verfestigung und Ausprgung der Institutionen des Gewohnheitsrecht -> Formalismus
und Typenbindung waren die Folge
Rechtsgeschftsbcher entwickelten sich (von Stadtschreibern gefhrt) um Publizitt zu gewhrleisten, die
Eintragung war freiwillig:
Gewerebcher (Eintragung von Eigentum u..)
Kaufbcher (beschrnkte dingliche Rechte Erbleihe, Rentenkauf)
Satzbcher (Pfandrechte)
Urteilssammlungen wurden von wichtigen Gerichten angelegt, sie enthielten wichtige Entscheidungen -> fhrte
zu einer Homogenitt der Gerichtspraxis
Grundstze des MA Rechtswesens: Publizitt, Formalismus, Typenzwang
Verlobung verpflichtete die bergabe der Braut an die Familie des Brutigams
Trauung weiterer Formalakt, der die bergabe Publik machte und somit rechtsgltig
Friedelschaft keine Aufnahme von Braut oder Brutigam in einen neuen Familienverband
Heirat einer Witwe, Heirat standesungleicher Personen (Vermeidung der Standesnderung)
-> im kanonischen Recht nicht erlaubt
Konkubinat formlose Partnerschaft. Kinder waren uneheliche Kinder
[ S. 43 52 ausgelassen! - nachlernen ]
Das Rmische Recht und seine Verbreitung
Im Oberitalienischen Raum entstand die moderne Rechtswissenschaft
Anknpfungspunkt hierfr war aber nicht das antike Rmische Recht, sonder das von Kaiser Justinian I nach
dem Zerfall des Westrmischen Reiches modifizierte Recht. Es diente der Machtsicherung nach dem Zerfall
Westrmischen Reiches.
Corpus Iuris Civilis (um 530)
Digesten (Pandekten) 533
umfangreichster und wichtigster Teil, enthlt Auszge aus Juristenschriften bezogen auf das klassische rmische
Recht. Sie behandelten konkrete Rechtsflle und enthielten Fallsungen, diese wurden von den Juristen
Justinians gekrzt und abgendert (sog. Interpolationen).
Hauptschlich PR, teils R.
Institutionen 533
gekrzte Form der Digesten. Lehrbuch im Rechtsunterricht.
Ordnung: personae res actiones
Beide Sammlungen wurden 533 per Kaisergesetz ausdrcklich mit Gesetzeskraft ausgestattet
Codex 529
Compilationen der Kaisergesetze, wurden vor Justinian verfasst. 534 wurden sie aktualisiert.
Novellen
enthlt Kaisergesetze nach Justinian.
Geltungsbereich war anfangs nur Ostrom, spter nach der kurzfristigen Rckeroberung Westroms auch teilweise
dort.
Hauptschlich wurde in Westrom in der Praxis noch das klassische rmische Recht vor Justinian gelebt
Vulgarrecht
Sonst wurde von den vielen Germanenstaaten auch das dem Personalittsprinzip folgendem Volks- bzw.
Stammesrecht gelebt.
Kapitularien
auerhalb des ehem. westr. R. dauerte es mit ersten Vereinheitlichungen bis zur Mitte des [Link]. Als Karl d
Groe die Kapitularien anfertigen lie. (Hauptschlich germanische Rechtsvorstellungen)
Langobarden
einziger germanischer Stamm, der sein Recht weiterentwickelte.
9. Jhd. In Pavia eigene Rechtsschule entwickelt. Viele verschiedene Rechtsquellen zur lex Lombarda verwoben.
Recht der Langobarden primrrecht, justinianisches Recht wurde lex omnium universalis (Hhere
Rechtsquelle)
Scholastik
Die Wissenschaft der Scholastik begrndet sich auf Philosophischen Schriften von Aristoteles und Platon als
auch theologischen Schriften wie der Bibel.
Aufgabe der Scholastik war es sie richtig zu deuten und zu erklren und widersprchliche Aussagen der
verschiedenen Quellen mittels Interpretation aufzulsen.
Mittels exegetischer Methode (erste Exegese bei Theologischen Texten -> Bibel)
1. Sprachlich- Grammatikalische Analyse
2. Durch Abstraktion allgemeine Regeln festlegen (Scholastik ist deduktiv - Schliet von allgemeinen Aussagen
auf Spezielles)
3. Kontroversen mit anderen Quellen in Einklang bringen
Scholastik wurde im kirchlichen Schulwesen praktiziert, welches sich ber ganz Europa erstreckte.
Schule unterrichtete Trivium (Gramatik, Rhetorik, Logik/Dialektik)
Bologna war der wichtigste Standort und wurde zur Wiege der modernen Rechtswissenschaft prominentesten
Juristen: quatuor doctores (Glossatoren)
Entstehung: Einzellehrer und ihre Scholare lieen sich an einem Ort nieder -> Entwicklung zu Universitas
Juristen wurde vor allem im Zuge des Investiturstreits immer wichtiger Papst und Kaiser wollten Ihre
Ansprche mit Juristen untermauern.
Staufer strebten renovatio imperii (Wiederherstellung des rmischen Imperiums) an
Durch diese Politik wurde das rmische Recht als Kaiserrecht angesehen
Spter wurde mittels des Gutachtens der quatuor doctores dem justinianisches Codex ein umfangreiches
Gesetzeswerk angefgt: authentica
Wiener Stadtherren setzten sich ber die Gewohnheitsrechtlich geregelten Rechtsgeschfte ber Erbgter
hinweg und hoben in mehreren Schritten schlielich 1420 per Gesetz den gewohnheitsrechtlichen Beisitz auf.
Problem: Gesetzgebung war normalerweise im Mittelalter nicht effektiv und setzte sich selten durch.
Je weniger Vertragspraxis durch Gesetze berhrt wurden, desto eher konnten sie sich durchsetzen
Rechtsangleichung
Weistumsfamilien
Hufig kam Rechtsangleichung bei gleichartigen/benachbarten Rechtskreisen vor, etwa wenn ein Herrscher
mehrere Grnde besa -> Vereinheitlichung des Hofrechts durch Weistumsfestellung
Stadtrechtsfamilien
bestehend aus Mutterstadt und Tocherstdte. Mutterstadt leitete ihr Recht auf Tochterstdte ber.
Oberhof war in Mutterstadt beheimatet: Tochterstdte holten Rechtsausknfte beim Oberhof ein
Bewidmung: Gemeinsamer Stadtherr bertrug das Recht
Rezeption: Recht wird von Brgergemeinde bertragen
Wichtige Stadtrechtsfamilien
Lbeck, Magdeburg (teilweise 100 Tochterstdte)
Wien mit Klosterneuburg, Krems, Prag, Wiener Neustadt,...
Wiener Stadtgericht entwickelte sich aber nie zu einem Oberhof, somit keine echte Stadtrechtsfamilie
PRG der Frhen Neuzeit
Gekennzeichnet durch: Rechtspluralismus, steigende Gesetzgebung, Allmhliche Professionalisierung d. Rechts
Der juristische Humanismus
Der mos gallicus
Die antike rmische Rechtskultur sollte rekonstruiert werden, um fr die Gegenwart Nutzen zu ziehen
Bearbeitet wurde ebenfalls der CIC, aber nichtmehr als autoritres Werk, sondern als historische Quelle
Interpolationen wurden entfernt, man Versuchte den ursprnglichen vor-justinianischen Text wiederherzustellen
Werke wie glossa ordinaria oder Werke von Bartolus und Baldus, der ganze Mos italicus wurden abgelehnt
Die systematische Methode entstand: Rationale Ordnung des Rechtsstoffes (nicht mehr Harmonisierung wie bei
scholastischer / exegetischer Methode)
Mos gallicus hatte wenig Einfluss auf das praktische Rechtsleben, der mos italicus blieb vorherrschend, es
nderte sich aber der Blickwinkel auf das Recht unantastbare Authortt wurde in Frage gestellt.
Heimisches Recht trat in den Vordergrund
Der mos gallicus entwickelte sich in Bourge in Paris hatte der Papst das Lehren des rm. Rechts verboten
Wichtige Juristen: Alciatus und Budaeus (beide in Bourge)
Der jurisitsche Humanismus im Heiligen Rmischen Reich
Der erste Vertreter des juristischen Humanismus in D: Zasius -Stadtgerichtschreiber und Professor Uni Freiburg
Basel: Sebastian Brant
Sachsen wehrte sich gegen mos gallicus, man wollte keine Juristen ausbilden, die in der Praxis versagen
Der juristische Humanismus im Gebiet des heutigen sterreich
sterreichischer Humanismus blieb sehr Praxisbezogen
Bernhard Walther studierte bei Alciatus. Schrieb einen Teil des sterreichischen Landesrechts Fest Differentienliteratur: er stellte (hnlich usus modernus pandectarum) einheimische Rechte den geschriebenen
gegenber (diese sollten subsidir angewendet werden)
erster namhafter sterreichischer Jurist. Vater der sterreichischen Jurisprudenz
Rezeption ("Romanisierung der Rechtskultur")
= Gesamteuropisches Phnomen der Verwissenschaftlichung der Rechtskultur seit dem Hochmittelalter.
-> Professionalisierung der Rechtsanwendung -> Grundstein fr die Entstehung des Gesetzgebungsstaates
-> nderung des Rechtsverstndnisses
-> Verdrngung des heimischen Rechts
Enger Zusammenhang mit der Entstehung der institutionellen Flchenstaaten (vermehrt Juristen statt Laien)
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Rechtfertigung der Rezeption (bzw. der Anwendung des gemeinen Rechts statt des Gewohnheitsrechts) im
Heiligen Rmischen Reich wurde durch renovatio imperii | Lotharische Legende begrndet. Als die Legende
aufflog fhrte dies zu einem Autorittsverlust und somit zur Entstehung des usus modernus pandectarum
Tatschlicher Rezeptionsverlauf
Herman Conring widerlegte im [Link] die Lotharische Legende.
Tatschlich wurde es durch tagtgliche Anwendung der Juristen rezipiert und erlangte dadurch Geltung.
Ab [Link] vordringen der gelehrten Rechtsprechung
Reichskammergericht musste ab 1495 zumindest zur Hlfte aus gelehrten Juristen bestehen -> Ab sofort
hauptschlich Rechtsprechung in gemeinen Rechten, Heimische Rechte wurden verdrngt
Salvatorische Regel besagte, dass gemeines subsidir nach heimischen anzuwenden sei. Allerdings fehlten oft
Belege des heimischen Rechts, weshalb oft gemeines angewendet wurde (auer zB in Gebieten des
Sachsenspiegels, hier waren Belege des Gewohnheitsrechts vorhanden)
Der Buchdruck forderte ebenfalls die Verbreitung. Bcher ber rm. Recht konnten billig und schnell produziert
werden.
Klagspiegel (von Brant) und Laienspiegel populistische Bcher ber rm. Recht wurden verbreitet
Kameralistik = Erkenntnisse des RKG wurden wissenschaftlich bearbeitet und verffentlicht
Kritik
- Juristen meist nur halb Ausgebildete, da Doktorat (=Legistik und Kanonistik) nur im Ausland mglich
- Juristen hatten wenig Kenntnis von Gewohnheitsrecht
Folge der Rezeption
Abhngig von der Ausprgung des heimischen Rechts:
- vllige Ablehnung (Schweden, GB)
- keine Auswirkungen (Vorarlberg, Salzburg)
- neue Mischformen entstanden (zB Ius Romano-Germanicum)
Frhneuzeitliche Gesetzgebung
Reich
Rm. Recht galt als Kaiserrecht und war somit Reichsprivatrecht, deshalb fanden kaum nennenswerten
Gesetzgeungsakte statt. Nur Reichsnotariatsordnung und Reichspoliceyordnungen
Lnder
Privatrecht auf Landesebene erheblich bedeutender
Landrechte regelten Zivil- und Zivilprozessrechte. Wurden im [Link] zahlreich neu aufgezeichnet und ltere
berarbeitet mit romanisierender Tendenz (Grund: Gewohnheitsrecht oft zu unklar)
Landrechtsreformationen
Landespoliceyordnungen ergnzten und erweiterten Reichspoliceyordnungen und griffen stark in PR ein
sterreich Tirol erlie Landesordnungen (Bauernlandesordnung) gegen Anwendung des gemeinen Rechts,
erst zu Beginn des [Link] wurde der subsidire Einsatz des gemeinen Rechts vom Frsten legitimiert, wegen
Beschwerden des Landtags
- Nid und Ob der Enns nur Landrechts- und Landesordnungsentwrfe
- Rest kaum Vernderungen
Stdte
Stadtrechtsrefomationen wurden meist mit gemeinrechtlicher Tendenz durchgefhrt
Teilweise wurden erst Stadtrechte eingefhrt (zB Wiener Stadtrecht 1526)
Untergerichte bestanden nur aus Laien, Obergerichte (zB RHR, RKG) zu einem Mindestteil (meist die Hlfte) an
Gelehrten, der Rest waren Laien
Usus modernus pandectarum
Nach entlarvung der Lotharischen Legende durch Hermann Conring konnte Anwendung des gemeinen Recht in
complexu nicht mehr gerechtfertigt werden fhrte zu einem Nebeneinander der beiden Rechte ius commune
Glossierte Texte konnten frher ohne weitere Nachprfung verwendet werden, nach der Entlarvung umdrehung:
Geltung rmischer Rechtsstze konnten in Frage gestellt werden, so lange nicht der Beweis fr ihre tatschliche
Rezeption erbracht worden ist.
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Groe Herausforderung fr Juristen, da viele Quellen und an jedem Ort anders. Methode des mos gallicus
nicht mehr zielfhrend - mos italicus wurde wieder angewendet, weil praxisbezogener
Diese neue eigenstndige wissenschaftliche Methode wird usus modernus pandectarum genannt (Titel eines
Lehrbuches von Manuel Stryk)
Es ging dem usus modernus um eine praxisbezogene Beschftigung mit dem heimischen Recht und um eine
vernderte Anwendung des heimischen Rechts, nmlich mit gesicherten theoretischen Fundamenten. Im
Vordergrund stand die Gerichtspraxis -> Deshalb auch forensische Jurisprudenz
Geeignetes Privatrecht im Reich fr den usus modernuns war das ius romano-germanicum
Lehrbcher und Compendia traten vermehrt auf, auch erstmals Rechtslexika
Neue wissenschaftliche Literaturgattung: Traktate (praxisorientierte Monografien. Wurden oft wie Gesetze
behandelt)
Ius Romano-Germanicum
= gemeinrechtlich-heimisches Mischrecht (Partikularrechte + Rmisches Recht), entwickelte sich ab der
Rezeption und intensiviert im Usus modernus pandectarum.
Ende des Ius Romano-Germanicum mit Beginn der naturrechtlichen Kodifikationen
Praxis:
Gemeinrechtliche Institute umgehend/verzgert aufgenommen (besonders wenn heimisches R.
lckenhaft)
Teilweise Modifikationen des gemeinen R. durch die Praxis
Manchmal wurde gemeines R. Ignoriert
Dogmatische Beispiele
1.) Personen- / Familien- / Erbrecht
Vollkommener Mangel der Geschftsfhigkeit von Kinder unter 7
Geschftsfhigkeit von Minderjhrigen
Volljhrigkeit
Todesvermutung bei Verschollenheit von der Legistik bernommen (Wichtig bei Erbrecht)
Erbrecht an justinianisches System angepasst
Testierfreiheit inklusive Testiersystem bernommen
2.) Sachen- / Schuldrecht
Im Sachenrecht viele Mischformen entstanden (v.a. im Ius Romano-germanicum)
Ersitzung bernommen
Regelungen ber den Fruchterwerb bernommen
Institution der Hypothek bernommen
Servitut war gemeinrechtlich-heimische Mischform
Neukonstruktion: Familienfideikommiss
Sondervermgen einer Familie, das ungeteilt in der Hand eines Familienmitglieds blieb. Der Inhaber erhielt nur
den Ertrag des Vermgens zur freien Verfgung. Dadurch blieb die vermgensrechtliche Grundlage fr eine
Familie und ihre soziale Stellung gesichert.
Schuldrecht am umfassendsten reformiert
Konsensualvertrag setzte sich durch (ein Vertrag der durch bloe Willensbereinstimmung zustande
kommt)
Irrtumslehre wurde eingefhrt (nur beachtliche Irrtmer, keine Motivirrtmer fhrten zu Nichtigkeit)
Zinsverbot wurde abgeschafft, Wucherverbote eingefhrt (max. 5-8%)
Im Mietrecht eine Verschlechterung der Rechtsstellung des Mieters
Kanonisches Recht
Nach der Reformation unterschiedliche Entwicklungen. Es wurde unbeliebt, da es das Papstrecht war.
Katholische Lnder: Eherecht blieb Disziplin des Kirchenrechts, wurde aber reformiert
Protestantische Lnder: kirchliche Eherecht durch weltliche Ehegerichtsordnung ausgetauscht
Die Differentienliteratur stellt die Rechte gegenber und arbeitet die Unterschiede heraus, um dem Richter die
Anwendung zu erleichtern und um dem einheimischen Recht zum Durchbruch zu verhelfen
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Dogmatische Beispiele
Fnfteilung des Privatrechts auf Vernunftrecht zurckzufhren
Vertragsfreiheit mit Konsensualvertragsgrundsatz, kein Typenzwang, Formfreiheit
Persnlichkeitsrechte wurden deduziert (daher enge Verbindung zu Vlkerrechten)
moralische (=jur.) Personen entstanden
Eigentumsfreiheit
Die naturrechtlichen Kodifikationen
Ideale: Klarheit und Krze, Auch von Laien verstndlich, umfassen, vollstndig, abschlieend, systematisch
Wenn nicht erfllt, dann "nur" Kompilation
Hintergedanken: Vereinheitlichung des Rechts, Verkrzung von Prozessen, Bindung der Justiz an die Gesetze
Reaktion auf die unbersichtlich gewordenen Rechtssysteme (ius romano-Germanicum, common law)
Kodifikation ist die systematische Zusammenfassung des fr einen bestimmten Lebensbereich geltenden Rechts
in einem zusammenhngenden Gesetzeswerk (Gesetzbuch).
Die naturrechtlichen Kodifikationen waren ein Ergebnis der Aufklrung (Kodifikationen hatte es schon vorher
gegeben).
Es schuf die Voraussetzungen fr die moderne Gesetzgebung (Sprache, Technik).
Aufgeklrter Absolutismus hatte groes Interesse an den neuen Gesetzen Durchdringung der Gesellschaft
Geschftsstil wurde die neue jur. Sprache genannt Mglichst einfach, keine ausschweifenden
Schachtelstze, einfache Grammatik. Normen sollten deutlich und einfach sein, damit sie jeder versteht
Vernunftrechtliche Kodifikationen erlangten vor allem in Staaten mit vielen unterschiedlichen Stnden (zB
sterreich) groe Bedeutung: Rechtsvereinheitlichung fr alle Stnde fhrte zu Strkung des Gesamtstaates.
Daher groer Wiederstand von Adel und Kirche (weil sie Sonderrechte verloren), deshalb dauerten Kodifikation
teilweise sehr lange.
Waren Kodifikation nicht alleingltiges Recht und bestanden weitere Rechte noch nebenbei, so nannte man sie
nicht Kodifikationen, sondern Kompilationen (deshalb quasi Vorlufer der Kodifikationen)
Wichtigste Kompilation: Codex Maximilianeus Civilis in Bayern
Das Allgemeine Landrecht fr die preuischen Staaten
Das ALR kann als Gesamtkodifikation mit dem umfassenden Anspruch der frhneuzeitlichen Landesordnungen
charakterisiert werden. Die Gliederung lehnte am Vernunftrecht an, der Inhalt am ius romano-Germanicum und
der heimischen Rechte.
Ursprnglich als subsidires Gesetzbuch konzipiert, wurde es doch meist primr angewendet fehlende
Rechtsquellen
ALR bewirkte dennoch keine Rechtsvereinheitlichung in manchen Gebieten Preuens wurde Code Civili
angewendet (ehemalige Napoleonische Gebiete)
Privatrechtliche Teile des ALR galten dennoch bis zum Inkrafttreten des BGB 1900.
Der Code Civil
Chaotisches System in Frankreich, wegen:
zwei unterschiedlichen Privatrechtlichen Rechtsgebieten (droit crit im sden, droit coutumier im norden)
vereinzelt knigliche Gesetzgebungsakte
droit intermdiaire (unzusammenhngende Gesetze whrend der Franzsischen Revolution)
Unter groer Mitwirkung von Napoleon erstmals (nach davor an Unruhen gescheiterten Kodifikationsversuchen)
1804 erste Kodifikation: Code Civil des Francaise
CC war reine Zivilrechtskodifikation und stellte erstmals Einheit im Zivilrecht her.
Gliederung nach Vernunftrechtlicher berlegung in drei Bcher.
CC war fr damalige Zeit modernes Gesetzbuch, wurde nicht nur in Frankreich positiv angenommen (Teilweise
Rezeption und Verbreitung in Westdeutschland, Rheinbundstaaten, Kroatien, Oberkrnten, Osttirol,
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Oberitalien,...)
Im zuge des CC entwickelten sich exegetische Rechtsschulen: die italienisch-sterreichische
Rechtswissenschaft (Lombardo-Venetien) und cole de l'exgse (Frankreich) bzw. eine spezielle Form dessen
das Rheinische Recht
Das ABGB
Anstelle der verschiedenen Landrechte sollten Allgemeine Gesetze treten, die in allen Lndern galten. Der
einheitliche Behrdenapparat in der Monarchie sollte auch ein einheitliches Gesetz vollziehen.
Die Rechtseinheit sollte die Stellung des Monarchen gegenber den Stnden festigen.
Besonders Kaiserin Maria Theresia forcierte diese Gesetze (ab 1753 siehe u.a. Preuen u Bayern).
Rechtsvereinheitlichung in folgenden Bereichen schon abgeschlossen:
Justizrecht. Allgemeine peinliche Gerichtsordnung 1768
Zivilprozessrecht: Allgemeine Gerichtsordnung (AGO), Allgemeine Konkursordnung 1781
Allgemeines Strafgesetz 1803
Unter diesem Kontext entstand dann auch die Zivilrechtskodifikation.
Das ABGB ist als Allgemeines Gesetzbuch ein Teil einer ganzen Reihe von Allgemeinen Gesetzen (s.o.)
Smtliche geltenden Normen, auf die Gegenstnde dieses allgemeinen brgerlichen Rechtes sich beziehen
wurden aufgehoben.
Das ABGB galt zwar fr die gesamte Bevlkerung, hob aber das Stndesystem nicht auf, es schuf also keine
Gleichheit in der Bevlkerung. Es enthielt ohne dies zu deklarieren stndisch gebundene Rechtsinstitute
(Familienfideikommiss, geteilte Eigentum, Heiratsgabensystem...)
Entwurf des Codex Theresianus 1766 enthielt bestehende Landrecht, die zu einem Gesetzestext verarbeitet
wurden. Verarbeitet von einer Kompilationskommission
Problem: Zu viel Umfang, lehrbuchhafter Stil -> wurde nicht von Kaiserin sanktioniert
Bernhard von Horten krzte den Text auf die Hlfte (Auftrag der Kaiserin)
1780 Regierungsantritt Joseph II, neuer Schwung fr Zivilrechtskodifikation.
1786: Erbfolgepatent und Teil ABGB (spter Josephinisches Gesetzbuch genannt)
1790: Joseph II verstarb weitere Gesetzgebung auf Eis gelegt
1797: erste moderne Zivilrechtskodifikation Europas Brgerliches Gesetzbuch fr Galizien (BGBG) (auf Basis
des Entwurf Martini 1796) Test, ob System in der Monarchie funktionieren wrde
1.1.1812: ABGB tritt in Kraft nach mehrfacher berarbeitung des Urentwurfes (BGBG) v.a. durch Franz von
Zeiler. Kundmachung erfolgte schon im Juni 1811
Rumlicher Geltungsbereich: ABGB fr die gesamten deutschen Erblnder der sterreichischen Monarchie
= ehemalige Lnder des HRR, daher deutsche Erblnder -> nicht Ungarn, Kroatien, Siebenbrgen
Nach Niederlage Napoleons auch in Teilen wo bis dahin der CV galt (Krnten, Salzburg)
Synthese folgender Rechtsgebiete: Gemeines Recht, heimisch-deutsches Gewohnheitsecht, wenig kanonisches
Recht
Die Verarbeitungstechnik folgte vernunftrechtlichen berlegungen (zu erkennen zB bei den jur. p. und bei den
Persnlichkeitsrechten)
ABGB wurde bis Mitte d [Link] nicht novelliert, sondern durch authentische Interpretation abgendert
(Novellierungen htte das Eingestndnis von Fehlern nach sich gezogen).
-> Authentische Interpretation ex tunc (Rckwirksam) // Novellen ex nunc
Die kodifikationsdominierte Rechtswissenschaft
Die exegetische Schule zum ABGB
Die Anwendung der von der Legistik entwickelten exegetischen Methode auf die neue Quellenbasis
(Kodifikationen) bezeichnet man als Exegetische Schule, bzw. Exegetik.
Teil ABGB bzw. Erbfolgepatent (1786 von Rudolf II) waren erste Ergebnisse der Exegetik.
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Kommentare lieferten Erklrungen zum ABGB erstes Kommentar 1811-1813 von Franz Zeiler selbst in vier
Bnden.
Rechtsfortbildung durch Exegetik verdeckte Rechtsfortbildung
Die exegetische Schule entfernte sich teilweise in ihren Kommentaren und Erklrungen vom eigentlichen Inhalt
des Gesetzes, wo sie den Text ursprnglich nur verstndlicher machen wollte. Dies fhrte zu einer sog.
verdeckten Rechtsfortbildung (quasi unabsichtlich)
Von der Revolution 1848 bis zum Ende der Monarchie 1918 Verfassungsrecht
Der Konstitutionalismus
Unterscheidung in frh- (von Monarchen einseitig erlassen) und hochkonstitutionelle (Monatch und Volk
gemeinsam) Urkunden
Demnach waren in Frhkonstitutionellen Verfassungen Grundrechte nur vereinzelt vorhanden -> bergewicht
des Monarchen und Adels gegenber dem Volk
Die Gesetzgebung erfolgt in konstitutionellen Monarchien durch Monarch und Parlament.
Frh: Monarch hatte absolutes Veto (konnte Gesetz verhindern)
Hoch: Monarch konnte Gesetz maximal hinauszgern, aber nicht verhindern (suspensives Veto)
Parlament in Frhkonstitutionellen System in zwei Kammern unterteilt:
erste Kammer - Ober-/Herrenhaus Vertretung des hohen weltlichen und geistlichen Adels
zweite Kammer - Volkskammer Vertretung des Volkes
Parlament im hochkonstitutionellen System entweder mit einer Kammer (alle Parlamentsmitglieder vom Volk
gewhlt) Oder mit zwei Kammern.
Erste Kammer: Lndervertretung
Zweite: Gewhlte Vertreter
Wahlrecht auf Grund des Zensussystems sehr eingeschrnkt - Whlen darf nur, wer finanzielle Unabhngigkeit
nachweisen kann
Anfangs waren Wahlen ffentlich und ber Wahlmnner
Justiz Eingriffe des Monarchen in die Justiz unzulssig. Richter ab sofort unabhngig und unabsetzbar. Die
Ernennung der Richter war aber noch dem Monarchen berlassen.
Wirkungsbereich wurde dafr auf Privatrecht und Strafrecht vermindert.
Verwaltung wurde erheblich erweitert und wurde zum Kern der monarchischen Macht.
Minister wurden vom Monarchen gewhlt und waren unabhngig vom Parlament (bei Neuwahlen blieben
Minister also gleich). Nur bei verfassungswidrigen Handeln konnte sie angeklagt werden.
Monarch konnte nicht vor Gericht gestellt werden. Jeder Gesetzesakt musste aber von einem Minister
unterzeichnet werden, dieser bernahm dafr die Verantwortung.
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DNV scheiterte aber an der Grenzziehung des Gebietes des neuen deutschen Reiches. Auerdem wurde
Verfassung des deutschen Reiches nicht von sterreich, Preuen, Ungarn, etc. anerkannt.
In weiterer Folge lste sich der DNV auf und Erzherzog Johann verzichtete auf sein Amt als Reichsverweser.
-> Der dt.B. wurde in den Vorrevolutionren Zustand wiederhergestellt.
Ende des deutschen Bundes 1866
Resultierte aus einem Krieg um Schleswig-Holstein zwischen sterreich und Preuen.
1. gemeinsame Eroberung Schleswig-Holsteins von und P gegen Dnemark.
2. Kurze gemeinsame Verwaltung, danach Teilung: Schleswig an P, Holstein an
3. P marschierte mit Truppen in Holstein ein, nachdem inakzeptable Erbfolge fr Holstein beschloss
4. forderte Mobilisierung der Bundestruppen
5. P erklrte dt.B. damit fr aufgelst
6. verlor gegen P und musste 1866 Auflsung des Bundes anerkennen
Weitere Entwicklung Deutschlands
Teilung in Norddeutschen Bund unter Preuischer Herrschaft und mehr oder weniger souverne Sdlnder.
Nach Sieg von Otto v. Bismarck (Norddeutscher Bundeskanzler) ber Frankreich im deutsch-franzsischen Krieg
kamen Sdlnder auch in den Norddeutschen Bund Umbenennung in Deutsches Reich
1.1.1871 trat Verfassung des deutschen Reiches in Kraft
Kaisertum sterreich 1848 - 1867
Begriffe
Inquisitionsgericht Klger und Richter selbe Person (bis 1850)
Leitha als Grenzfluss eigentlich geografisch nicht korrekt.
Transleithanien = Lnder der Stefanskrone - Kroatien, Ungarn, Siebenbrgen
Cisleithanien = sterreich - sterreichische Erblande, Lnder der Bhmischen Krone, Knigreich Dalmatien
-> Begriffe ab 1868 gebruchlich (ab Doppelmonarchie)
Die Verfassungsentwicklung (siehe extra Zettel)
1: Mrz1848 Pillersdorfsche Verfassung
2: Juni 1848: Erste Wahlen zu einem sterreichischen Parlament
3: Okt. 1848: Wiener Oktoberrevolution
4: Okt. 1848 Kremsierer Verfassungsentwurf
5: 1849: Okroyierte Mrzverfassung
6: 1849: Antwort auf OMvfg Ausrufung der Republik Ungarn Militrische Niederschlagung Ungarns (mit Hilfe
Russlands) Ungarn unter Militrherrschaft sterreichs
7: 1850: Strafprozessordnung (Inquisitionsgerichte abgeschafft Staatsanwaltschaft eingefhrt)
8: Dez. 1851: Silvesterpatente
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1873 Lassersche Wahlrechtsreform: Direkte Wahl des Reichsrats, aber Steuerbeschrnktes Wahlrecht
(nur 6% Wahlberechtigt)
1882 Taaffesche Wahlrechtsreform: Senkung des Steuerzensus um ein viertel
1896 Badenische Wahlrechtsreform: Allgemeines Mnnerwahlrecht ( 24 J) Allerdings Gewichtung bei
Adel und des Gutbrgertum, also noch keine Gleichheit zwischen den Klassen
1907 Becksche Wahlrechtsreform: (fast) allgemeine, (fast) gleiche, direkte und geheime Wahlrecht aller
Mnner
Das bisherige Prinzip der Interessenvertretung wurde durch das der allgemeinen Volksreprsentation abgelst
(Kaiser erhoffte sich Ende des Nationalittenkonflikts)
Staat und Kirche
Maigesetze 1868 haben Konkordat 1855 quasi aufgehoben
StGG ber die allgemeinen Rechte der Staatsbrger gewhrte begrenzte Religionsfreiheit (Freihe Wahl
zwischen Anerkannten Religionen)
Unfehlbarkeitsdogma fhrte zur Kndigung des Konkordat (Unfehlbarkeit habe die Person des Vertragspartners
gendert)
Maigesetze 1874 fhrten zu endgltiger Trennung von Staat und Kirche
Staat und Nationalitten
Viele Nationalitten in Monarchie vereint, Nationalismus immer intensiver.
Groe wirtschaftliche Unterschiede (Alpenlnder, Bhmen > Galizien, Sdslawien), religise, kulturelle,...
Art. 19 StGG gewhrleistete Gleichberechtigung aller Volksstmme des Staates
+ Cisleithanisches Sprachenrecht
Sozialgesetzgebung
Wirtschaftsliberalismus fhrte zu extremen sozialen und konomischen Ungleichheiten
1870 Gewerkschaftsverbot aufgehoben
1880 Sozialgesetzgebung forciert: Maximalarbeitszeiten, Kinder- Jugend- Arbeiterschutz, PensionsGesundheitsversicherungen
Ende der sterreich-Ungarischen Monarchie
Nach der Ermordung des sterreichischen Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 richtete
sterreich-Ungarn in der sogenannten Julikrise am 23. Juli ein Ultimatum an Serbien, was letztendlich den
Weltkrieg auslste.
Im April 1917 trat USA in den Krieg ein -> Endes des WK zeichnete sich ab
Kaiser Karl I folge Franz Joseph 1916 auf den Thron, der im kaiserlichen Manifest von 16.10.1918 die
Neuordnung sterreichs anordnete.
Am 21.10.1918 traten die Abgeordneten des Reichsrates zur Provisorischen Nationalversammlung zusammen
und begrndeten den Staat Deutschsterreich (Weitere Staatsgrndungen folgten: SHS Staat, Polen, Ungarn,
Tschechoslowakei)
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Von der Revolution 1848 bis zum Ende der Monarchie 1918 Privatrecht
Die historische Rechtsschule
... lste erst um 1850 in sterreich die Exegetik ab (In anderen Lndern aber schon frher dominierend). Deren
Anfnge reichen aber bis an den Beginn des [Link]. So entwickelte sie sich zur fhrenden
rechtswissenschaftlichen Methode im [Link].
Das Recht entsteht aus dem dynamischen Volksgeist, der Gesetzgeber (spielt eine Untergeordnete Rolle) kann
Recht bestenfalls ergnzen, oder kurrzeitig schriftlich festhalten.
Klare Abkehr vom Vernunfrecht und deren Kodifikationen, dies wrde nur Absolutistische Ansprche sichern,
aber nicht Helfen sich von Monarchen abzukehren.
Wo noch keine einheitliche Gesetzgebung vorhanden war, fasste die historische Rechtsschule schnell Fu, in
schon vereinheitlichten Gebieten (wie sterreich) dauerte es bis ins [Link].
Die Hochblte war demnach in der zweiten Hlfte des [Link].
sterreich, Deutschland, Schweiz, restliches Europa, bis nach Sdamerika und Ostasien (!)
Nach 1840 (Kodifikationsstreit) Aufteilung in Pandektistik und Germanistik.
Pandektistik (Romanistik)
Grundlage: Corpus Iuris Civilis (somit nur PR)
Begrnder: Carl Friedrich von Savigny, Schler Georg Friedrich Puchta
Vernderung des rmischen Rechts durch Legisten denaturierung
ABGB ablehnend, forderten Anfangs sogar Totalrevision, spter aber waren sie Urheber der Teilnovellen
Puchta Begrnder der Begriffsjurisprudenz: Das im Volksgeist enthaltene Rechtsbewusstsein bedarf einer
Konkretisierung zu zeitlos-abstrakten Begriffen, die von der Rechtswissenschaft formuliert werden
Germanistik
Grundlage: heimisch-deutsches Recht (Weistmer, Stadtrechte, etc.)
Begrnder: schon im [Link] Hermann Conring
Kodifikationsstreit zwischen Savigny (Pandektistik) und Thibaut (Germanistik)
Verwendeten ebenfalls Begriffsjurisprudenz und ordneten auch nach Pandektensystem.
Musste sich Quellenbasis erst zusammensuchen, dafr in allen Bereichen (PR und R)
Gegenstrmungen zur Historischen Rechtsschule
Jherings war ein Schler von Puchta und brach in aller ffentlichkeit mit seinem Lehrer.
Er begrndete die Zweckjurisprudenz.
Die Realittsferne der Rechtswissenschaft wurde vielfach kritisiert, so entstand aus verschiedenen Anstzen die
Rechtssoziologie
Reine Rechtslehre von Kelsen
Die pandektistischen Kodifikationen
Das BGB
1888 erster vollstndiger BGB Entwurf
Davor nach dem Zerfall des dt.B. Vereinheitlichung auf Eis.
1890 Einberufung einer Kommission wegen groem Widerstand (zB durch Germanisten)
1895 zweiter vollstndiger Entwurf, der 1896 beschlossen wurde
1900 Inkrafttreten des BGB nach vierjhriger Legisvakanz
Pandektistisch und sehr abstrakt formuliert, daher schwer verstndlich fr Nichtjuristen.
Groer Einfluss auf weitere PR Werke, da sehr hoch entwickelte Regelungstechnik.
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Grndung Deutschsterreich
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12.11.1918 Ausrufung der Staatsform Republik fr Deutschsterreich (Unter Druck, da am 09.11. Republik
Deutsches Reich ausgerufen wurde)
Jnner 1919 Verfassungsgerichtshof gegrndet, im Februar der Verwaltungsgerichtshof
Wahl der konstituierenden Nationalversammlung am [Link] 1919: allgemein, gleich, auch Frauen
In Besetzten Gebieten Wahl nicht zugelassen.
[Link] erstes Zusammentreten der konsNV. Prsident der konsNV wurde Staatsoberhaupt.
Staatsregierung wurde von konsNV gewhlt.
Bis Mitte Oktober sollte sie eine definitive Verfassung realisieren, aber konsNV wartete Verhandlungen mit den
alliierten ab fhrte zu Unruhen v.a. In Vorarlberg (wollten zur Schweiz) und Tirol (evtl. zu Bayern oder Italien)
Wirtschaftliche Lage
Niedergang der sterr. Wirtschaft durch:
-> Auszehrung d Krieg -> Umstellung von Kriegs auf Friedenswirtschaft -> Anpassung an verkleinerten
Wirtschaftsraum -> Lieferboykott der Nachbarslnder -> Wirtschaftsblockaden der Alliierten -> rasch steigende
Inflation -> Nachkriegsarbeitslosigkeit -> drohender Staatsbankrott
durch Verlust wichtiger Agrargebiete-> Wr. Bev. drohte Hungersnot
Kritische Lage erzeugte bei vielen Politikern Zweifel an der Lebensfhigkeit
-> Probleme aber nicht durch Kleinheit d neuen Staates sondern Problem war bergang vom Kerngebiet des
Groreiches zum Kleinstaat
Adelsaufhebungsgesetz 1919
Frauenwahlrechtsgesetz 1918
Innenpolitische Lage
Verschiebung der politischen und sozialen Machtstruktur in
Zustand einer vorrevolutionren Situation wegen:
o Untergang der Habsburger Monarchie
o Zerfall der k.u.k Armee
o Unzufriedenheit der Volksmassen mit dem alten Regime
o katastrophale Versorgungslage
wegen drohenden Zusammenbruchs:
Herrschende Kreise (Adel, Grobrger, Militr) + Volksbewegung+ Sozialdemokraten kamen zu einem
Kompromiss:
Republikanische Staatsform
Demokratisierung des Staates
Entmachtung des Adels
dafr: Verzicht der Revolutionsfortfhrung
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Wirtschaft zeichnet sich whrend der 20 Jahre durch einen hohe Abhngigkeit vom Ausland+ hohes
Handelsdefizit aus
-> sucht wirtschaftl Zusammenschluss mit anderen Staaten
Innenpol. Entwicklung
-> pol. Polarisierung:
Sozialdemokratische Arbeiterpartei
o Ziel: Fhrung der Arbeiterklasse
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nach 1920: Patreien des nat. Lagers+ christl. soz. formten Brgerblock
durch innenpolitische Polarisierung -> schwere Auseinandersetzungen+ gewaltsame Zusammenste ->
Folgenschwerster: Justizpalastbrand
Verschrfung der pol. Spannung auch durch Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren
Auenpol. Lage
Rckzug USA+GB aus der kontinentaleurop. Politik -> FRA wird strkste Macht Europas
nach 1920: versucht auf friedl Weg eine Revision der Friedensvertrge va
o Beseitigung des Anschlussverbotes
o Rckgewinnung Sdtirols
o Erlass der Reparationszahlungen
20er Jahre: Phase der pol Entspannung
-> Machtbernahme faschistischer Organisationen in
o ITA 1922 (Mussolini)
o D 1933 (Hitler)
ihre expansionistische Konzeption zielte auf eine gewaltsame Zerschlagung der Nachkriegsordnung +
schufen in den 30er Jahren wechselnde intern. Spannungen
begann 1920 seine Beziehungen zu Nachbarstaaten zu normalisieren
15.12.1920: Aufnahme in den Vlkerbund
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von D abzuwehren.
11.03: Absage der Volksbefragung, Abtritt Schuschniggs und Ernennung Sey-Inquart als BKanzler (wegen
Druck von Hitler -> Truppenmobilisierung Deutschlands)
13.03: Auf Grundlage des Ermchtigungsgesetzes 1934 beschloss BKanz Sey-Inquart das
Bundesverfassungsgesetz ber die Wiedervereinigung sterreichs mit dem Deutschen Reich -> Miklas wollte
nicht unterzeichnen und trat zurck. Daher eigentlich nicht verfassungskonform.
Im April Volksabstimmung mit 99% Zustimmung sowohl im Altreich aus auch in .
Deutsches Reich stand nach Anschluss (aus Sicht D) in formeller Diskontinuitt zum Bundesstaat sterreich.
sterreich war ohne Nachfolge als Vlkerrechtssubjekt erlschen.
Das dritte Reich
- keine Verfassung im formellen Sinn
- dezentralisierter Einheitsstaat
- Fhrerprinzip alleiniges Gesetzgebungsrecht, alleinige Verwaltung
- Kein Rechtsstaat (Abschaffung des Legalittsprinzips, der Gewaltentrennung, Menschenrechte..)
- Doppelstaat (Normenstaat und Manahmenstaat)
- Reichstag nur noch Akklamationsfunktion
- nulla pena / nullum crimen sine lege Grundstze aufgehoben
sterreich unter dem dritten Reich
Sey-Inquart zum Reichsstatthalter ernannt und damit die Verwaltung bertragen
Breg wurde zu Landesregierung
[Link] 1938 Reichskommissar fr die Wiedervereinigung sterreich mit dem D R (war Hitler direkt unterstellt,
BReg war Reichskommissar unterstellt)
14. April 1939 Ostmarkgesetz: 7 Reichsgaue (mit jeweils Reichsstatthalter) als Nachfolger der Bundeslnder
1945 bis 1955
Bis 1943 Uneinigkeit ber Zukunft sterreichs (Donaufderation, Teil Deutschlands, Sddeutsche Fderation)
1.11.1943 Moskauer Erklrung ber sterreich Annexion sterreichs wird null und nichtig erklrt
Mitte April (Nach dem Kampf um Wien) entstanden Parteien wieder (SP, KP, VP) drittes Lager
handlungsunfhig wegen nhe zum NS
27.04. Unabhngigkeitserklrung, Anschluss ungltig, Provisorische Staatsregierung (unter Karl Renner), die BVG 20 Zustnde wiederherstellen sollte
Anfangs Wirkungsbereich nur in Ost-, spter bei Lnderkonferenz auch von anderen Bundeslndern anerkannt
Verfassungs-berleitungsgesetz sollte wieder in Zustand von 1929 versetzen, alle NS Normen aufgehoben
(Ermchtigungsgesetz, Verfassung 1934, Anschlussgesetz)
Reichs-berleitungsgesetz bernimmt Recht des Deutschen Reiches (solange nicht von NS verfasst)
Behrden-berleitungsgesetz Auflsung aller NS Behrden in
1.5.1945 Vorlufige Verfassung gewaltenverbindender Einheitsstaat (wie 1918) Alle Macht bei Provisorischer
Staatsregierung
12.10.1945 Verfassungsnovelle einheitsstaatliche Konzeption wieder aufgegeben
Nach NR und LT Wahlen im November konnte Parlamentarisches Leben wiederhergestellt werden
Ende November: 2. Verfassungs-berleitungsgesetz Befugnisse von provisorischen Organen auf jene des B-VG
Im Dezember tritt 2 VG auer Kraft und modifizierte B-VG in Kraft.
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Okkupationstheorie geht von einem rechtswidrigen Anschluss aus, also Kontinuitt sterreichs seit 1918
Annexionstheorie geht von einem Ende der Existenz sterreichs aus und htte zu einer Neugrndung 45 gefhrt
Annexionstheorie anerkannt, deshalb Streitigkeiten ber Landesgrenzen obsolet. Name Zweite Republik aber
eigentlich falsch (noch immer erste)
1947 Nationalsozialistengesetz (Verbot der NSDAP) Letzte Novelle des Verbotsgesetz von 1945
Einteilung in Gruppen: Illegale politische Leiter Minderbelastete
+ Nrnberger Prozesse 1945/46
Alliierte Kontrolle
Besetzung von , da nicht befreites Land, sonder wie das DR militrisch Besetzt.
Besetzung wirkte bei Verfassungen erheblich mit
Memorandum des Alliierten Rates anerkennung der ProvReg unter Bedingungen
In der Zeit der ProvReg bedrufte jedes Gesetz der Zustimmung des Alliierten Rates ([Link])
Abmilderung der Bedingungen nach Wahlen und Verfassung mittels [Link] Juni 1946
-> Einspruchsrecht im Nachhinein
Besatzungszonen
UdSSR - N, Burgenland, Mhlviertel
USA Salzburg, O (ohne Mhlviertel)
GB Stmk, Krnten, Osttirol
F Nordtirol, Vorarlberg
Wien in 5 Sektoren (vier Mchte + innere Stadt)
Staatsvertrag 1955
Steiniger Weg dorthin: Situation des Kalten Krieges (Uneinigkeit von USA und UdSSR), Lnderansprche von
Nachbarlndern, Vermgenswerte des DR auf Boden (Siegermchte erhoben Anspruch auf Objekten in )
Moskauer Momrandum sterreich versprach in Moskau im April 55 seine immerwhrende Neutralitt. Ein
wichtiger Grundstein fr den Staatsvertrag wurde gelegt. Politisches, nicht Rechtliches Abkommen.
Nach weiteren Memoranden mit anderen Siegermchten wurde am [Link] 1955 im Schloss Belvedere
schlielich der Staatsvertrag ratifiziert.
Folgen
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Europische Union
Vertrag von Maastricht 1992 - Grndung der EU
Drei Sulen:
1. Sule - Supranationale Gemeinschaften (EWG, EAG, EGKS)
2. Sule - Gemeinsame Auen- undSicherheitspolitik (GASP - Nachfolger von EPZ)
3. Sule - Zusammenarbeit Justiz und Inneres (fast nur neue Materie)
Zusammenarbeit zwischen EU und EFTA, jedoch Gewichtung bei EU -> Vielen EFTA Staaten wollen zur EU
1.1.1995 Beitritt Sterreichs zur EU (nach Vertrag von Korfu 1994)
Interessen der Einzelstaaten divergierte -> Stillstand
Vertrge v Amsterdam (1997) und Nizza (2001) brachten nur geringfgige Vernderungen (Kompetenzverteilung
v dritter in erste Sule)
EU Grundrechtscharta nicht gerichtlich durchsetzbar
Durch absehbare EU Osterweiterung auf 27 Mitglieder dringender Reformbedarf (Vertrge konnten mit dieser
Gre nicht mithalten)
Erste Reform fr EU Verfassung 2001 in Auftrag gegeben - 2004 in Rom unterzeichnet - F und NL dagegen
Deshalb wurden nur Novellierungen der bisherigen Verfassung erarbeitet, die circa gleiches Ergebnis lieferten
-> Vertrag v Lissabon 2007 unterzeichnet 2009 in Kraft getreten
nderungen: - Sulenarchitektur aufgehoben
- EU EG zu einer jur. P. verschmolzen, EAG eigene Institution geblieben
- Alle Materien der dritten Sule in supranationale Strukturen einbezogen
- Abstimmungsverfahren im Rat neu geregelt
- Grundrechte fr durchsetzbar erklrt
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Sozialdarwinismus und ähnliche Ideologien legitimierten Herrschaftsstrukturen im 19. und 20. Jahrhundert, indem sie Machtentfaltung und staatliche Strukturen als natürliche Evolution des gesellschaftlichen Fortschritts über weniger entwickelte soziale Ordnungen darstellten, was die Rechtfertigung zur Einschränkung bürgerlicher Freiheiten in Österreich und Deutschland vor dem Hintergrund der Verdrängung liberaler und nationaler Bestrebungen unterstützte .
Das Corpus Iuris Canonici (CIC) prägte die Rechtsbildung der Kirche im Mittelalter maßgeblich. Es bestand primär aus Papstentscheidungen und Konzilsbeschlüssen, die in einem umfassenden Werk gesammelt wurden . Diese Sammlung fungierte monopolartig durch die systematische Zusammenstellung und Homogenisierung des Kirchenrechts und beeinflusste dessen Entwicklung entscheidend .
Die Rezeption des römischen Rechts verdrängte die heimischen Rechtsordnungen weitgehend, führte zu Rechtspluralismus und institutioneller Professionalisierung. Es entstand das Ius Romano-Germanicum, eine Mischform, während heimisches Recht nur subsidiär angewendet wurde .
Die Entwicklung der Weistümer beeinflusste die mittelalterliche Gesetzgebung dadurch, dass sie generell-abstrakt formulierte Tatbestände aufstellten, die für zukünftige Fälle bindend waren. Dies ermöglichte es, Rechte systematischer festzuhalten, und die Obrigkeit nutzte diese regulierenden Möglichkeiten, um in Neufassungen Änderungen zu ihren Gunsten durchzuführen .
Dekretisten beschäftigten sich ab dem 12. Jahrhundert mit dem Decretum Gratiani, während Dekretalisten vor Mitte des 13. Jahrhunderts die darauf folgenden päpstlichen Rechtssammlungen behandelten und Gutachten schrieben .
Der mos gallicus führte zu einem Wandel im Verständnis von Autorität innerhalb der juristischen Literatur, indem er die unantastbare Autorität bestehender legaler Texte hinterfragte und eine historische Rückbesinnung gegenüber deren dogmatischer Anwendung forderte, was die Betrachtung der rechtlichen Quellen als historische, nicht alleinige Authoritätsbasis etablierte .
Während der juristische Humanismus im Heiligen Römischen Reich wenig Einfluss auf die praktische Rechtsanwendung hatte, blieb der österreichische Humanismus praxisbezogen. In Österreich führten Praktiker wie Bernhard Walther einheimische Rechtskritik und deren Subsidiarität gegenüber geschriebenem Recht ein .
In Wien setzte sich die gesetzliche Regelung selten durch, weil die Gesetzgebung im Mittelalter generell ineffektiv war. Da weniger Vertragspraxis durch Gesetze berührt wurde, konnten solche Gesetze schwerlich langfristig durchgesetzt werden .
Nach dem Dreißigjährigen Krieg trugen die politischen Machtstrukturen, insbesondere die Veränderungen durch die Säkularisierung und Mediatisierung im Reichsdeputationshauptschluss 1803, zur Auflösung kirchlicher Territorien und zur Neuordnung der Souveränität deutscher Länder bei, was die rechtliche und territoriale Neuaufteilung und Entwicklung im Heiligen Römischen Reich entscheidend beeinflusste .
Der mos gallicus führte dazu, dass die unantastbare Autorität der römischen Rechtsquellen in Frage gestellt wurde, und es setzte sich eine rationale Ordnung des Rechtsstoffes durch, im Gegensatz zur Harmonisierung der scholastischen Methode. Doch praktisch blieb der mos italicus dominant .